MG, Mitsubishi, Opel

Werks-Tuning von A bis Z (Teil 5) Werks-Tuning von A bis Z (Teil 5)

MG, Mitsubishi, Opel

— 20.12.2002

Werks-Tuning von A bis Z (Teil 5)

Getunte Fahrzeuge werden immer beliebter. Die etablierten Hersteller widmen sich deshalb auch ihrer sportlichen Klientel.

MG TF 160: rassiger Roadster

Der Rover-Roadster MG TF 160 verfügt, wie der Name schon sagt, über 160 PS. Diese Leistung bringt er auch ohne Probleme auf die Straße. Doch der Motor fordert Drehzahl. Im unteren Bereich wirkt er zugeschnürt. Das schlägt sich auch im Beschleunigungsvermögen nieder. Für den Spurt auf 100 km/h braucht der kleine Roadster 8,7 Sekunden. Über 4000 Touren geizt der Antrieb nicht mehr. Höchstgeschwindigkeit: respektable 222 Stundenkilometer.

Auch ein Grund zur Freude: das agile Fahrverhalten. Trotz Mittelmotorprinzips bleibt der MG TF 160 auch im Grenzbereich neutral und leicht beherrschbar. Selbstbewusst ist der optische Auftritt des flachen Engländers. Von britischer Zurückhaltung kann nicht die Rede sein. Die Front wartet mit vier Projektionsscheinwerfern unter Klarglas und Stoßfänger mit großzügigem Lufteinlass auf. Das Heck zieren Spoilerlippe und Sportauspuff rechts und links.

MG ZR 160: authentischer Auftritt

Schon beim Einsteigen in den ZR wird klar: Hier handelt es sich um einen waschechten Sportler. Alu-Dekor, silberne Rundinstrumente, Lederlenkrad, Alu-Schaltknauf und Sportsitze mit zur Außenhaut passenden Stoffen und Leder. Ausstattungsfeatures, die dem Fahrer die Dynamik des Fahrzeugs vermitteln. Nach dem Dreh am Zündschlüssel kommt dem Piloten satter Sound ans Ohr. Logisch, denn MG hat beim 1,8-Liter-Triebwerk Fein-Tuning betrieben – für den authentischen MG-Klang.

Das Ergebnis: 160 PS bei 7000 Umdrehungen und ein maximales Drehmoment von 174 Newtonmeter. Genug, um den ZR 160 in nur 7,8 Sekunden auf Tempo 100 zu katapultieren. Der Schub endet erst bei 210 km/h. Für entsprechende Verzögerungswerte sorgen größere Bremsscheiben und -sättel rundum. Highlight des ZR 160: das Fahrwerk. Durch dessen sehr gute Abstimmung lässt sich der MG agil und präzise um die Ecken dirigieren.

MG ZT/ZT-T 190: Rover-Röhrer

Aggressiv sehen sie aus, die als Kombi und Limousine lieferbaren ZT-Modelle von MG. Basis ist das Rover-Topmodell 75. Für den grimmigen Look ist das Optik-Paket aus Frontspoiler, Seitenschwellern und Heckschürze verantwortlich. Neben der Optik haben die Ingenieure am Fahrwerk Hand angelegt. Der ZT verfügt über straffere Federn und Dämpfer sowie Stabilisatoren. Das mindert natürlich den Abrollkomfort – besonders bei langsamer Fahrt.

Dafür liegt der MG satt auf der Straße und glänzt durch unproblematisches Fahrverhalten. Beim Beschleunigen hat vor allem der Kombi seine Mühe. Der 190 PS starke 2,5-Liter-Sechszylinder ringt mit über 1,6 Tonnen Lebendgewicht. Für richtig sportliche Einlagen ist er damit etwas zu schwer. Dennoch beziffert Rover den Sprint von null auf hundert mit 8,7 Sekunden. Klasse: Den beherzten Einsatz des Gasfußes quittiert der ZT mit sattem Röhren – Musik für die "Öhren".

Mitsubishi Carisma GT Evo VII: zweirassig

Die Vermutung liegt nah. Der Evo VII ist ein reinrassiger Rallyewagen. Oder doch nicht? Der monströse Frontspoiler und die Motorhaube sehen jedenfalls danach aus. Die Öffnungen der zerklüfteten Front dienen der besseren Motorbelüftung. Weitere Rallye-Indizien: verstellbarer Heckspoiler, bauchige Kotflügel, ein dickes Auspuffrohr und schallplattengroße Scheibenbremsen. Trotzdem: Innen ist Platz für vier bis fünf Leute, und der Kofferraum hat mit 360 Liter Volumen ein ansehnliches Maß.

Beeindruckend sind die Fahrleistungen: Schon bei niedriger Drehzahl bläst der ladeluftgekühlte Turbolader zur Attacke. Das knackige Fünfgang- Getriebe unterstützt den Vorwärtsdrang der 1400 Kilo schweren Spaßmaschine bestens. Bei Ampelstarts in der Stadt haben viele leistungsstärkere Autos das Nachsehen. Dank des langen fünften Gangs macht mit über 250 km/h Spitze auch der Autobahneinsatz Laune.

Opel Astra OPC: Astra-Attacke

Besser spät als nie. So könnte Opels Motto für den 200 PS starken Astra OPC lauten. Denn die Konkurrenz von Ford und Volkswagen hat ihre Kompaktsportler bereits seit einiger Zeit auf dem Markt. Doch im Gegensatz zu Focus RS und Golf R32 versucht der Astra nicht, den starken Mann zu markieren. Schon nach wenigen Kilometern ist klar: Komfort geht vor Krawall. Von einer Balance zwischen Agilität, Sicherheit und alltagsgerechten Fahreigenschaften ist bei Opel die Rede.

Der Astra OPC bietet reichlich Leistung bei gutem Nutzwert. Doch: Auf schlechten, welligen Straßen werden Stöße direkt auf die Lenkung übertragen. Grund: vorne 20 Millimeter weniger Federweg und straffere Dämpfer-Abstimmung. Sein bevorzugtes Terrain: gerade Straßen. Hier entfaltet der Astra OPC souverän seine Stärke. Von null auf Tempo 100 vergehen gerade mal 7,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h.

Opel Zafira OPC: Ladung und Leistung

Für sportlich ambitionierte Fahrer bietet Opel den Zafira OPC. Neben viel Stauraum bietet der blitzschnelle Van hohe Funktionalität, luxuriöse Ausstattung und exzellente Fahrleistungen. Dank seines 192 PS starken Zweiliter-Turbotriebwerks entwickelt der Rüsselsheimer hervorragende Sprintqualitäten. In echter Sportwagenmanier beschleunigt der Zafira OPC von null auf 100 in 8,2 Sekunden. Sein Maximal-Drehmoment: 250 Newtonmeter.

Die Höchstgeschwindigkeit des schnellsten Vans auf europäischem Boden liegt bei 220 Stundenkilometern. Trotz dieser hervorragenden Fahrwerte bleibt der Zafira OPC bescheiden. Auf 100 Kilometer begnügt er sich mit 10,1 Liter Superbenzin. Optisch demonstriert er dagegen Stärke. Bullige Frontschürze, Seitenschweller und 17-Zoll-Leichtmetallräder stehen ihm gut zu Gesicht. Damit ist er wohl auch eine gute Kaufoption für Zwangsumsteiger aus dem GTI/GSi-Lager.

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