Michael Schumacher: Historie

Fan-Aktion für Michael Schumacher In diesem Krankenhaus liegt Michael Schumacher Michael Schumacher stürzt bei Skiunglück

Michael Schumacher

— 03.01.2013

45. Geburtstag in der Klinik

Michael Schumacher hatte seinen 45. Geburtstag mit Freunden und Familie feiern wollen. Doch nach dem schweren Skiunfall ist er noch immer nicht über den Berg. Aus aller Welt kommen Genesungswünsche.

(dpa/brü) Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ist an seinem 45. Geburtstag immer noch nicht über den Berg. Angehörige und Fans wünschen ihm vor allem eines: die Genesung. Bislang gibt es keine neuen Informationen zu seinem Zustand. Es war die sechste Nacht, die der Ex-Rennfahrer in der Universitätsklinik von Grenoble im Koma verbrachte. Zuletzt war sein Zustand kritisch, aber stabil.

Michael Schumacher war nach einem Sturz auf einer nicht markierten Skipiste in Méribel mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt.

Zu seinem 45. Geburtstag erhielt Schumi via Twitter Glück- und Genesungswünsche von Ex-Kollegen und Prominenten.  "Happy Birthday #Schumi #KaempfenSchumi", schrieb die deutsche Tennis-Legende Boris Becker am Freitagvormittag. "Halt durch", twitterte Schumachers ehemaliger Teamkollege Rubens Barrichello unter einem Foto aus der gemeinsamen Ferrari-Zeit in der Formel 1. "Happy birthday Michael", gratulierte auch Ex-Pilot Giancarlo Fisichello: "Wir beten für dich."

Schumacher liegt seit seinem schweren Skiunfall am Sonntag auf der Intensivstation des Krankenhauses in Grenoble. Der 45-Jährige hatte sich bei dem Sturz auf einer Skipiste in den französischen Alpen schwer am Kopf verletzt, wobei beide Teile seines Gehirns in Mitleidenschaft gezogen wurden. Er musste zwei Mal operiert werden und liegt weiter im künstlichen Koma.

Chronik: Michael Schumacher 1991 - 2012

Fan-Aktion für Michael Schumacher In diesem Krankenhaus liegt Michael Schumacher

Blutgerinnsel und Teil der Schädeldecke entfernt

Montagnacht konnten die Ärzte in einem operativen Eingriff ein Blutgerinnsel entfernen, wodurch sich Schumis Lage leicht verbesserte und vor allem stabilisierte. In einem der operativen Eingriffe nach Schumachers Einlieferung am Sonntag hatten die Mediziner auch einen Teil von Schumachers Schädeldecke entfernt. In einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen hatten die Ärzte mitgeteilt, dass die Schwere von Schumachers Hirnverletzungen eine Prognose schwierig machten. Die Mediziner bezeichneten die Lage mehrfach als "außerordentlich ernst". Von einer Verlegung in ein anderes Krankenhaus – etwa nach Deutschland – kann noch keine Rede sein. Offenbar ist für den Donnerstag kein weiteres Statement der Mediziner geplant – der dafür übliche Zeitpunkt ist bereits verstrichen. Die Ärzte hatten bereits Anfang der Woche mitgeteilt, sie würden sich nur bei gravierenden Änderungen der Lage erneut öffentlich äußern. 

Nach BILD-Informationen war Schumacher auf der Unglückstour in Méribel von der markierten Piste abgewichen, nachdem er einem gestürzten Kind aufgeholfen hatte. Als die Rettungskräfte ihn fanden, war Schumacher bei Bewusstsein und auch ansprechbar, konnte die an ihn gestellten Fragen aber nicht beantworten.
Riskanter Sport Hauptursache für Schädel-Hirn-Trauma
(dpa) Michael Schumachers Ski-Unfall belegt eine gewisse Tendenz: Sportunfälle haben Verkehrsunfälle als Hauptursache für Schädel-Hirn-Traumata abgelöst, sagt der Frankfurter Neurochirurg Andreas Pingel. Er ist Leitender Arzt des Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) in Frankfurt. Dort
werden jährlich rund 2000 Patienten mit einem Schädel-Hirn-Trauma
behandelt, 400 bis 600 davon in etwa so schwer wie bei Schumacher.

"Die überwiegende Zahl kommt durch Stürze zustande, das sind in der Regel Sportunfälle und häusliche Unfälle", sagte Pingel. "Es besteht immer mehr die Neigung, auch Risiken einzugehen im
Freizeitsport." Die Folgen von Verkehrsunfällen hingegen seien immer weniger gravierend. Bei einem schweren Schädel-Hirn-Trauma liegt Pingel zufolge die Sterberate bei circa 30 Prozent. Der Rest muss häufig mit Lähmungen, Funktionseinschränkungen, Behinderungen oder Orientierungsstörungen
rechnen. Zum Fall Schumacher sagte Pingel: "Man muss weiter bangen."

Genesungswünsche von Prominenten aus aller Welt

Schumachers Unfall löste eine weltweite Welle der Anteilnahme aus. Genesungswünsche schickten neben Bundeskanzlerin Angela Merkel auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton. Unter den vielen sportlichen Wegbegleitern ragt der amtierende Formel-1-Welmeister Sebastian Vettel hervor, einer von Schumis besten Freunden im Formel-1-Zirkus ist sein Nachfolger Sebastian Vettel. Tief betroffen reagierte der viermalige Weltmeister: "Ich bin schockiert und ich hoffe, dass es ihm so schnell wie möglich wieder besser geht. Ich wünsche seiner Familie jetzt ganz viel Kraft", sagte Vettel. Viele Kollegen zeigten ihre Anteilnahme über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Genesungswünsche sind unter dem Suchbegriff #GuteBesserung abrufbar.
Ferrari bangt um Schumacher
(dpa) Auch Michael Schumachers früheres Formel-1-Team Ferrari bangt um den Rekordweltmeister. "Es sind Stunden der Angst für alle bei Ferrari", hieß es in einer offiziellen Mitteilung des italienischen Rennstalls nach Schumachers Skiunfall. "Ganz Ferrari ist bei Michael".

Siebenmaliger Formel-1-Weltmeister

Siebenmal wurde Schumacher Weltmeister in der Formel 1. 1999 überstand er seinen schwersten Unfall im Rennwagen, als er in Silverstone im Ferrari verunglückte. Der Arzt, der damals seinen Schien- und Wadenbeinbruch behandelte, steht Schumacher in Grenoble zur Seite. 2010 war Schumi n die Königsklasse des Motorsports nach drei Jahren Pause zurückgekehrt. Im Silberpfeil hatte Schumacher von 2010 bis einschließlich 2012 an die Erfolge seiner ersten Karriere (1991 bis einschließlich 2006) nicht anschließen können – zu seinen 91 Grand-Prix-Erfolgen kam keiner hinzu. Mit seiner deutlich lockereren Art sammelte Schumacher aber viele Sympathiepunkte.

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