Michael Schumacher und Ferrari

Der Riß wird größer Der Riß wird größer

Michael Schumacher und Ferrari

— 25.08.2005

Der Riß wird größer

Mehr Geld oder Abschied: Der Weltmeister bremst eine Vertragsverlängerung aus. Ist Räikkönen sich mit der Scuderia schon einig?

Wird der Superstar tatsächlich ein Sternfahrer? Oder schimmert da für die Silbernen nur ein Streif am Horizont? Die Spekulationen um Formel-1-Dauerweltmeister Michael Schumacher (36) gehen weiter. Fest steht: Sein Abschied von Ferrari im Jahr 2006 bekommt zunehmend Kontur.

In SPORT BILD erklärte Schumachers Manager Willi Weber jetzt, der 2006 auslaufende Vertrag mit der Scuderia werde vorerst nicht verlängert: "Das Angebot von Luca di Montezemolo zur Vertragsverlängerung steht und liegt uns vor. Aber wir werden es im Moment nicht unterschreiben", so der 63jährige. Der Schumi-Vertraute, mit allen Verhandlungsvollmachten ausgestattet, fordert ein künftiges Jahressalär von 40 Millionen Euro. Macht fünf Millionen Euro mehr als zuletzt. Weber: "Wenn ich in Vertragsverhandlungen einsteige, dann muß ich mehr Geld verlangen. Das ist ganz normal."

40 Millionen! Für Ferrari kaum zu stemmen, zahlt doch Hauptsponsor Marlboro 2006 ein Drittel weniger. Für Konkurrent McLaren-Mercedes (die "British Telecom" soll mit bis zu 50 Mio. pro Jahr einsteigen) dagegen kein Problem. Und: Bei den Stuttgartern, in deren Junior-Team der Stern des siebenmaligen Weltmeisters vor 15 Jahren aufging, sind die Erfolgsaussichten eindeutig am größten. Der MP4-20 ist das derzeit beste Auto im Circuit, der neue V8-Motor für 2006 wird seit Ende Mai auf der Strecke getestet. Bei Ferrari wäre der Weg zurück zum Titel dagegen lang. Laut Weber ein Problem: "Michael ist nicht bereit, noch mal Aufbauarbeit zu leisten. Er will dort fahren, wo er auf Anhieb siegen kann."

Dazu paßt auch, was BILD "aus absolut sicherer Quelle" erfuhr: McLarens Nummer eins Kimi Räikkönen (25) habe bereits einen Vorvertrag für 2007 bei Ferrari unterschrieben. Erste Gespräche habe es schon vergangenes Jahr gegeben, einig sei man sich im Mai diesen Jahres geworden. Die Dementis folgten reflexartig, von Mercedes (Sportchef Norbert Haug: "Das stimmt absolut nicht."), Ferrari (Sprecher Luca Colajanni: "Es gibt kein Abkommen mit irgendeinem Fahrer für 2007.") und dem Betroffenen selbst ("Warum sollte ich über einen Wechsel auch nur nachdenken?"). Michael Schumacher kommen die aktuellen Spekulationen um seinen möglichen Ferrari-Abschied ohnehin ungelegen – wartet doch als nächstes Rennen ausgerechent das Heimspiel in Monza (4. September).

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