Michelin: 24-Stunden-Rennen am Nürburgring

Michelin: 24-Stunden-Rennen am Nürburgring

— 25.05.2016

Den 17. Gesamtsieg im Visier

Das letzte Mai-Wochenende lockt in diesem Jahr wieder mit einem Motorsportspektakel der Extraklasse: Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gehört ohne Zweifel zu den größten Rennereignissen der Welt. Michelin ist unter den vielen engagierten Reifenpartnern einmal mehr der Favorit zahlreicher Werks- und führender Privatteams.

Seit 1993 hat Michelin 16 Mal den Sieger des Eifelmarathons mit Pneus ausgestattet, so auch in den vergangenen beiden Jahren die R8 LMS der Audi-Teams Phoenix und WRT. In dieser Saison bestückte die französische Premiummarke allein 29 GT3-Boliden der Topklasse SP9 mit konkurrenzfähigem Reifenmaterial. Mindestens 64 der rund 160 genannten Rennwagen rollen auf Pneus aus Clermont-Ferrand.

Nürburgring-Nordschleife stellt Reifen vor große Herausforderung

Nacht-Action auf der Nordschleife: Die Traditionsrennstrecke gehört für die Rennreifen von Michelin zu den besonderen Herausforderungen.

Auch Michelin blickt dem "ADAC Zurich 24h-Rennen" mit großer Erwartung entgegen. Kein anderer Reifenhersteller rüstet ähnlich viele Fahrzeuge für den Eifelmarathon aus. Speziell bei den Werksteams beziehungsweise den werksunterstützten Rennställen genießen die Pneus aus Clermont-Ferrand einen erstklassigen Ruf, denn die Premiummarke kann auf dem schwierigen Traditionskurs jahrzehntelange Erfahrung und große Erfolge vorweisen. Dabei stellt der 1927 eingeweihte Eifelkurs besonders die Reifen der technisch ausgeklügelten GT3-Boliden auf eine harte Probe. Die Belastungen könnten pro Runde kaum unterschiedlicher sein – angefangen mit der ständig wechselnden Qualität des Asphaltbelags, die nach einer besonders ausgewogenen Fahrwerks-Balance verlangt. Kleine Bodenunebenheiten lassen die angetriebenen Räder immer wieder kurz durchdrehen und treiben den Verschleiß in die Höhe. Permanent wechselnde Beschleunigungs-, Verzögerungs- und Seitenführungskräfte in Kurvenpassagen wie "Hatzenbach", "Pflanzgarten" oder im Bereich von "Aremberg" bis "Bergwerk" verlangen den Pneus zusätzlich alles ab.


Hinzu kommen ausgedehnte Vollgas- und Hochgeschwindigkeitsabschnitte wie die Auffahrt zum "Kesselchen" oder auch die rund drei Kilometer lange "Döttinger Höhe", auf der die gut 500 PS starken Boliden Topspeeds von fast 300 km/h erreichen – eine weitere Belastung für den Rennreifen, der auch noch Dauerläuferqualitäten besitzen muss. In manchen Klassen und Kategorien legen die einzelnen Reifensätze 500 Nordschleifen-Kilometer und mehr zurück. Von den Wetterkapriolen, die das Renngeschehen in diesem notorisch unberechenbaren Mittelgebirge immer wieder auf den Kopf stellen, gar nicht erst zu sprechen ...

Audi peilt mit Michelin den Eifel-Hattrick an

2014 war es der von Christopher Haase, Christian Mamerow, René Rast und Markus Winkelhock gesteuerte R8 LMS ultra des Audi Sport Teams Phoenix, der die Ziellinie nach 24 anstrengenden Stunden als Erster kreuzte. Im Vorjahr wiederholten Christopher Mies, Edward Sandström, Nico Müller und Laurens Vanthoor dieses Kunststück für das belgische Audi Sport Team WRT. Beide Boliden rollten auf Rennreifen von Michelin – so wie in diesem Jahr gleich sieben der GT3-Geräte mit den vier Ringen. Zu den Favoriten gehört dabei natürlich der Titelverteidiger mit der Startnummer 1, das WRT-Auto von Christopher Mies, Nico Müller, Laurens Vanthoor und – neu – Pierre Kaffer. Zugleich lässt sich auch Lokalmatador Phoenix aus dem benachbarten Meuspath nicht lumpen und schickt mit Christopher Haase, Markus Winkelhock, René Rast sowie Frank Stippler ein nicht minder starkes Quartett ins Rennen. Nicht zu unterschätzen ist aber auch die Startnummer 28: Für Land Motorsport greifen Mike Rockenfeller, Timo Scheider, Marc Basseng und Connor de Philippi ins Lenkrad.

Mercedes-AMG zählt auf Michelin-Reifen zu den Favoriten

Die Michelin Techniker versorgen auch dieses Jahr zahlreiche Fahrzeuge mit Hochleistungspneus aus Frankreich.

Mit einer ganzen Flügeltürer-Armada wartet Mercedes AMG auf: Gleich acht der neuen GT3-Renner aus Affalterbach vertrauen für das Nürburgring-Abenteuer auf Pneus von Michelin. An vorderster Front: "Mr. DTM" Bernd Schneider, der den Eifelklassiker 2013 gewonnen hat. Der Saarländer teilt sich die Startnummer 4 von Black Falcon mit Maro Engel, Adam Christodoulou und Manuel Metzger. Doch die Schwaben haben gleich mehrere heiße Eisen im Feuer, so auch den beliebten "Haribo"-AMG GT3 mit Uwe Alzen, Lance David Arnold, Maximilian Götz und Jan Seyffahrt (Startnummer 8), das zweite Black Falcon-Auto von Dirk Müller, Maro Engel, Hubert Haupt und Yelmer Buurman (Nr. 9) oder die HTP-Motorsport-Delegationen Christian Vietoris, Marco Seefried, Christian Hohenadel und Renger van der Zande (29) sowie Stefan Mücke, Thomas Jäger, Maximilian Buhk und Dominik Baumann (Nr. 30).

BMW setzt für neuen M6 GT3 auf französische Rennreifen

Seine Premiere bei den 24 Stunden Nürburgring feiert der neue BMW M6 GT3 – natürlich auf Reifen mit dem "Bibendum" auf der Flanke. Schubert Motorsport bringt zwei hochkarätig besetzte Fahrzeuge an den Start: Lucas Luhr, Martin Tomczyk, Jens Klingmann und Jonathan Edwards pilotieren die Startnummer 17, Jörg Müller, Marco Wittmann, Augusto Farfus und Jesse Krohn die Nummer 18. Ebenfalls zwei M6 GT3 schickt Rowe Racing ins Rennen. Hier kurbeln Klaus Graf, Markus Palttala, Nicky Catsburg und Richard Westbrook (Nr. 22) sowie Dirk Werner, Philipp Eng, Maxime Martin und Alexander Sims (Nr. 23) am Volant.

Porsche Motorsport vertraut auf Michelin

Mit einem offiziellen Werkseinsatz meldet sich auch Porsche beim 24-Stunden-Eifelmarathon zurück. Das hauseigene Team Manthey Racing hat zwei der neuen, auf der aktuellen 911-Generation 991 basierende GT3 R genannt. Auch das Fahrerpersonal ist erstklassig: In der Startnummer 911 wechseln sich Patrick Pilet und Kevin Estre mit zwei amtierenden Le Mans-Siegern ab – Nick Tandy und Earl Bamber. Die 912 pilotieren Jörg Bergmeister, Fred Makowiecki und Michael Christensen mit dem amtierenden Langstrecken-Weltmeister der GTE-Klasse, Richard Lietz. Ebenfalls auf Reifen von Michelin reihen sich zudem die Publikumslieblinge von Frikadelli Racing mit einem 911 GT3 R ins Feld ein. Hier steht vor allem die "Nordschleifen-Queen" Sabine Schmitz im Vordergrund, die von Teameigner Klaus Abbelen, Patrick Huisman und Norbert Siedler unterstützt wird. Die Markenvielfalt unter den Partnerteams von Michelin reicht aber noch deutlich weiter und umfasst zum Beispiel auch den Lamborghini Huracan GT3 von Konrad Motorsport aus Verl in Ostwestfalen. Der in Ehren ergraute Rennsporthaudegen Franz Konrad konnte den Langstreckenklassiker schon einmal gewinnen: 1993, also vor 23 Jahren. Da ging sein heutiger Mitfahrer Christopher Zöchling noch in den Kindergarten.

Bentley-Werksautos setzen auf die französischen Pneus

Nicht minder spektakulär donnert ein britisches Schwergewicht um den "Ring": Das Bentley Team Abt ist mit zwei der wuchtigen Continental GT3 dabei. Sie werden gefahren von Christopher Brück/Steven Kane/Christer Jöns (Nr. 37) und Christian Menzel/Guy Smith/Marco Holzer/Fabian Hamprecht (Nr. 38). Die japanischen Farben halten die beiden ebenfalls auf Michelin vertrauenden Nissan GT-R GT3 hoch. Das Nummer-24-Auto von Zakspeed teilen sich Tom Coronel, Florian Strauß und Marc Gassner, die Nissan GT Academy lässt Michael Krumm, Lucas Ordonez, Kazuki Hoshino und Alex Buncombe ans Steuer. Aus dem Land der aufgehenden Sonne stammt auch der seriennahe Subaru BRZ der "Familie Horst" mit dem Fahrertrio "Lutz Horst", "Ingo Horst" und "Armin Horst". Hinter letzterem Pseudonym verbirgt sich ein alter Bekannter: Ex-Rallye-Europameister Armin Schwarz, traditionell ein Fan der Rennreifen von Michelin. Wenn in der Box 21 des Teams Musik der All-Star-Band "Traveling Wilburys" läuft, dann sollte dies niemanden wundern ...

Michelin hat 17. Gesamtsieg im Visier

Mega-Live-Übertragung: RTL und RTL Nitro senden 24 Stunden von den 24 Stunden Nürburgring.

Das Ziel der Premiummarke ist klar definiert: Michelin will seine Erfolgsgeschichte bei dem Eifelklassiker um ein weiteres Kapitel ergänzen und den 17. Gesamtsieg seit 1993 erringen. Zeitgleich rüstet der Reifenhersteller aber auch zahlreiche Privatteams aus, die in kleineren Klassen nicht minder ehrgeizig um den Erfolg kämpfen. Insgesamt transportiert Michelin mit 26 Lkw und Transportern rund 9.000 Reifen für das Mega-Motorsport-Festival in die Eifel. Vor Ort kümmern sich 45 Mitarbeiter um die Betreuung der Teilnehmer.
Die Motorsport-Action beginnt bereits am Mittwoch (25. Mai) mit den traditionellen Adenauer Racing Days und einem Autokorso. Am Donnerstagmorgen eröffnet die Rundstrecken Challenge (RCN) das Renngeschehen auf dem Nürburgring. Um 15.45 Uhr am Nachmittag steht dann das erste Freie Training für das 24-Stunden-Starterfeld auf dem Programm, von 20.00 bis 23.30 Uhr folgt das Qualifying 1. Am Freitagmorgen um 9.30 Uhr folgt der zweite Teil des Zeittrainings. Die besten Startplätze werden dann im Top-30-Quali von 19.50 bis 20.30 Uhr vergeben. Am Samstag herrscht ab 13.45 Uhr reges Treiben in der Startaufstellung, um 15.30 Uhr springt die Ampel dann auf Grün – der Beginn von 24 aufregenden Stunden in der Eifel.


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