Porsche 919 Hybrid

MICHELIN Motorsport

— 30.04.2014

Zwölf neue Reifen für die WEC

Michelin stellt seinen Motorsport-Partnern insgesamt zwölf brandneue und sorgfältig erprobte Rennreifentypen zur Verfügung. Damit dominieren die Pneus von Michelin das Starterfeld in der Langstrecken-WM 2014.

In der LMP1-Königsklasse vertrauen unter anderem die Werksmannschaften von Audi und Toyota sowie Serien-Neueinsteiger Porsche auf die Pneus der französischen Premiummarke. Größter gemeinsamer Nenner aller drei LMP1-Werksprototypen ist Reifenpartner Michelin – was die Spezialisten der französischen Marke angesichts der großen Unterschiede zwischen den einzelnen Rennwagen vor eine immense Herausforderung stellt.

"Effizienz" ist das Zauberwort

Titelverteidiger: Die Michelin bereiften Audi belegten im vergangenen Jahr in der WEC die Plätze eins und zwei.

Das neue Jahr in der Sportwagen-Königsklasse WEC (World Endurance Championship) steht für die Werksmannschaften in der großen Kategorie LMP1 unter neuen Vorzeichen: "Effizienz" lautet das Zauberwort des komplett neu ausgerichteten Reglements. Zum ersten Mal wird durch das ausgefeilte Regelwerk die verfügbare Energie für jede Runde limitiert, wobei der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent sinken muss. Dabei genossen die Konstrukteure von Le Mans- und WEC-Titelverteidiger Audi, Vizeweltmeister Toyota und Neueinsteiger Porsche weitgehend freie Hand – allerdings müssen die Werksautos 2014 mit Hybridsystemen ausgestattet sein. Tatsächlich verfolgen die drei in Deutschland ansässigen Herstellerteams in puncto Antriebs- und Energierückgewinnungs-Systeme drei völlig unterschiedliche Konzepte: Während Audi auf einen nunmehr 4,0 Liter großen TDI-V6-Turbodiesel in Verbindung mit einem Schwungmassen-Hybridsystem setzt, kombiniert Porsche im neuen 919 Hybrid einen 2,0 Liter großen V4-Benzindirekteinspritzer-Turbo mit einer kinetischen sowie einer Abgasenergie-Rekuperation und nutzt Lithium-Ionen-Akkus als Speicher. Toyota gibt einem 3,7 Liter großen V8-Sauger den Vorzug und gewinnt Bremsenergie kinetisch an der Vorder- und Hinterachse zurück, um Superkondensatoren aufzuladen.

Drei Werksteams, ein Reifenhersteller

Starke Konkurrenz: Toyota und Michelin fuhren 2013 den dritten Platz im Gesamtklassement ein.

Die Unterschiede der Rennwagen bedeuten für Michelin eine große Herausforderung. Zumal sich auch die Rahmenbedingungen für die Pneus aus Clermont-Ferrand verschärft haben: Die Rennreifen der Dimension 31/71-18 büßten fünf bis sechs Zentimeter Aufstandsfläche ein, der komplette Satz bringt nunmehr acht Kilogramm weniger auf die Waage als noch 2013. Dass sie dennoch mit der gleich hohen Performance und Ausdauer aufwarten können wie ihre Vorgänger, unterstreicht das Entwicklungstempo von Michelin. "Wir konnten unsere Pneus an die Rennwagen unserer Partner anpassen, ohne die grundlegenden Eigenschaften der einzelnen Reifentypen zu verwässern", so Nicolas Goubert, Technischer Direktor von Michelin Motorsport. Gerade bei Langstreckenrennen wie den sechsstündigen Läufen in Silverstone und Spa-Francorchamps und erst recht bei den weltberühmten 24 Stunden von Le Mans im Juni sind die konstante Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit der Reifen von immenser Bedeutung. Welchen Belastungen die an Vorder- und Hinterachse nunmehr gleich großen Michelin Pneus dabei standhalten müssen, verdeutlich ein Wert von Toyota besonders anschaulich: Der japanische Hersteller beziffert die Gesamt-Antriebsleistung des TS040 Hybrid auf 1000 PS!

Rennreifen stark gefordert

Techniker von Michelin sind bei allen Rennen vor Ort und unterstützen die Partnerteams - hier Aston Martin.

Schon beim sechsstündigen Auftaktlauf in Silverstone wurden die Rennreifen besonders stark gefordert: In den schnellen Kurven des 5,9 Kilometer langen Traditionskurses neigen die Autos zum Untersteuern, auf den langen Geraden erreichen die LMP1-Fahrzeuge Geschwindigkeiten um die 300-km/h-Marke. Die Aerodynamik der Hightech-Boliden wird dementsprechend auf viel Abtrieb ausgelegt, wodurch auch die Radlasten und damit die Beanspruchung der Pneus steigt. Obwohl auch andere Reifenhersteller in der WEC vertreten sind, setzte ein Großteil des WM-Starterfeldes in allen vier Klassen auch in diesem Jahr wieder auf die Reifen von Michelin. Auch in den beiden GTE-Klassen führte in Silverstone kaum ein Weg an Michelin vorbei: Die Werksteams von Porsche und Aston Martin rüsten ihre Sportwagen mit dem bewährten Reifenmaterial aus. Die Ferrari 458 rollen ebenfalls auf Pneus von Michelin. "Wir haben unsere bislang gesteckten Entwicklungsziele erreicht. In allen vier Klassen harmonieren unsere Reifen sehr gut mit den Rennwagen unserer Partner und sorgen für beste Effizienz" bilanziert Goubert.

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