Der Sachsenring Rekordtag 2016 mit Michelin

Toyota Mirai Toyota Mirai Isolde Holderied

Michelin Motorsport: Sachsenring Rekordtag 2016

— 25.07.2016

Zeiten ändern sich

Der Sachsenring Rekordtag 2016: Unterstützt von Michelin, ging AUTO BILD SPORTSCARS mit 15 Herstellern und Tunern auf große Rekordjagd.

Die Idee schien simpel und eingängig: Wir versammeln möglichst viele straßenzugelassene Autos auf einer Rennstrecke und geben den antretenden Tunern und Herstellern die Chance, besagte Fahrzeuge mit möglichst hochkarätigen Piloten zu besetzen. Zielsetzung: möglichst viele spektakuläre Streckenrekorde in möglichst vielen verschiedenen Kategorien einzufahren – schnellster Ami, schnellster Van, schnellster Mercedes, Schnellster von allen. Der letztes Jahr erstmals ausgetragene Sachsenring Rekordtag war dann auch ein riesiger Erfolg: 21 teilnehmende Autos fuhren zwölf Rekorde ein. Zunächst waren wir unschlüssig, ob sich ein derartiges Mega-Event zwölf Monate später wiederholen ließe. Doch dann reifte die Entscheidung: Die einen wollten Revanche, die anderen hatten ungefragt längst angefangen, neue Rekordtag-Fahrzeuge aufzubauen. Spätestens als sich Mercedes-AMG mit drei und Porsche mit zwei Fahrzeugen anmeldeten, nahm das Projekt Fahrt auf. Weitere Hersteller folgten. Aber auch die Tuner ließen sich nicht lumpen – nur der 2015 siegreiche Corvette-Profi Tikt bekam sein Auto nicht rechtzeitig fertig. Trotzdem gab es für uns längst kein Zurück mehr – die Neuauflage musste jetzt steigen. Und das tat sie am 19. April dann auch. Die Resultate sehen Sie in der nachfolgenden Tabelle.
Rundenbestzeit / Rekord-Kategorie Fahrzeug / Fahrer Reifen (vorne / hinten)
1:26.77 min / neuer Gesamtschnellster Porsche 918 Spyder / Nick Tandy MICHELIN Pilot Sport Cup 2 N1 (265/35 R20 / 325/30 R21)
1:28.27 min / neuer schnellster Amerikaner Geiger Corvette Z06 / Daniel Keilwitz MICHELIN Pilot Sport Cup ZP (285/30 R19 / 335/25 R20)
1:29.73 min / neuer schnellster BMW Lightweight M4 LW 600 / Marc Basseng MICHELIN Pilot Sport Cup ZP (285/30 ZR 19 / 285/30 ZR 19)
1:31.89 min / neuer schnellster Mercedes Mercedes-AMG GT S / Jan Seyffarth MICHELIN Pilot Sport Cup 2 MO (265/35 ZR 19 / 295/30 ZR 20)
1:32.79 min / neues schnellstes Kleinserienauto Donkervoort D8 GTO / Denis Donkervoort MICHELIN Pilot Sport Cup 2 (225/45 R17 / 245/40 R18)
1:33.83 min / neuer schnellster Lotus Komo-Tec Exige EX460 / Winfried Klein MICHELIN Pilot Sport Cup2 (205/45 R17 / 265/35 R18)
1:34.93 min / neues schnellstes Elektroauto Mercedes SLS AMG Electric Drive / Jan Seyffarth, Nicki Thiim MICHELIN Pilot Sport Cup2 MO (265/35 ZR 19 / 295/30 ZR 20)
1:35.89 min / neuer schnellster Serienkombi Cadillac CTS-V / Oliver Gavin, Guido Naumann MICHELIN Pilot Super Sport (265/35 R19 / 295/30 R19)
1:37.81 min / neuer schnellster Honda Fugel Civic Type R / Steve Kirsch MICHELIN Pilot Sport Cup 2 (235/35 R19 / 235/35 R19)
1:38.32 min / neues schnellstes SUV Porsche Cayenne Turbo S / Lars Kern, Steve Kirsch MICHELIN Latitude Sport 3 (295/35 R21 / 295/35 R21)
1:44.76 min / neuer schnellster Skoda Skoda Octavia RS 230 / Matthias Kahle MICHELIN Pilot Super Sport (225/35 R19 / 225/35 R19)
2:03.04 min / schnellstes Wasserstoffauto Toyota Mirai / Isolde Holderied, Patrick Brenndörfer MICHELIN Primacy 3 (215/55 R17 / 215/55 R17)


8736 PS, verteilt auf 18 Autos von Tunern und Herstellern, pilotiert von Profis wie Tandy, Basseng, Seyffarth, Gavin, Keilwitz, Holderied und Kahle – das war der Sachsenring-Rekordtag 2016.

Was war das 2015 für eine tolle Show. AUTO BILD SPORTSCARS rief erstmals die Hersteller und Tuner zum Sachsenring Rekordtag. Alles, was Rang und Namen hatte, folgte der Einladung. Porsche schickte Röhrl und den 918 Spyder, und auch der Rest des Feldes hatte es wahrhaft in sich. Wie es ausging? Porsche kam ins Straucheln, und Tuner Tikt nutzte die Gunst der Stunde. Es fielen viele Rekorde, alle Teilnehmer waren so begeistert, dass schon zur Siegerehrung erste Fragen nach dem neuen Datum für 2016 kamen. Auch Partner Michelin war von dem Rekordtag so angetan, dass man sofort an die Planung einer Neuauflage ging. Und Sachsenring-Chef Ruben Zeltner schwärmte: "Einfach unglaublich, wie professionell die Tuner und Hersteller an diesen Tag herangingen. Dass die es sehr ernst meinten, merkt man auch an der hohen Dichte von Profirennfahrern." Der mit seinem "Zebra"-Porsche bekannte Rallyemeister wäre auch gern 2016 wieder für AC Schnitzer gestartet, doch deren Triturbo-Diesel-1er wurde leider nicht rechtzeitig zum 19. April fertig. Dafür war der Rest des Feldes bestens aufgestellt. Und der Wettergott meinte es gut mit dem Rekordtag. Erfrischende elf Grad Celsius bei eisigem Wind, kein Regen, keine Sonne – ordentliche Bedingungen für die Michelin-Reifen. Die Rekorde purzelten schon ab der ersten Runde. Toyota-Queen Holderied überlegte noch, ob sie bei der mäßigen Wasserstoff-Power wirklich einen Helm tragen muss.

Die Technik beim Sachsenring Rekordtag

DEKRA: Mit der Zeit kommt Sicherheit

Viele helfende Hände sind notwendig, damit ein Event wie unser Rekordtag auf dem Sachsenring perfekt funktioniert. Dreh- und Angelpunkt bei einer Veranstaltung, bei der alles auf schnelle Rundenzeiten zielt, ist natürlich die Zeitennahme. In diesem Punkt können wir schon seit Jahren auf die fachkundige Unterstützung der DEKRA bauen, besonders auf das Know-how von Dr. Maik Jeschor, der bei der Prüforganisation der Experte für alles rund um das Thema Fahrdynamik ist. Am Rekordtag garantiert er dafür, dass alle VBOX-Messgeräte samt GPS-Antenne und Monitor fest und sicher eingebaut sind, bevor die Rekordkandidaten auf die Zeitenjagd gehen. Das ist manchmal nicht ganz unproblematisch, wenn das Fahrzeug ...

Die Technik beim Sachsenring Rekordtag 1 von 4

Exzellente Ausbeute beim zweiten Rekordtag

Auch Skoda-Rallyefahrer Kahle ging es sehr ruhig an, suchte noch nach Schotter und Sprungkuppen, ehe er den Octavia souverän zum neuen Rekord führte. Der giftgrüne TH-Bus konnte seine Power dagegen nicht in Bestzeiten ummünzen, auch der wild agierende Seat-Werkspilot Jordi Gene hatte sich mehr versprochen. Der einheimische Steve Kirsch zeigte im Honda, wie ein Type R gehen muss, Corvette-Le-Mans-Sieger Gavin prügelte die dicke Caddi-Limo zur neuen Klassenbestzeit. Apropos prügeln: Porsche brachte neben dem 918 auch noch einen Cayenne Turbo S mit. Und der wurde von Lars Kern in den unglaublichsten Schräglagen über den Ring getrieben. Mit Erfolg, eine Zehntel schneller als der bisherige Spitzenreiter BMW X6 M. Die bayerische Marke wurde dieses Jahr von Tuner Lightweight vertreten, der erfolgreich seine "Mission 29" anging. Und was war mit den Schnellsten? KTM hätte vielleicht ein Wörtchen um die Tagesbestzeit mitreden können, patzte aber mit einem Elektronikproblem. Geiger entthronte endlich Konkurrent Tikt, und AMG zeigte, wozu ein GT S und ein elektrisierter SLS imstande sind. Porsche hatte sich mit dem 918 Spyder und Le-Mans-Gewinner Nick Tandy gut vorbereitet und in der einen schnellen Runde alles auf eine Karte gesetzt. Neue Bestzeiten in allen Sektoren, Vmax-Rekord und mit Abstand die schnellste Rundenzeit eines Straßenautos. Glückwunsch! Und was bleibt? AUTO BILD SPORTSCARS darf in den nächsten Monaten mit neuen Testwagen neue Rekordzeiten vorlegen. Denn die Tuner und Hersteller wollen bald wieder einen Sachsenring-Rekordtag.

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