Michelin Saisonvorschau Formel E-Weltmeisterschaft

Michelin-Vorschau: Formel E in Berlin

— 18.05.2016

Emissionsfreier Motorsport in Berlin

Am Samstag, den 21. Mai, bringt der achte Lauf zur FIA Formel E-Weltmeisterschaft Rennaction in die deutsche Hauptstadt. Michelin ist offizieller Partner und trägt mit ressourcenschonenden Rennreifen zum umweltfreundlichen Motorsport bei.

Eine Rennstrecke im Herzen der Hauptstadt, durch die Stadtteile Friedrichshain und Mitte: mehr Nähe zum urbanen Leben geht nicht. Der ePrix von Berlin am Samstag, den 21. Mai 2016, verkörpert das Konzept der Formel E in Reinkultur. Mit der ersten rein elektrisch angetriebenen Formel-Rennserie der Welt kommt der Rennsport zu den Menschen – und die Elektromobilität zeigt ihre ganze Faszination dort, wo sie am meisten bewegen kann: inmitten der Großstädte. Mit der neuen Streckenführung haben die Organisatoren des deutschen WM-Laufs der Formel E einen Volltreffer gelandet. Fernsehturm und Berliner Dom sind als markante Wahrzeichen fast ständig im Blick, der benachbarte Alexanderplatz wird ins Fan-Geschehen mit einbezogen.

Die Strecke

Die Start- und Zielgerade führt die Karl-Marx-Allee hinunter in Richtung des "Alex". Von der Spitzkehre etwa in Höhe der U-Bahn-Station Schillingstraße geht es in umgekehrter Richtung zurück. Nach einer Schikane passieren die Boliden erstmals kurz den Strausberger Platz und biegen in einer schnellen Rechtskurve auf die Lichtenberger Straße ab. Nach einer Doppelrechtskehre führt eine Gerade direkt auf das Oval des Strausberger Platzes. Diesmal fahren die Formel E-Piloten im "Kreisverkehr" geradeaus, nehmen eine 180-Grad-Kehre und beschleunigen durch den verbleibenden Rechtsbogen zurück auf Start und Ziel. Attraktive Zuschauertribünen befinden sich rund um den Strausberger Platz – den das Feld drei Mal pro Runde passiert – sowie bei Start und Ziel, vor der Spitzkehre und an der Doppelrechtskehre auf der südlichen Lichtenberger Straße. Der 2,030 Kilometer lange Kurs umfasst elf Kurven. Die geplanten 48 Rennrunden summieren sich zu einer Distanz von 97,44 Kilometern. Wie in jedem Formel E-Rennen tauschen die Piloten gegen Rennmitte in den Boxen ihr Fahrzeug gegen eines mit voll geladenem Antriebsakku. Interessant ist dabei das Layout der Boxenanlage: Wer die Garage seines Teams ansteuern möchte, fährt am Ende der Geraden einfach weiter geradeaus Richtung Alexanderplatz, denn Zu- und Ausfahrt der Boxengasse liegen in Verlängerung der Spitzkehre ebenfalls auf der Karl-Marx-Allee.

Der erste Alleskönner unter den Rennreifen

Start frei: Die mit MICHELIN Pilot Sport EV bereiften Boliden beschleunigen in weniger als drei Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Reifenwechsel sind in der FIA Formel E nicht vorgesehen – und wegen des strikt begrenzten Kontingents auch kaum sinnvoll. Jeder Fahrer erhält pro Rennwochenende insgesamt zehn Reifen. Praktisch verfügen die Piloten also an jedem ihrer zwei Autos über einen Reifensatz plus einen Ersatzpneu. Als offizieller Partner der FIA Formel E-Weltmeisterschaft stellt Michelin allen Teams den speziell für Elektrorennwagen entwickelten Rennreifen MICHELIN Pilot Sport EV zur Verfügung. Er weist einzigartige Qualitäten auf: Während es in anderen Rennserien seit Jahrzehnten üblich ist, dass die Fahrer die Wahl haben zwischen Trockenreifen mit verschieden harten Laufflächenmischungen plus einem oder mehreren Regenreifentypen, ist der MICHELIN Pilot Sport EV für alle Bedingungen gleichermaßen gut geeignet. Bei trockener Fahrbahn erreicht er fast die Performance eines profillosen Slicks, bei Nässe bietet er ebenso viel Grip wie ein spezieller Regenpneu. Durch die Entwicklung dieses Allrounders unterstützt Michelin den Nachhaltigkeitsgedanken der Formel E sehr wirkungsvoll. Denn seine Vielseitigkeit erlaubt es, die Anzahl der Reifen, die produziert und rund um die Welt transportiert werden, massiv zu verringern. Das spart Ressourcen und Energie.


Ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung des MICHELIN Pilot Sport EV war das Drehmoment, das Elektromotoren an die Antriebsräder schicken. "Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor haben die Formel E-Boliden von Beginn der Beschleunigung an ein konstantes Drehmoment", erklärt Serge Grisin, Projektleiter FIA Formel E bei Michelin Motorsport. "Dies wirkt sich zwangsläufig auf das Handling des Reifens aus – und zwar über die Gummimischung wie auch das Profil. Dabei konnten wir auf die Erfahrungen zurückgreifen, die wir in Versuchen mit rennsportnahen elektrisch angetriebenen Prototypen gesammelt hatten." Auf Basis von deren Leistungscharakteristik – die stark von der eines Verbrennungsmotors abweicht – entwickelte Michelin zunächst neue Simulations-Tools und damit letztlich den wegweisenden MICHELIN Pilot Sport EV.

eVillage: Der Anlaufpunkt für Action und Abenteuer

Direkt hinter dem Fahrerlager schließt sich das eVillage an, nur durch die Otto-Braun-Straße vom berühmten "Alex" getrennt. Dieser Entertainment-Bereich des Berlin ePrix ist für alle Besucher auch ohne Ticket frei zugänglich. Hier finden beispielsweise die Siegerehrung, eine Autogrammstunde der Fahrer, die Qualifying-Auslosung, ein Fahrsimulatoren-Wettbewerb mit den Formel E-Piloten und das Musikprogramm statt. Zudem stellen Partner der Rennserie Aktionen rund um die Themen Elektromobilität und nachhaltige Technologien vor. Michelin präsentiert sich in diesem Jahr vor Ort allen Motorsportfans und Besuchern mit einem eigenen Stand. Hier gibt es Infos und Unterhaltung zu der Marke Michelin, dem Thema Reifen und natürlich zum Motorsport. Mit ihren Auftritten in den Städten, dem Entertainment und der interaktiven Einbindung der Fans lockt die FIA Formel E ein breites, tendenziell junges Publikum an. Michelin als Partner der Rennserie möchte dieser Zielgruppe – die sich gerade die Welt des Automobils erschließt – vermitteln, wie wichtig der richtige Reifen für eine nachhaltige Mobilität ist. Durch die ständige Verbesserung in Sachen Sicherheit, Performance und Energieeffizienz ergeben sich für Autos mit Verbrennungsmotoren deutliche Kraftstoffeinsparungen, für Elektromotoren eine höhere Reichweite.

Mehr Leistung durch FanBoost

Lucas di Grassi kommt als Tabellenführer zum Heimspiel seines Teams ABT nach Berlin.

Seit dem Start der Formel E werden die Fans bereits vor den Rennen intensiv ins Geschehen einbezogen. Bestes Beispiel: Dank FanBoost können sie das Renngeschehen direkt beeinflussen. Drei Fahrer, die die Online-Abstimmung vor einem ePrix gewinnen, dürfen für fünf Sekunden die Leistung von 150 kW (etwa 202,5 PS) auf 180 kW (243 PS) steigern. Über den Zusatzschub stimmen Formel E-Fans vor dem Rennen über die Internetseite www.fiaformulae.com oder die kostenlose Formula E App (für iOS und Android) ab. Viele Teams drehen dazu originelle Internetvideos, in denen die Piloten um Stimmen werben.


Gleich zwei deutsche Piloten erleben beim ePrix von Berlin ein Heimspiel. Der 186-malige Grand Prix-Teilnehmer Nick Heidfeld startet in dieser Saison für das indische Mahindra-Team. Der Mönchengladbacher begann die Saison mit einem Podestplatz in Peking und liegt derzeit auf Rang acht der Fahrerwertung. Nur neun Punkte dahinter rangiert der 23-jährige Daniel Abt, der für den deutschen Rennstall ABT Schaeffler Audi Sport startet. Interessantes Detail: Mehr als die Hälfte des aktuellen Feldes besitzt Formel 1-Erfahrung. Mit Dragon-Pilot Loïc Duval und dem zweifachen Saisonsieger Sébastien Buemi (Renault e.dams) starten zudem die Langstrecken-Weltmeister von 2013 und 2014 in der Formel E. Beide gewannen ihre WM-Titel mit Reifen von Michelin.

Der Zeitplan des Berlin ePrix

Zum Erfolgsrezept der Formel E gehört es, dass der komplette ePrix an einem Tag stattfindet. So erhalten die Zuschauer reichlich Gelegenheit, die Rennwagen in Aktion zu erleben, und der Verkehr in der Stadt wird nicht länger als nötig gestört.
Für den ePrix von Berlin am Samstag, 21. Mai 2016, sieht der Zeitplan wie folgt aus:

08:15 – 09:00 Uhr: 1. Freies Training
10:30 – 11:00 Uhr: 2. Freies Training
12:00 – 13:00 Uhr: Qualifying
16:00 – 17:00 Uhr: Rennen
(alle Uhrzeiten MESZ)


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