Michelin zieht sich zurück

Michelin zieht sich zurück

— 16.12.2005

Au revoir, Formel 1

Michelin steigt aus der Formel 1 aus. Ende der Saison 2006 soll Schluß sein mit dem Engagement der Franzosen in der Königsklasse.

Der französische Reifenhersteller Michelin will nach der Rennsaison 2006 aus der Formel 1 aussteigen. Konzern-Chef Edouard Michelin begründet den Schritt damit, daß "§die Management-Praxis der Wettbewerbs-Organisatoren der Sport-Philosophie des Unternehmens" widerspreche. Hintergrund ist die Entscheidung des Internationalen Automobil-Verbands (FIA), nur noch auf einen Reifenlieferanten zu setzen. Diese Unsicherheit könne keine langfristigen Investitionen rechtfertigen, sagte Michelin.

Nach Michelins Ausstieg würde nur noch der japanische Konkurrent Bridgestone die Teams mit Reifen ausrüsten. Michelin beliefert zur Zeit sieben und im kommenden Jahr fünf der zehn Formel-1-Mannschaften. Im Juni kam es zwischen dem Konzern und der FIA zum Streit, weil sieben von Michelin ausgerüstete Teams aus Sorge über die Sicherheit ihrer Reifen nicht beim US-Grand-Prix in Indianapolis starten konnten. Das Unternehmen erklärte nach Konsultationen mit seinen Teams – McLaren/Mercedes, BMW/Sauber, Renault F1 und Honda Racing F1 – der Schritt zu einem einzigen Lieferanten sei unvermeidbar. In der Saison 2006 werde es jedoch noch mit der Formel 1 zusammenarbeiten. Hintertürchen: Eine Rückkehr in den Wettbewerb sei möglich, wenn sich die Regeln tiefgreifend änderten.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.