Mileworks E-Rod

Mileworks E-Rod

— 20.05.2009

Elektro-Renner aus Deutschland

E-Rod heißt der 230 PS starke Elektro-Roadster, mit dem die Wiesbadener Firma Mileworks ab 2010 Geld verdienen will. Das Konzeptmodell fährt bereits. Was fehlt, ist eine passende Fabrik.

So richtig können sich die Experten noch nicht entscheiden, ob dem Elektro-Antrieb denn nun die automobile Zukunft gehört, oder nicht. Ist vielleicht auch gar nicht so wichtig. Denn während die Köpfe der Theoretiker noch qualmen, werden sie rechts von der Realität überholt. Denn die elektrische Gegenwart hat längst begonnen. Der Strom-Renner von Tesla kostet zwar hierzulande fiese 120.000 Euro – beruhigt das grüne Gewissen aber ungemein. Und weil Daimler gerade zehn Prozent der kalifornischen Strom-Bude geschluckt hat, wird das Thema Elektroauto auch zeitnah konservativste Gesprächskreise erobern. Da passt es wunderbar, dass auch kleinere Firmen die elektrische Fortbewegung auf dem Zettel haben. Die Wiesbadener Firma Mileworks, zum Beispiel. Automobil gesehen ein unbeschriebenes Blatt. Aber ambitioniert.

Spätestens im Frühjahr 2010 soll der Verkauf des E-Rod starten

Basis des Mileworks E-Rod ist der schicke Retro-Flachmann Rudolph Roadster.

Gerade hat das Team um Mileworks-Chef Steffen Borngräber den E-Rod auf der Messe "the electric avenue" in Friedrichshafen vorgestellt. Der zweisitzige Elektro-Speedster wurde gemeinsam mit dem Kleinserienhersteller Rudolph Perfect Roadster aufgebaut und soll innerhalb kürzester Zeit zum Serien-Sportwagen entwickelt werden. "Spätestens im Frühjahr 2010 werden wir mit dem Verkauf des E-Rod starten", verspricht Steffen Borngräber. Wie gesagt, sehr ambitioniert. Aber auch recht verlockend. Denn der E-Rod hat es in sich. Der Elektro-Renner  wird von zwei Elektromotoren mit je 115 PS und 1050 Newtonmeter maximalem Drehmoment angetrieben. Bei einem Gewicht von nur einer Tonne schafft es der Speedster so in sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die für die Motoren erforderlichen Akkus können an herkömmlichen 220 Volt-Steckdosen "betankt" werden. Dauer: zwischen 6 und 8 Stunden.

Noch fehlt ein passender Produktionsstandort

Unter 60.000 Euro soll der E-Rod 2010 kosten. Eine sportliche Kalkulation. Damit die sich rechnet, sollten bereits im ersten Jahr 1500 Fahrzeuge verkauft werden. Im zweiten Jahr, so Borngräber, "müssen wir dann fünfstellig werden". Aktuell ist der E-Rod aber ein Einzelstück – noch hat die Mileworks-Truppe nämlich noch keinen passenden Produktionsstandort gefunden. Wir drücken die Daumen!

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