Militär: Die Panzer von morgen – Update!

— 14.04.2013

Jetzt kommt der neue Polen-Panzer

Fast unsichtbar, hoch flexibel und vollgestopft mit Hightech – so sieht die Zukunft der Panzer aus. Es gibt erste Details, wie sich die Polen für mögliche Krisen rüsten.

Alle fünf bis sieben Jahre überarbeiten Autohersteller wie BMW oder VW ihre Modellpalette. In dieser Zeit laufen sich Panzer gerade einmal warm, um dann mindestens noch zwanzig Jahre im Dienst zu sein. Kein Wunder also, dass Rüstungsunternehmen und Militär alleine für die Planung neuer Stahlmonster eine Weile brauchen, damit die Panzer den Ansprüchen so lange gerecht werden. In dieser Phase befinden sich aktuell die USA, Russland, China und Polen. Mit einem geschätzten Auftragsvolumen von 600 Stück haben die Polen das größte europäische Panzer-Projekt am Start. Für das Vorhaben kooperieren sie mit dem britischen Rüstungs-Konzern BAE. Gemeinsam wollen sie eine Plattform in der 25-Tonnen-Plus-Klasse für Schützen-, Sanitäts-, Transport-, Späh- und Bergepanzer entwickeln – ein Basis-Panzer für alles quasi. Letztendlich ist das nichts anderes als der Modulare Querbaukasten (MQB) von VW, der unter dem neuen Golf, Skoda Octavia oder auch Audi A3 steckt.

Neue US-Panzerwumme und ihre Konkurrenz

BAE M109A6 Paladin PIM N-LOS-C M109


Erlkönig-Bilder gibt's nicht nur bei Autos: Hier wurde der künftige China-Panzer abgeschossen.

Das Reich der Mitte – das Land mit dem weltweit zweitgrößten Militärhaushalt – hat seine Ausgaben um 7,8 Prozent auf geschätzte 166 Milliarden Dollar gesteigert. Da verwundert es nicht, wenn das Gerücht umgeht, die Chinesen entwickeln einen neuen Panzer. "Erlkönig-Bilder" untermauern den Verdacht, dass die asiatische Panzer-Zukunft vor allem leichtgewichtiger wird und sich am modernen westlichen Design orientiert.

Groß, schwer oder gepanzert: Schwermetall bei autobild.de

Großes Paket für die Amis: Wie die Autokonzerne, wollen auch die Militärs eine Plattform für alle Modelle.

Die Amis wollen einen neuen Panzer für die Infanterie, mit genug Platz für neun Soldaten und die dreiköpfige Besatzung. Damit soll die Lücke zwischen Schützenpanzer Bradley und Kampfpanzer Abrams geschlossen werden. Optisch orientiert sich das neue Modell am Vorgänger, technisch soll aber alles neu werden. So arbeitet man beispielsweise an einem Hybrid-Antrieb. Zudem steckt jede Menge neue Computer-Hightech an Bord. Die Soldaten sind so über das Fahrzeug im ständigen Datenaustausch mit der Kommandozentrale. Je nach Einsatzszenario kann die Basisplattform mit verschiedenen Waffen und Panzerungen versehen werden.

Zukunftsweisend: Modernster Schützenpanzer der Welt

Die Zukunft hat bereits begonnen. Mit dem CV-90 zeigt BAE, wie man einen Panzer unsichtbar macht.

Ein Panzer, zig Funktionen: Wie das funktioniert, macht BAE mit dem schwedischen Panzer CV-90 vor. Der recht flache Panzer ist absolut flexibel, kann sogar die Kanone eines Schützenpanzers aufnehmen. Daneben ist die modernste Variante als Truppentransporter, Sanitätsfahrzeug oder auch Mörserträger einsetzbar. Der Schwedenpanzer zeigt bereits jetzt einen weiteren Trend von BAE: Mit speziellen Platten auf dem Panzer, sieht er für Nachtsichtgeräte aus wie ein Auto oder eine Mauer. Neben dem CV-90 dienen der israelische Namer und der deutsche Puma als Vorbild für den künftigen US-Panzer.

Neues Gerät für die Spezialeinheiten von morgen

Unter dem Projektnamen Armata plant Russland eine ganz neue Generation von Panzern.

In Russland plant man für 2013 eine ganz und gar neue Panzer-Generation. Das gilt sowohl für Schützenpanzer als auch für die großen Kampfpanzer. Bekannt ist bereits, dass eine einheitliche Plattform für alle möglichen Panzertypen entwickelt wird. Zudem hat der Hersteller Uralwagonsawod kürzlich ein erstes Modell des zukünftigen Schwergewichts gezeigt. Davon lässt sich bereits einiges ableiten. Welche Panzer sich in Zukunft in den Krisenherden dieser Welt bewegen, sehen Sie oben in der Bildergalerie.

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Kommentare zum Artikel (9)

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Derock
31.05.2013, 12:13Uhr

Das manche sich selbst bei so einem Thema über VW aufregen müssen ist schon etwas amüsant :D .. das muss irgendwie patologisch sein.

nagmashot
29.04.2013, 07:04Uhr

@priusfahrer ach und Toyota und Co geben nicht vergleichbare Summen für Werbung aus? Lächerlicher Kommentar

Range Robert
28.04.2013, 15:04Uhr

Na ja das mit VW ist mir auch aufgefallen. Die Frage ist ja nur: wer hat's erfunden? Sicher nicht VW, wenn schon die Rüstungsindustrie, die das schon seit Jahrzehnten macht.
Ein anderer Kommentar aber stört mich und zeigt mir, dass in der B Redaktion wohl Leute arbeiten, die gar nichts von der Sache verstehen, von der sie schreiben! Die "absurde Kanone" ist der Beweis dafür! Der Herr Schreiber sollte sich einfach mal mit Kanonen auseinandersetzen, bevor er solchen Stuss schreibt.
Bleibt einfach bei Volkswagen und dann seid ihr in guter Gesellschaft, aber lasst die Finger von Waffen.

090583600
26.04.2013, 11:50Uhr

Sehr geehrte Damen u. Herren der Redaktion, Ihre Liaison m. dem VW-Konzern muss schon einen ausgesprochen obsessiven Charakter haben, wenn Sie es sich schon bei einem Artikel über Waffen schon nicht mehr verkneifen können, einen Vergleich zum VW Golf herzustellen

"...Letztendlich ist das nichts anderes als der Modulare Querbaukasten ... von VW, der unter dem neuen Golf....steckt"

Ihre Arroganz, die in diesem Satz zum Vorschein kommt ist schlichtweg unfassbar; die journalistische Darstellungsform entbeert jeglicher Professionalität. Dies lässt sich auch immer wieder bei Vergleichstests der Gattung Auto aus Wolfburg gegen Auto aus nirgendwo erkennen. Es muss schon sehr verdummte od. dumme Bevölkerungsschichten in Deutschland geben, die Ihren immer wieder vorgekauten Blödsinn f. wahr nehmen

Prius3Fahrer
15.02.2013, 07:50Uhr

@ Eisbombe ! 60 Millionen gibt der VW Konzern zumindest für Werbung aus, wieviel davon die Autobild abbekommt weiß ich nicht genau :-)

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