Militär: Wölfe

Mercedes Wolf Mercedes Wolf Mercedes Wolf

Militär: Wölfe

— 25.07.2013

Zuwachs fürs Wolfsrudel

Die Schweizer Armee entscheidet sich für die Mercedes G-Klasse – den Wolf. Auch deutsche-, britische-, russische- und chinesische Militärs setzen auf das Rudeltier.

Militärs sind Tierfreunde. Zumindest wenn es um ihre Fahrzeuge geht. Leopard, Puma, Bison oder Husky, die Namen gepanzerter Fortbewegungsmittel erinnern an einen Zoo-Besuch. Am häufigsten trifft man auf die Gattung der Wölfe. In Deutschland basiert das Rudeltier auf der Mercedes G-Klasse. Sie verrichtet seit über 20 Jahren treu ihren Dienst in der Bundeswehr. Jetzt entscheidet sich auch die Schweizer Armee für den Mercedes-Wolf, der die 4189 PUCH-Geländewagen nach und nach bis 2021 ablösen soll. Basis des Schweizer Wolf ist der moderne 300 CDI mit 184 PS und 400 Nm Drehmoment. Er konnte sich in Tests der armasuisse, dem Kompetenzzentrum für Beschaffung und Technologie der Schweizer Armee, gegen drei Mitbewerber durchsetzen. Bei den Erprobungen wurden vier Musterfahrzeuge auf Herz und Nieren getestet, über die Alpen gejagt und Minusgraden ausgesetzt.

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Britische Army-Soldaten mit dem Land Rover Wolf unterwegs im Irak. Auf die Panzerung wurde hier verzichtet.

Der in England beheimatete Wolf stammt vom zivilen Land Rover Defender ab. Mit seinen 1,6 Tonnen wiegt der Landi in der Kurzversion eine Tonne weniger als der deutsche Wolf, unterscheidet sich aber kaum im Größenverhältnis. Das Cockpit ist ähnlich spartanisch wie beim Mercedes. Wichtiger als Komfort ist der Platz für die Soldaten samt Ausrüstung. So bietet auch der Landi-Wolf jede Menge Halterungen für Waffen. Anders als die beiden alten europäischen Wölfe ist der russische Wolf (russisch: Volk) ein Jungtier, das erst noch lernt zu jagen. Seit 2010 ist der Volk in der Erprobung. Anders als Land Rover und Mercedes hat der Russe keine direkten zivilen Vorbilder. Hersteller VPK hat allerdings als militärische Sparte der GAZ-Gruppe Erfahrungen mit Trucks und Bussen. Kaum verwunderlich, dass er standardmäßig 2,5 Meter länger ist als die kurzen Versionen von Defender und G-Klasse.

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Den russischen Wolf gibt es neben der 4x4-Variante auch als 6x6. Gleiches beim Mercedes Wolf.

Seine 7,5 Tonnen beinhalten allerdings eine Panzerung, die in der Basisversionen der anderen beiden fehlt. Zuletzt haben wir es mit einem sehr scheuen Exemplar zu tun: dem chinesischen Wolf. Abgesehen von einem leicht verwackelten Video-Clip (siehe unten) gibt es recht wenig vom Jüngsten im Wolfsrudel. Das Militärfahrzeug wurde im Sommer 2012 vorgestellt. Mit seiner Größe und dem Gewicht (5,8 Tonnen) ordnet sich der Chinese hinter dem Volk und vor den Basisversionen der beiden Europäer ein. Weitere Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Wölfe sehen Sie in der Bildergalerie.

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