Dieter Zetsche

Milliardenverlust für Daimler

— 29.07.2009

Blutrote Zahlen

Die Wirtschaftskrise hat erneut Blutzoll gefordert. So schrieb Daimler auch im zweiten Quartal 2009 tiefrote Zahlen. Vorstandschef Zetsche sah jedoch einen Hoffnungsschimmer für den Stern.

(dpa/cj) Daimler hat auch im zweiten Quartal des Jahres 2009 einen Milliardenverlust eingefahren. Wie der Autobauer am Mittwoch (29. Juli 2009) in Stuttgart mitteilte, sackte das Ergebnis unter dem Strich von plus 1,4 Milliarden auf minus 1,06 Milliarden Euro ab. Das operative Ergebnis ging von plus 2,05 Milliarden Euro im Vorjahr auf einen Fehlbetrag von 1,0 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz lag bei 19,6 Milliarden nach 26 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2008. Der Absatz reduzierte sich um 31 Prozent auf 391.540 Fahrzeuge. Vorstandschef Dieter Zetsche sagte, er rechne auch für das Gesamtjahr mit einem deutlichen Umsatz- und Absatzrückgang. Angaben zur Ergebnisentwicklung machte der Manager nicht. Daimler hatte aber bereits angekündigt, auch die Gewinnziele von 2008 wegen der weltweiten Autokrise nicht zu erreichen.

Zetsche: Sparmaßnahmen greifen

Nach Angaben des Unternehmens sind Sondereffekte aus der endgültigen Chrysler-Trennung und der Lastwagensparte mitverantwortlich für das schlechte Ergebnis. Die massiven Bremsspuren bei dem Premiumhersteller hatten bereits im ersten Quartal 2009 eingesetzt, als der Netto-Verlust bei 1,3 Milliarden und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei minus 1,4 Milliarden Euro lagen. 332.300 Pkw und Nutzfahrzeuge konnten die Stuttgarter in den ersten drei Monaten des Jahres absetzen. Zetsche sagte, die Verringerung der Verluste im Vergleich zum Start ins Jahr 2009 zeige, dass die umfangreichen Sparmaßnahmen bei dem Autobauer mittlerweile griffen. "Ein Vergleich mit dem sehr guten Vorjahresquartal macht aber auch deutlich, welche Hausaufgaben noch vor uns liegen." Daimler hat bereits ein Sparprogramm im Volumen von vier Milliarden Euro aufgelegt. Nach Einschätzung des Managers wird das Pkw-Geschäft im zweiten Halbjahr anziehen. Größtes Sorgenkind bleibe der Lkw-Absatz.

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