Millionenbetrug um Citroën

Millionenbetrug um Citroën

— 10.07.2003

Bestellt und nicht abgeholt

Zwei Fälscher haben in Österreich 5899 Citroën als "Dienstwagen" bestellt. Schaden für die Franzosen: 43 Millionen Euro.

Citroën ist in Österreich Opfer eines millionenschweren Schwindels geworden: Mit gefälschten Papieren haben zwei Betrüger im Namen des Innenministeriums, der Caritas, des Hilfswerks und der FPÖ offenbar 5899 Wagen der Typen C5, C8 und Xsara Picasso bei den Franzosen geordert. Die Autos stehen jetzt ohne Käufer auf Halde, der Schaden soll mehr als 43 Millionen Euro betragen.

Peter K. (58) und Peter Sch. (56, Ex-FPÖ-Funktionär) stehen im Verdacht, die Wagen mit gefälschten Unterschriften und Stempeln bestellt zu haben. Wie sie mit dem Schwindel Geld machen wollten und warum der Betrug bei Citroën keinem aufgefallen ist (die Menge entspricht immerhin 80 Prozent des Jahresabsatzes von Citroën in Österreich), wird derzeit noch untersucht. Laut der Tageszeitung "Der Standard" dürften die Verdächtigen "Spesen bei der Geschäftsanbahnung" in Rechnung gestellt haben. Citroën Österreich verweigert dazu jeden Kommentar.

Klar ist, dass der Hersteller jetzt ein Problem hat: Die Wagen sind durchweg weiße Standardausführungen und damit an Privatleute kaum verkäuflich. Die Branche lästert schon: "Bald gibt es hier weiße Citroën zum Schnäppchenpreis."

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