Mineralölkonzerne reagieren auf hohe Ölpreise

Mineralölkonzerne reagieren auf hohe Ölpreise

— 11.09.2002

Die Benzinpreise klettern weiter

Autofahrer müssen an der Zapfsäule wieder tiefer in die Tasche greifen. Im Schnitt stieg der Preis pro Liter um drei Cent.

Nach dem Shell-Konzern und Total-Fina-Elf haben auch die anderen großen Mineralölkonzerne in Deutschland ihre Benzinpreise erhöht. Im Bundesdurchschnitt wurde Benzin und Diesel damit drei Cent teurer. Die Konzerne begründeten die Erhöhungen mit den stark gestiegenen Preisen an den internationalen Ölmärkten. Dort hatte die Furcht vor einem Krieg im Irak seit vergangener Woche zu deutlichen Verteuerungen geführt.

Auch bei Rohöl zogen die Preise weiter an, was sich üblicherweise aber erst bei einem lang anhaltenden Trend auf die Benzinpreise auswirkt. In London wurden für ein Barrel (159 Liter) am späten Nachmittag knapp über 29 Dollar gezahlt und damit ein halber Dollar mehr als am Vortagesschluss. Zuletzt hatte der Ölpreis nach den Terroranschlägen vom 11. September vergangenen Jahres ein vergleichbar hohes Niveau erreicht.

Rainer Wiek vom Hamburger Energie Informationsdienst (EID) rechnet damit, dass die Preise bei Kriegsausbruch im Irak durchaus auf bis zu 40 Dollar pro Barrel steigen könnten. Zu einer Versorgungskrise in Deutschland werde der Kriegsfall allerdings wohl nicht führen. "Die Russen würden gerne mehr Öl nach Europa liefern." Zudem sei die Nachfrage nach Öl wegen der lahmen Konjunktur geringer als in den Vorjahren.

Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) hat unterdessen seine Wachstumsprognose für 2002 deutlich nach unten revidiert. Das IWH teilte mit, es rechne nunmehr nur noch mit einem deutschen Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 0,6 Prozent nach bislang 0,9 Prozent. Die Flut entlang der Elbe werde mehr oder weniger konjunkturneutral wirken.

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