Mini Cooper S E Countryman All4 (2017): Test

Mini Cooper S E Countryman All4 (2017): Test

— 10.05.2017

So stark wie ein John Cooper Works

Der Mini Countryman Plug-in-Hybrid kommt mit dem Antrieb aus dem BMW 2er Active Tourer – seine Stärke ist die Elektrounterstützung. AUTO BILD ist ihn gefahren.

Die Daten lesen sich vielversprechend: Der Mini Cooper S E Countryman kommt mit einer Systemleistung von 224 PS und einem maximalen Drehmoment von 385 Newtonmetern – das klingt schon mal ganz knackig. Klingt nach dem Topmodell John Cooper Works, ist aber ein Plug-in-Hybrid. Die Technik stammt aus dem BMW 2er Active Tourer. Wie sich der Plug-in-Countryman fährt, hat AUTO BILD bereits getestet.

Nur 2,3 Liter Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer

Im Test reichte die Batterie im Plug-in-Hybrid-Countryman für 32 elektrische Kilometer.

Im Stop-and-go-Verkehr spielen die 7,6-kWh-Batterie und die 88 PS des Elektromotors ihre Stärken aus: Bis Tempo 125 bleiben der Dreizylinder-Motor und damit die Vorderachse außen vor. Rund 40 Kilometer weit soll die Leistung der Akkus den Plug-in-Hybrid-Countryman tragen, in der Realität ist dieser Wert – wie beim baugleichen 2er Active Tourer Hybrid (Fahrbericht hier) – eher illusorisch. Im Test waren es knapp 32 Kilometer, was durchaus in Ordnung ist. Die E-Unterstützung wirkt sich positiv auf den 1660 Kilogramm schweren Countryman aus. Im Stadtverkehr bleibt der Verbrauch im Zehntel-Liter-Bereich, unterm Strich beträgt der Norm-Durchschnittsverbrauch 2,3 Liter pro 100 Kilometer. Solange die Batterie noch Saft hat, steht auch der Mini in dem selbigen. Heißt: Der Antritt ist explosiv und der E-Crossover lässt selbst mächtige V8-Pick-ups an der Ampel schlecht aussehen. Und zwar so schlecht, dass dem coolen Dodge Ram-Fahrer fast die verspiegelte Oakley-Sonnenbrille von der Nase fällt, als er dem Countryman hinterherschaut und sich dabei fast den Halswirbel ausrenkt. Nominell sind es 6,8 Sekunden bis die 100-km/h-Marke geknackt ist, während die Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h nicht unbedingt beeindruckt.

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Straffes Fahrwerk und drei Fahrmodi

Auf schlechten Straßen mit vielen Schlaglöchern müht sich das straffe Fahrwerk zwar nach Kräften klarzukommen, schafft das aber nicht durchgängig. Drei Fahrmodi – "Auto eDrive", "Max eDrive" und "Save Battery" stehen zur Verfügung: Wir wählen "Auto eDrive" lassen die Software entscheiden, wann die Hinterachse eingreift und aus dem Fronttriebler ein Allrad-Modell wird.

Auf Landstraßen freut man sich über die direkte Lenkung

Auf Landstraßen freut man sich über die direkte Lenkung des Mini Countryman S E.

Das Zusammenspiel von Elektromotor und Verbrenner funktioniert reibungslos, wenn man mal ein paar Kilometer freie Fahrt erwischt, kann sich die Kraft der zwei Antriebsherzen frei entfalten und der Spaß kommt auch am Fahrersessel an. Auf Landstraßen freut man sich über die direkte Lenkung des Mini Countryman S E. Sobald sich die Batterie leert und der Boost nur noch beim Kickdown zur Verfügung steht, müht sich der 136-PS-Dreizylinder nach Kräften, wirkt aber vor allem im oberen Drehzahlbereich etwas zugeschnürt. Damit die Batterie und der E-Motor wieder voll mitmischen können, muss der Countryman an das Stromnetz: An einer 3,6 kW-Ladestation nimmt er sich dafür zweieinhalb Stunden Zeit, an der heimischen Steckdose dauert das Tanken 45 Minuten länger.

Preis und Kofferraumvolumen

Beim Preis orientiert man sich am Top-Diesel. Also kostet die Plug-in-Hybrid-Version des Countryman 35.900 Euro, genauso viel, wie der Countryman SD mit Allradantrieb und 190 PS. Durch die Akkus im Unterboden schrumpft auch das Kofferraumvolumen ein wenig auf 405 bis 1275 Liter (Countryman: 450 bis 1390 Liter).

Technische Daten

Mini Cooper S E Countryman All4 ● Motor: Dreizylinder-Benziner plus E-Motor ● Hubraum: 1.499 cm³ ● Leistung: 165kW (225 PS) ● maximales Drehmoment: 385 Nm ● Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h ● Beschleunigung 0-100 km/h: 6,8 s ● Getriebe: Sechsgang-Automatik ● Antrieb: Allrad ● Verbrauch: 2,3 l/100 km ● Preis: 35.900 Euro.

Mini Cooper S E Countryman All4 (2017): Test


Autor: Wolfgang Gomoll

Stichworte:

Plug-in-Hybrid

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