Mini in Genf 2006

Mini Concept Geneva (2006) Mini Concept Geneva (2006)

Mini in Genf 2006

— 21.02.2006

Duo Monte Carlo

Vierte Messe, vierte Studie: Für Genf hat Mini sein Kombi-Concept in ein Rallye-Begleitfahrzeug verwandelt. Außerdem im Gepäck: der 218 PS starke Cooper S Works GP.

Wenn sich Mini bis zum Serienstart des neuen Kombi (2009) noch mehr Zeit lassen würde, dann hätte das treue Messepublikum sicher kein Problem damit. Denn bei jedem neuen Auftritt hat die BMW-Tochter ein weiteres, langes Studien-As im Ärmel, stets zurechtgeschnitten auf ein bestimmtes Thema. Auf dem 76. Internationalen Auto Salon in Genf geht es um die Rallye Monte Carlo, in der sich Mini 1963/64 den ersten Gesamtsieg sicherte.

Die aktuelle Kombi-Studie heißt "Concept Geneva" und kommt als Rallye-Begleitfahrzeug daher – mit jeder Menge Platz und Staumöglichkeiten für Ausrüstung und Servicematerial. Hier geht es also weniger um Power und Fahrleistungen. Für die sorgt schon der ebenfalls debütierende Cooper S mit John Cooper Works GP Kit: 218 PS schieben die auf 2000 Stück limitierte, puritische Rennversion ab Juli 2006 in 6,5 Sekunden auf Tempo 100. Aus Gewichtsgründen müssen allerdings auch die Rücksitze dran glauben – fehlender Platz fürs Renngepäck, den der Geneva locker wieder wettmacht.

Durch den langen Radstand gibt es in der zweiten Sitzreihe des Kombis ausreichend Platz für zwei Personen, alternativ für umfangreiche Ausrüstung. Die Lehnen der Rücksitze können einzeln umgeklappt werden und bilden dann eine ebene Fläche mit dem Kofferraumboden. Die symmetrisch geteilten Hecktüren sind das A und O der Studie und öffnen dank Parallelogramm-Kinematik glechzeitig zur Seite und nach vorne. Wieder dabei ist die "Cargobox", deren Deckel sich nach hinten ausziehen läßt und einem als Einladehilfe sogar entgegenfährt. Ihre durchsichtige Abdeckung läßt sich nach oben schwenken und dient dann als Trennwand zwischen Passagier und Laderaum.

Auf Rallye getrimmt ist auch die sogenannte "Sports Utility Box", eingehängt in den hinteren Seitenfenstern. Im Concept Tokyo waren hier noch Teebeutel untergebracht, im Concept Detroit Sport-Accessoires für den Ski-Ausflug. Die Boxen des "Geneva" transportieren Nützliches für den Motorsport und bieten an dieser Stelle einen Feldstecher nebst komplettem Schraubenschlüssel-Satz – falls es zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommen sollte, lockere Muttern zum Beispiel oder heiße Töchter am Pistenrand.

Im Cockpit nehmen Fahrer und Beifahrer auf schwebend aufgehängten Sitzen Platz und blicken auf das zentrale Info-Display "Center Speedo". Weißes Leder, Aluminium und Carbon erzeugen eher den Eindruck einer coolen Lounge, als hitzige Rallye-Atmosphäre zu verbreiten. Wer nicht zum Mini-Team gehört und draußen bleiben muß, kann sich immer noch am "Satellite-Silver-Metallic-Lack" ergötzen, der je nach Betrachtungswinkel von Mattgrau bis Strahlendsilber wechselt. Das schwarze Seitenband entlang der Schweller und Radausschnitte besteht aus weichem Neopren – die Mini-Messetüftler sind halt immer wieder für Überraschungen gut.

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