Mini John Cooper Works Cabrio: Fahrbericht

Mini John Cooper Works Cabrio (2016): Fahrbericht

— 02.05.2016

So zackig fährt das 231-PS-Cabrio

Das John Cooper Works Cabrio ist die stärkste Ausbaustufe des offenen Mini – und gefällt mit seinem sportlich-gelassenen Fahrverhalten. Fahrbericht!

Von wegen Mädchenauto! Ein paar Runden im neuen Mini John Cooper Works Cabrio – und die Vorurteile kippen wie die Hütchen im Slalom-Parcours. Mit 231 Turbo-PS unter der Haube wird aus der automobilen Handtasche das perfekte Sportgerät für große Jungs. Kein Mini Cabrio war bislang stärker, keines schneller, keines knackiger – aber auch keines teurer. Wer jedoch das ultimative Mini-Open-Air-Feeling sucht, kommt hier ab 33.500 Euro auf seine Kosten.
Alle News und Tests zu Mini

Bis Tempo 30 öffnet und schließt das Dach innerhalb von 18 Sekunden.

Ein Knopfdruck am oberen Scheibenrahmen – und in 18 Sekunden hat sich der Mini seiner Stoffmütze vollelektrisch entledigt. Das Öffnen und Schließen klappt bis 30 km/h auch während der Fahrt. Exklusiv und optional für das JCW Cabrio gibt es die schwarze Mütze auch mit titangrau eingewebtem Union Jack-Muster (600 Euro). Die bescheidenen 215 Liter Kofferraum schrumpfen beim Cabrio auf mickrige 160 Liter zusammen, die noch dazu durch die Mini-Luke nur umständlich zu befüllen sind. Für sperriges Gepäck und den Wochenendeinkauf nutzt man besser die Rücksitze, auf denen ohnehin niemand Platz findet, der dem Vorschulalter entwachsen ist. Die Sicht nach hinten ist gleich null, Parkpieper im Heck gehören aber immerhin zur Serie.

Fahrbericht: Mini Cooper S Cabrio

Sportlich getrimmtes Interieur mit Kontursitzen

Das JCW-Dress ist eher dezent und setzt auf Understatement. Neu sind die vergrößerten Lufteinlässe in der Frontschürze und der hexagonale Kühlergrill in Wabenmuster mit roter Querstrebe am unteren Rand. LED-Scheinwerfer samt weißen Blink- und LED-Rückleuchten sind Serie. Auch Seitenschweller, schwarze Radhauseinfassungen und Heckschürze sind speziell für den JCW gestaltet. Kaum weniger sportlich getrimmt ist das Interieur: neu entwickelte Kontursitze mit integrierter Kopfstütze, Pedalerie und Fahrerfußstütze in Edelstahl sowie rote Kontraststreifen und Nähte an Multifunktionslenkrad, Sitzen und Schalthebel.
Vorstellung: Das ist das Mini JCW Cabrio

231 PS leistet der Zweiliter-Vierzylinder – 20 PS mehr als noch beim Vorgänger.

Knallrot springt der Kippschalter in der Mittelkonsole ins Auge, der dem 3,87 Meter Kraftzwerg Leben einhaucht. Der Zweiliter-Turbobenziner, der mit sanftem Grollen erwacht, leistet 231 PS, ein Plus von 20 PS gegenüber dem Vorgänger mit 1,6 Liter Hubraum. Auch das Drehmoment des Vierzylinder-Direkteinspritzers stieg um gut ein Viertel auf jetzt maximal 320 Newtonmeter, die bereits ab 1250 Touren anliegen und bis 4800 Touren nicht mehr locker lassen. Das verschafft dem Auto nicht nur einen spontanen Antritt, sondern einen kaum weniger beeindruckenden Durchzug. In Zahlen ausgedrückt sind das 6,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und 6,1 Sekunden von 80 auf 120 km/h. Die Spitze gibt Mini mit 242 km/h an.

Gebrauchtwagen-Test Mini One

Mini One Mini One Mini One

Der Fahreindruck: Gelassen, präzise, feinfühlig

Wendigkeit und Handling sind beim Mini ohnehin Legende. Hinzu kommt beim JCW serienmäßig ein Sportfahrwerk inklusive elektronischer Differenzialsperre, Traktionskontrolle und Brembo-Bremsanlage, das den Wagen auf die Straße tackert, eine messerscharfe Lenkpräzision mit feinfühliger Rückmeldung sowie eine Sportabgasanlage, die dazu den passenden Sound inklusive Zwischengas- und Fehlzündungsknattern aus den groß und mittig platzierten Auspuff-Endrohren grummelt. Dabei bleibt der Wagen auch in kniffligen Passagen gelassen, verzeiht gut- und großmütig Fahrfehler. Wer es noch etwas knackiger mag, kann optional auch dynamische Dämpfer (500 Euro) hinzubuchen, die sich über den Fahrmodischalter steuern lassen.

Präzise, feinfühlig und trotzdem gelassen – so präsentiert sich der Mini JCW.

Nicht notwendig, aber komfortabel ist die 6-Gang-Steptronic Sport (1850 Euro), die nicht nur schneller, sanfter und bequemer als jede Hand die Kraft verteilt, sondern den Mini beim Standardsprint auch noch besser aus den Startblöcken kommen lässt (6,5 Sekunden). Außerdem drückt die Automatik den Verbrauch um gut einen halben Liter. Denn trotz höherer Leistung und Hubraum soll der Spritkonsum des JCW gesunken sein, mit dem serienmäßigen manuellen Sechsganggetriebe nach EU-Norm auf 6,5 Liter (152 g/km CO2), mit der Steptronic auf 5,9 Liter (138 g/km CO2). In der Praxis sind das natürlich Fabelwerte.

Mini JCW/Opel Corsa OPC: Vergleich

Mini John Cooper Works Opel Corsa OPC Mini John Cooper Works Opel Corsa OPC Mini John Cooper Works Opel Corsa OPC
Autor:

Frank Wald

Fazit

Wenn schon Mini Cabrio fahren, dann auch richtig unvernünftig John Cooper Works. Vorausgesetzt, man hat das Geld dafür übrig und nicht allzu viele oder große Kinder zu chauffieren, ist das Power-Cabrio der ideale Gefährte für das sonnige Wochenende zu zweit – inklusive Abstecher zur Nürburgring-Nordschleife.

Stichworte:

Cabrio

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.