Mini Cooper JCW Pro im Test

Mini John Cooper Works Pro: Test

— 13.09.2016

Der fährt sich ins Sportfahrerherz

Fährt der werksverfeinerte Mini John Cooper Works Pro mit Sportfahrwerk und Klappenauspuff einen entscheidenden Vorteil zum Serien-JCW heraus?

So richtig überzeugen konnte uns der aktuelle Mini JCW bisher nicht: zu weichgewaschen das Fahrwerk, der neue Drehmomentmotor oben raus zu bieder. Geht das nicht deutlich besser? • Längsdynamik Der Zweiliter schaufelt unten mächtig, spricht sofort an, um zur Spitze dann deutlich die Lust zu verlieren. Ändern kann das der neue Sportauspuff nicht. Doch das Lied, das er spielt, lenkt herrlich knallend von der motorseitigen Schwäche ab.

Endlich löst der JCW sein Dynamikversprechen ein

Macht Laune: Mit dem neuen Sportfahrwerk wird der Mini JCW endlich zum brillanten Querdynamiker.

 • Querdynamik Landstraßenräuberei wird dank des Sportfahrwerks endlich wieder zur Spaßveranstaltung im Mini: agiles Einlenken mit viel Grip auch auf der Hinterachse, gut justierbar mit Lupfern am Gaspedal durch die Kurvenmitte zirkeln und schließlich ohne Tendenz zum Untersteuern herausbeschleunigen? Hat der JCW Pro viel besser drauf als seine Serienbrüder und knüpft damit endlich an seine fahrdynamisch brillanten Vorgänger an. Allein die taube Lenkung macht das Erfühlen der letzten Rille oft zum Ratespiel, was nicht zu den hohen erreichbaren Kurventempi passt. • Emotion Heckdiffusor und Carbonspiegel schmücken außen dezent. Wahrer Genussverstärker: die Sechsgangschaltung. Handgerissen flutschen die Gänge herrlich präzise durch die Gassen, salutiert vom automatischen Zwischengas.
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Richtig laut darf es der Mini nur auf der Rennstrecke treiben

Spielerei: Per Fernbedienung wird der Klappenauspuff geöffnet – auf öffentlichen Straßen ist das verboten.

Dazu dieser kleine Salzstreuer am Bändchen, der unschuldig in seinem Köcher wartet: Zweimal klicken öffnet den Klappenauspuff und macht den Mini zur waffenscheinpflichtigen Knallbüchse. Leider ohne Segen für öffentliche Straßen. Dem Reiz zu widerstehen, klappt in der Praxis natürlich nur höchst selten. • Alltag Fahrwerk einstellbar, Verbrauch auch mal unter sechs Liter und dazu die Wendigkeit in der Stadt. Was will man eigentlich mehr? • Preis/Leistung Über 34.000 Euro für einen sportlichen Kleinwagen sind schon happig – der Fahrspaßfaktor ist aber riesig.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Fahrzeugdaten Mini JCW Pro
Motor R4, Turbo
Einbaulage vorn quer
Hubraum 1998 cm³
kW (PS) bei 1/min 170 (231)/5200
Literleistung 116 PS/l
Nm bei 1/min 320/1250
Antrieb Vorderrad
Getriebe 6-Gang manuell
Bremsen vorn 335 mm /innenbel.
Bremsen hinten 259 mm
Reifengröße vorn 205/45 R 17
Reifengröße hinten 205/45 R 17
Maße L/B/H 3874/1727/1414 mm
Messwerte
0-100 km/h 6,3 s
60-100 km/h 3,5 s (4. Gang)
80-120 km/h 5,5/6,8 s (5./ 6. Gang)
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 33,4 m
aus 100 km/h warm 34,1 m
Vmax 246 km/h
Testverbrauch 8,2 l/100 km (Super Plus)
Leergew./Zuladung 1259/426 kg
Leistungsgewicht 5,5 kg/PS
Testwagenpreis 34.432 Euro


Autor:

Guido Komp

Fazit


Der Mini JCW Pro ist ein kleiner Schelm, der sich mit seinem animierenden Sound und der tollen Schaltung endlich wieder wie früher ins Sportfahrerherz fährt. Sein Fahrwerk trägt mit viel Grip und sehr gutem Restkomfort den Hauptanteil daran. Was uns jetzt zum Glück noch fehlt ? Ein Pro-Upgrade für den Motor.

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