Mini Paceman: Fahrbericht

— 10.11.2012

So fährt der Mini Paceman

Mit dem Paceman baut Mini das erste SUV-Coupé im Kleinformat. Das Konzept ist fragwürdig, doch der Erfolg scheint sicher. Erster Fahrbericht.



Mini bleibt das Trüffelschwein für Auto-Trends. Zur Frühlingssaison 2013 erscheint als neueste Mode der Paceman, das erste SUV-Coupé im Viermeter-Format. Eine ziemlich unsinnige Kreation – mit besten Aussichten auf den Titel "Newcomer des Jahres". Der Zweitürer folgt der Erfolgs-Masche, die BMW X6 und Range Rover Evoque vorgelebt haben: unten SUV, oben Coupé, also ein stämmiger Körper mit elegant schrägem Dach. Technik und Vorderwagen stammen vom Countryman, dem meistverkauften Modell der Marke. Die Kulleraugen sagen "ich bin Mini", stämmige Radhäuser und hohes Sitzen setzen die nötigen SUV-Schlüssel-Reize. Das Hinterteil mit dem sanft abfallenden Dach, den quer angeordneten Rückleuchten und dem Schriftzug auf dem Heckdeckel erfüllt mit geschicktem Design-Kino die wichtigste Vorausetzung für ein Coupé: Es sieht anders genug und so elegant aus, dass ausreichend Kunden noch 1200 Euro mehr hinblättern als für den gewiss nicht günstigen Countryman. Und dabei die praktischen Nachteile gelinde übersehen – die unpraktisch langen Türen etwa, den engeren Fond oder den 20 Liter kleineren Kofferraum.

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Der Kofferraum fällt nochmal 20 Liter kleiner aus als beim Coupé.

Mini bietet zum Verkaufsstart zwei Diesel (112 und 143 PS) und zwei Benziner (122 und 184 PS) ab 23.800 Euro. Der Topmotor im Cooper S für 27.600 Euro veredelt den Paceman zum verkappten GTI, der in 7,6 Sekunden auf Tempo 100 sprintet und 217 km/h Spitze schafft. Selbstbewusst rüstet die Marke die ersten Testwagen nur mit Frontantrieb aus, um 65 Kilo Gewicht einzusparen und das Sporttalent weiter anzuspitzen. Wir haben den 1700 Euro Aufpreis teuren Allrad 4All nicht wirklich vermisst, die Vorderräder bringen die Kraft des 1,6-Liter-Turbo sauber auf den Boden, auch weil das SUV-Coupé vier Zentimeter tiefer liegt und serienmäßig mit Sportfahrwerk vorfährt. Das kann der Käufer ohne Aufpreis abbestellen. Und wie passt der Paceman in die Mini-Welt? Er fährt sich wie ein tiefergelegter Countryman mit einer Prise Pfeffer. Oder wie ein bis unters Dach beladener Clubman mit zu wenig Luftdruck.

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Das Cockpit stammt vom Coupé, die Sitze sind für große Personen zu kurz.

Auch drinnen übernimmt der Paceman die bekannte Mini-Welt mit schmalen, kurzen Sport-Sitzchen, die diesen Namen nicht verdienen, dem typischen Pizza-Tacho und zahlreichen Möglichkeiten, den Kleinen heraus zu putzen – von Leder bis zur 825-Watt-Musikanlage. Eine Neuheit fiel trotzdem auf: Im Paceman sitzen die elektrischen Fensterheber nicht mehr in der Mittelkonsole, sondern erstmals links und rechts in den Türverkleidungen. Erstmals wie in jedem normalen Auto. Ob das SUV-Coupé damit die Anordnung des nächsten Mini testet oder gar vorwegnimmt? Die dritte Generation des kleinen Briten erscheint nämlich Ende 2013.

Autor: Joachim Staat

Stichworte:

Kompakt-SUV

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