Mini Works World Championship 50

Mini Works World Championship 50

— 16.06.2009

Cool, cooler, Cooper

"John Cooper Works World Championship 50" heißt das neueste Sondermodell von Mini. Der 211-PS-Zwerg stürmt zur Feier des 50. Mini-Geburtstages in 6,5 Sekunden auf Tempo 100, Spitze 238 km/h.

Langer Name, kurzer Prozess: Nur 250 Exemplare des John Cooper Works World Championship 50 wird es geben, dann ist unwiderruflich Schluss! Wäre er nicht so schnell, könnte man mit Fug und Recht von einem weiteren Meilenstein der Mini-Entwicklung sprechen: Dank 211 PS und bis zu 260 Nm Drehmoment bei 5600 Umdrehungen hechtet er aus dem Stand in nur 6,5 Sekunden auf Tempo 100, die Endgeschwindigkeit liegt bei 238 km/h. Und schon im Stand fühlt man sich am Steuer dieses Leistungsträgers sehr sportlich: Gekuschelt in lässige schwarze Ledersitze im Pfeifendesign mit rotem Keder, hält der Pilot ein Sportlenkrad aus Leder mit einem Kranz aus Alcantara in Händen. An allen möglichen Ecken und Enden künden Inschriften ganz unaufdringlich von dem einzigartigen Modell; außerdem prangt auf dem Armaturenbrett und auf einem der beiden Motorhaubenstreifen (in Pepper White, übrigens) der schwungvolle Namenszug John Michael Coopers.

Eine automobile Hommage an Mr. Cooper

Signé vom Meister: Ein Streifen auf der Motorhaube trägt den Namenszug von John Michael Cooper.

Der Freund und Geschäftspartner des Mini-Schöpfers Alec Issigonis entdeckte das Potenzial des motorisierten Schuhkartons schon frühzeitig und beschloss, ihn höheren Weihen zuzuführen. Aus dem Kleinst-Auto für kleine Leute machte er ein respektables Sportgerät – fast ausschließlich mittels Leistungssteigerung. Schon vorher war Cooper in der Rennsportszene eine anerkannte Größe: Als erster Konstrukteur schickte er gemeinsam mit seinem Vater Charles Cooper einen Mittelmotor-Sportwagen ins Rennen um die Formel-1-Weltmeisterschaft. Damit setzte das Team einen für die gesamte Branche bahnbrechenden Trend. In den Jahren 1959 und 1960 gewannen Rennwagen von Cooper den Konstrukteurs- und den Fahrer-Titel in der Formel-1-Weltmeisterschaft – zum ersten Mal in der Rennsportgeschichte mit Mittelmotor-Fahrzeugen.

Rennsportgeschichte zum Nacherleben

Blick in den Rechtslenker: Alle Elemente der Inneneinrichtung des Sondermodells sind aufeinander abgestimmt.

Dann bemächtigte sich Cooper des Mini und verhalf dem kleinen Krawallmacher durch aufsehenerregende Rennsiege zu einer Popularität, die wahrscheinlich erst den großen Verkaufserfolg der Straßenversion ermöglichte, von der mehr als fünf Millionen Stück abgesetzt wurden. In den 1960er Jahren entwickelten sich die Modelle Mini Cooper und Mini Cooper S sowohl im Rallyesport als auch auf der Rundstrecke zu Seriesiegern. Absolute Highlights in der Rennsport-Karriere des Classic Mini sind die drei Gesamtsiege bei der legendären Rallye Monte Carlo in den Jahren 1964, 1965 und 1967. Das ist Geschichte – die man im John Cooper Works World Championship 50 auf angenehme – und rasante – Weise nacherleben kann. Sofern man ignoriert, dass es sich um ein komplett anderes Fahrzeug handelt.

Anbauteile aus Carbon

Doch auch die schöne neue Mini-Zeit hat ihre Vorteile; zum Beispiel moderne Leichtbau-Materialien wie Carbon, das mehr dekorativ als effizient auf Sicht in dem Sondermodell untergebracht ist. Kohlenstoff-grau sind unter anderem die "John Cooper Works" Lufteinlassblende in der Motorhaube sowie die Außenspiegelkappen, der Heckklappengriff und der Heckdiffusor. Drinnen korrespondieren die roten Kontrastnähte von Schalthebel und Türmatten mit den Kedern der Sitze. Von der technischen Ausstattung konnten Rennfahrer der 60er nur träumen: Eine Overboost-Funktion mobilisiert noch zusätzliches Drehmoment aus dem 1,6 Liter großen Triebwerk, das erstmals im Mini John Cooper Works Challenge eingesetzt wurde.

Bremsen mit rot lackierten Aluminiumsätteln

Kohle an Bord: Viele Anbauteile aus ultraleichtem Carbon zieren den Mini – und belasten ihn dabei nur unwesentlich.

Eine Sporttaste auf der Mittelkonsole aktiviert ein spürbar dynamischeres Fahrprogramm mit höheren Lenkmomenten und gesteigerter Präzision. Die Kraftübertragung erfolgt mittels eines Sechsgang-Schaltgetriebes. Die Sportbremsanlage garantiert nicht nur "kurze Anhaltewege" (O-Ton BMW), sondern gefällt darüber hinaus auch noch mit rot lackierten Aluminiumsätteln. Zur Serienausstattung gehört außerdem die Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) einschließlich Berganfahrhilfe, Dynamischer Traktionskontrolle (DTC) und Bremsassistent. Im sogenannten "DTC-off-Modus" wird darüber hinaus eine elektronisch gesteuerte Sperrfunktion für das Differenzial der Antriebsachse aktiv. Der Mini zu Ehren John Michael Coopers kostet ab 38.000 Euro.

Autor: Roland Wildberg

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.