Mit dem Subaru Legacy auf Rügen

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Mit dem Subaru Legacy auf Rügen

— 25.07.2013

Perle mit zwei Gesichtern

Mit Sack und Pack auf die Ostseeinsel Rügen, das erfordert etwas Geduld. autobild.de-Autor Stephan Bähnisch reiste im Subaru Legacy in Richtung Kreidefelsen.

Was sind wir doch für Füchse! Dachten wir jedenfalls, als wir statt wie üblich an einem Samstag erst am Sonntag in unser Feriendomizil aufbrachen. Stau gab es trotzdem satt – vor allem um Hamburg herum; den unumgänglichen Stau bei der Anreise nach Rügen in Samtens haben wir uns immerhin erspart. Vorher bedeutete es eine gewisse Herausforderung, zwei kleine Kinder, zwei Erwachsene und vor allem deren Gepäck mit Kinderwagen und Babyklamotten im Reisewagen zu verstauen. Der Subaru Legacy Kombi ist durchaus nicht klein und rollt in einer Liga mit VW Passat Variant oder Ford Mondeo Turnier, aber es wurde eng unterm Dach. Trotzdem erfüllte der Japaner seine Transportaufgaben ordentlich. Mit allen Extras ausgestattet, die die Preisliste hergibt, kostet der Japaner fast 43.000 Euro. Dafür bekommt der Kunde einen knurrigen 2,5-Liter-Boxer, der zum Cruisen einlädt, sonst wird er durstig. Im Schnitt kam der 173 PS starke Legacy mit neun Litern aus. In der Sportversion mit tief nach unten gezogenen Stoßfängern und Seitenschwellern wirkt der Kombi sportlicher als er ist. Assistenzsysteme wie bei der Konkurrenz sucht man vergebens, dafür ist der Legacy gemütlich und praktisch.

Die Seebäder sind schön, aber voll

Die Seebrücke von Sellin gilt als die schönste Rügens.

Zurück auf die Insel, denn Rügen ist nicht gleich Rügen: Vor allem die Seebäder wie Binz, Sellin oder Baabe sind mit ihren Villen und Seebrücken zwar hübsch, aber zur Hauptsaison eben auch voll. Hier treten sich die Tagestouristen auf der Suche nach einem hübschen Mitbringsel auf die Füße und die Strandkörbe am Strand stehen dicht an dicht in einheitlichen Reihen. Wir wohnten in Schwarbe auf der Halbinsel Wittow am Nordzipfel Rügens. Hier sagen sich Fuchs und Hase wirklich noch gute Nacht, wenn nicht die Dorfhunde um die Wette heulen. Der nächste Ort ist Altenkirchen in vier Kilometern Entfernung. Der Bau der alten Kirche dort wurde bereits 1168 begonnen, seit 1670 hat sie einen separaten Glockenturm aus Holz. Der Taufstein wurde um 1240 aus Kalk von Gotland gefertigt. Das Gebäude ist der Backstein-Romantik zuzuordnen und einen Besuch wert.

Trubel am Kap Arkona

Zum Kap Arkona pilgern jährlich bis zu einer Million Touristen.

Auf Wittow liegt aber auch eine der touristischen Hauptattraktionen Rügens: Das Kap Arkona lockt bis zu eine Millionen Besucher jährlich an, drei Viertel von ihnen kommen in den Sommermonaten. Wer die drei Leuchtürme am Kap besichtigen will, muss sein Auto zunächst auf einem Riesenparkplatz in Putgarten abstellen. Von hier aus fährt eine Bimmelbahn (Arkonabahn) zur 1,8 Kilometer entfernten Steilküste, wo 45 Meter hohe Kreidefelsen wunderbare Aussichten liefern. Auch eine Pferdekutsche fährt regelmäßig und sehr gemütlich zum Kap Arkona. Am Kap befinden sich zwei Leuchttürme, ein Peilturm, zwei Militärbunker, die slawische Jaromarsburg und einige Restaurants, Man kann über die sogenannte Veilchentreppe auch herunter ans Meer laufen. In der Nähe des Kaps liegt auch das Fischerdörfchen Vitt mit reetgedeckten Dächern, das aber in der Hauptsaison hoffnungslos überfüllt ist.

Zum Glück nichts los in Freesenort

Freesenort auf der Insel Ummanz besteht aus nur vier alten Kapitänshäusern.

Es gibt aber auch sehr beschauliche Orte auf Rügen. So besteht das ehemalige Fischdorf Freesenort auf der Insel Ummanz gerade mal aus vier Häusern, alle mit Rohrdach gedeckt und unter Denkmalschutz stehend. Es liegt im Nationalpark "Vorpommersche Boddenlandschaft" (Seevogelschutz), der vom Massentourismus verschont geblieben ist. Wer über das Wasser schaut, kann die Kirchtürme von Stralsund sehen und mit ein wenig Glück auch einen Seeadler, der hier heimisch ist.

Jagdszenen vor der Fahrt zum Königsstuhl

Eine Fahrt mit dem Schiff zum Königsstuhl ist eine Pflichtveranstaltung auf Rügen. Bereits am Hafen von Sassnitz geht die Jagd auf die Touristen los, denn verschiedene Reedereien streiten sich trotz der Heerschar der Gäste um jeden Passagier. Aber die Fahrt lohnt sich, die Sicht auf die hoch aufragenden Kreidefelsen hat nicht nur Caspar David Friedrich zu zahlreichen Gemälden inspiriert. Heute wird nicht mehr gemalt, sondern in HD gefilmt. Nach so viel Trubel schläft der Nachwuchs entspannt auf den großen Sitzen im Fond des Legacy. Nach zwei Wochen haben wir uns aneinander gewöhnt. Und während ein VW Passat an jeder Ecke steht, hat der Legacy in Deutschland einen echten Exoten-Status mit Boxermotor und Allradantrieb.

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