Mit dem Nissan Primastar durch Irland

Mit dem Nissan Primastar auf Angeltour in Irland Mit dem Nissan Primastar auf Angeltour in Irland

Mit Nissan auf der "grünen Insel"

— 25.04.2007

Prima Reisestar

Großes Auto, Großes vor: Boris Pieritz fuhr eine Woche zum Angeln nach Irland – und lernte den neunsitzigen Nissan Primastar schätzen.

Dublin Airport, 14. April. Für Irland untypisch: Strahlender Sonnenschein und angenehme 18 Grad im Schatten. Sehr schön – der wohlverdiente alljährliche Angelurlaub kann also beginnen. Doch gleich zu Beginn gibt's eine Überraschung: Der Avis-Angestellte drückt mir grinsend einen Nissan-Schlüssel in die Hand. "This IS our best bus!", sagt er in breitem Ostirland-Platt. Ich bin ein wenig perplex, denn eigentlich hatte ich einen VW T5 Multivan bestellt. Stattdessen steht hier jetzt ein Nissan Primastar. Zugegeben, bislang kannte ich dieses Modell nur als Kastenwagen fürs mittelständische Handwerk – meinen drei Angel-Kumpanen geht es ähnlich.

Doch der ungewollte Auto-Tausch erweist sich als überaus positiv: Der Japan-Transporter in familientauglicher Kombi-Ausführung mit neun Sitzen ist ein wahres Raumwunder. Problemlos bringen wir unsere vier großen Koffer, zwei Angeltaschen sowie ein 1,80 Meter langes Rutentransportrohr im riesigen Laderaum unter. Auch den Lebensmittel-Einkauf für die anstehende Woche inklusive der für Angler obligatorischen Harp-Bierpaletten passen problemlos ins gigantische Heck. Fahrer und Beifahrer machen es sich auf der vorderen Dreierbank bequem, die zwei übrigen Petri-Jünger legen sich entspannt auf Bank zwei und drei lang. Welch ein Luxus. Doch alles überhaupt kein Problem bei 5,18 Meter Länge und 1,90 Meter Breite. Der Zweiliter-Common-Rail-Diesel nagelt sein Liedchen, die 114 PS sorgen trotz voller Beladung für angemessenen Vortrieb.

Grüne Wiesen, nette Menschen, gutes Bier, leckerer Fisch. Irland eben!

Irland ist ein schönes Land. Es geht vorbei an unzähligen grünen Wiesen mit vielen bunten Kühen drauf, an Pubs, alten Kirchen, fröhlichen Schulkindern in Uniform und kauzigen alten Insulanern, die immer für ein Pläuschchen während einer roten Ampelphase zu haben sind. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Noch! Doch dazu später. Unser Ziel ist die traumhafte Halbinsel "Belle Isle" am River Erne in Nordirland. Dort wollen wir Freund Esox – auf deutsch schlicht Hecht – nachstellen. Nach gut drei Stunden angenehmer Fahrt – in Irland ist auf Autobahnen (einspurig!) ohnehin nur Tempo 100 erlaubt – erreichen wir unser Ziel. Verbrauch: schlappe acht Liter Diesel. Der Hersteller gibt 7,9 Liter an – passt also fast genau.

Am nächsten Tag tauschen wir Asphalt gegen Wasser und den 114 PS-Nissan-Selbstzünder gegen einen Acht-PS-Außenborder von Honda ein. Ab jetzt wird nur noch geangelt und Boot gefahren! Und zwar bis der Arzt kommt. Die Hechte beißen außerordentlich gut, die wunderschöne Natur lässt uns jeglichen Alltagsstress vergessen. Wir öffnen uns ein Bierchen und stoßen auf unseren Veranstalter Andree's Angelreisen an, der diesen Trip einmal mehr vortrefflich organisiert hat. Abends landen die ersten Fische in der Pfanne, klassisch in Salz und Zitrone mariniert und in Butter gebraten. Frischer geht's kaum!

Heißa – da isser: der erste Erne-Hecht! Gebraten in Butter und Zitrone hat ihn der Autor am liebsten.

Doch auch für angel-abstinente Reisende hat Irland einiges zu bieten. Viele Reedereien, z.B. Cruise Ireland oder ABC Boats bieten herrlich-romantische Hausboot-Touren auf dem Erne oder Shannon an. Für die komplett Wasserscheuen gibt es an fast jeder Ecke eine nette Bed and Breakfast-Unterkunft, wo einen stets gut gelaunte Einheimische herzlich willkommen heißen. Wer es gerne komfortabel hat, findet in zahlreichen Landhäusern und Schlössern – beispielsweise auf Belle Isle, in der Derrypark Lodge oder der Trinity Island Lodge (alle vom Autor selbst getestet) – wunderbare Erholung. Auch die irische Küche ist besser als ihr Ruf. Besonders frische Fischgerichte sind durchaus konkurrenzfähig. Ich empfehle hier vor allem das Smugglers Creek in Rossnowlagh, The Tavern Bar and Restaurant in Murrisk und Moorings Bridge Bar in Portmagee. Traditionelle irische Musik vom Feinsten gibt's beispielsweise im de Barra in Clonakilty. Livemusik bieten jedoch fast alle Pubs in Irland – meist am Wochenende.

Tanken als Herausforderung: eine Vorkriegs-Zapfsäule.

Wer das beschriebene ursprüngliche, unverbrauchte, fröhliche Irland erleben will, muss sich jedoch beeilen. Denn die Moderne hält Einzug auf der einst so beschaulichen "grünen Insel". Der wirtschaftliche Aufschwung hat das keltische Völkchen voll erwischt. Seit einigen Jahren wird geklotzt statt gekleckert, die Tradition muss der Aktion weichen. Viele Pubs, die noch vor kurzem schon zur Mittagsstunde berstend voll waren, sind nun gähnend leer. Grund: Es gibt endlich genug Arbeit. Besonders in der Baubranche. Für die Einheimischen ist das natürlich prima. Der Tourist jedoch wird bereits jetzt vielerorts hektisches Treiben statt ruhige Gelassenheit erleben.

Alle Infos zu dieser Reise gibt es unter:

• Andree's Angelreisen • Schöne Aussicht 21 • 65323 Niedernhausen • Tel.: 06127/ 80 11 • Fax: 06127/ 76 78 • Mail: info@andrees-angelreisen.de • Mo.-Fr. 10 bis 18 Uhr und Samstag 10 bis 13 Uhr • www.andrees-angelreisen.de

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