Mitleid mit Kimi Räikkönen

Mitleid mit Kimi Räikkönen

— 05.09.2005

Pech für eine ganze Karriere

Was wäre, wenn ...? Diese Frage dürfte sich F1-Pilot Kimi Räikkönen im Seuchenjahr 2005 öfters gestellt haben. So auch in Monza.

Er hat in dieser Saison selbst genug Probleme. Dennoch waren zumindest einige seiner Gedanken bei seinem mitleiderregenden Kollegen: "Dem klebt irgendwas an den Hacken", sagte der entthronte Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher nach dem GP von Italien über Kimi Räikkönen. Mit geradezu unheimlicher Verläßlichkeit war der Finne auch in Monza von seinem ständigem Begleiter anno 2005 heimgesucht worden: dem Pech.

"Es ist schon abenteuerlich, was ihm passiert. Wenn man das über eine Saison zusammenzählt, dann reicht das für eine ganze Karriere", meinte auch BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Nach der Doppel-Panne des Silberpfeil-Piloten mit Reifen- und Motorwechsel brachte die italienische Zeitung "La Repubblica" die Situation auf den Punkt: "Räikkönen ist der König der Pechvögel."

Drei Mal in 15 Rennen fiel der 25jährige als Führender aus. Drei Mal wurde er nach einem Motorwechsel um zehn Plätze strafversetzt – so wie jetzt beim Ferrari-Heimspiel. Und das waren nicht die einzigen Pannen im Lager von McLaren-Mercedes. "Bei mir ist an diesem Wochenende alles schief gelaufen, was nur schief laufen konnte", klagte Räikkönen (76 Punkte in der WM-Wertung) in Italien – ein Kommentar wie von einer Endlosschleife. Zwar versprach der Mann aus Espoo, weiter um den WM-Titel zu kämpfen. Doch klang sein Flehen um Gerechtigkeit eher verzweifelt: "Wenn Fernando irgendwann Pech haben sollte, habe ich noch eine Chance. Sonst nicht."

Und Alonso? Der wurde in seiner spanischen Heimat bereits als neuer Champion gefeiert, blieb aber selbst gewohnt zurückhaltend: "Was passiert, wenn ich bei den kommenden beiden Rennen ausfalle? Dann ist das Titelrennen plötzlich wieder offen." Trotz 27 Punkten Vorsprung und noch vier verbleibenden Starts mahnte der WM-Spitzenreiter (103 Punkte) zur Vorsicht: "Kimi hat das schnellste Auto, er kann alle vier Rennen gewinnen. Es ist verdammt schwer für mich und noch lange nicht vorbei."

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