Mitsubishi

Mitsubishi

— 13.05.2002

Zurück in der Gewinnzone

Dank drastischer Kosteneinsparungen und Umstrukturierungen fuhr Mitsubishi zurück in die Gewinnzone.

Der japanische Autokonzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2001/2002 (31. März) einen operativen Gewinn von 40,2 Milliarden Yen (343 Millionen Euro). Im Vorjahr hatte die 37,3-prozentige DaimlerChrysler-Beteiligung noch einen Rekordverlust von 73,9 Milliarden Yen verbucht. Der hoch verschuldete Mitsubishi-Konzern konnte derweil einige seiner Ziele für das erste Jahr eines auf drei Jahre angelegten Sanierungsplans übertreffen. "Das Ergebnis zeigt die Geschwindigkeit unserer Umstrukturierung, aber es ist erst der erste Schritt", sagte der für das Personenwagen-Geschäft zuständige Rolf Eckrodt, der im Juni die Konzernführung übernehmen wird. Mitsubishi (MMC) hatte ursprünglich fürs Berichtsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis angepeilt.

Der Umsatz des von von einem Skandal um vertuschte Fahrzeugmängel schwer erschütterten Autokonzerns sank allerdings um 2,3 Prozent auf 3,2 Billionen Yen. Im Geschäftsjahr 2003 soll der Pkw-Bereich jedoch profitabel werden. Nach Informationen des "Handelsblatt" erwägt DaimlerChrysler, die LKW-Sparte der Japaner zu übernehmen. Die mehrheitliche Übernahme sei aber nur eine von mehreren Optionen, wurde ein Sprecher zitiert. Er habe aber Spekulationen widersprochen, der Konzern erwäge eine Kapitalerhöhung für Mitsubishi insgesamt.

Über einen Zeitraum von drei Jahren will Mitsubishi Motors auf dem Heimatmarkt rund zehn neue Modelle herausbringen. Man werde das über drei Jahre gesteckte Kostensenkungsziel von 15 Prozent zudem deutlich früher erreichen, sagte Eckrodt. Die Kürzung bei den Materialkosten dürfte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2003 nun auf 380 Milliarden Yen belaufen. Eine Dividende will Mitsubishi für das Berichtsjahr nicht zahlen. Für das laufende Geschäftsjahr 2002/2003 erwartet Mitsubishi einen konsolidierten Nettogewinn von 38 Milliarden Yen. (autobild.de/dpa)

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