So spart sich Mitsubishi eine Menge Entwicklungskosten: Um ein preisgünstigeres SUV-Einstiegsmodell zu bekommen, nutzen die Japaner Technik und Bodengruppe des Outlander mit 2,67 Meter Radstand und setzen eine neue Karosserie mit verkürztem Hecküberhang auf – fertig ist der neue ASX, rund 30 Zentimeter kürzer als der Outlander und damit vergleichbar mit Nissan Qashqai und Skoda Yeti.

Karosserie und Qualität

Wer den Outlander kennt, kennt auch das Cockpit des ASX: problemlos bedienbar, schnörkellos. Trotz Outlander-Radstand hat der ASX aber weniger Knieraum im Fond; der reicht für Langbeinige gerade aus. Der große Unterschied ist der Kofferraum: 419 bis 1219 Liter statt 541 bis 1619 Liter. Das Umlegen der Rücksitzlehnen klappt zackig.

Fahrfreude und Antrieb

Mitsubishi ASX
Bild: Toni Bader
Richtig neu beim ASX ist vor allem der 1.8-Dieselmotor, eine Mitsubishi- Entwicklung mit – einzigartig – variabler Ventilsteuerung. Das bringt Durchzug und Sparsamkeit. Der relativ kleine Turbodiesel entwickelt erstaunliche 150 PS und 300 Nm. Und die sind dank gegenüber dem Outlander um 200 Kilogramm reduziertem Gewicht auch spürbar. Der Motor nimmt ausreichend spontan Gas an, zieht gut durch. Fast 200 rennt der ASX 1.8 DI-D, auf dem Tacho auch deutlich mehr.

Fahrwerk und Sicherheit

Das Fahrwerk entspricht konstruktiv dem Outlander, ist aber agiler abgestimmt, die Lenkung etwas schwergängiger. Die Bremsen verzögern akzeptabel.

Geländetauglichkeit

Die tief gezogene Frontschürze begrenzt den vorderen Böschungswinkel auf knappe 19 Grad. Auch die Bodenfreiheit ist knapp. Mager: nur 1400 Kilogramm Anhängelast.

Komfort

Straff gefedert, aber noch ausreichend komfortabel.

Preis und Kosten

Der neue Dieselmotor mit Start/Stopp hält sein Verbrauchsversprechen auch im Test: nur knapp über sechs Liter/100 km. Wer gemütlich unterwegs ist, schafft die Fünf vor dem Komma. Der Grundpreis liegt auf attraktivem Niveau und beinhaltet bereits Klimaautomatik, Tempomat und Leichtmetallräder.

Fazit

von Martin Braun
Gut gemacht, Mitsubishi: clever gespart und dennoch ein interessantes Allradauto auf die Räder gestellt. Der neue Diesel, der später auch im größeren Outlander kommt, erfreut durch Kraft und Sparsamkeit. Der Preis stimmt auch. Jetzt müssen die Leute nur noch vom ASX erfahren.