Mitsubishi ASX: Fahrbericht
Konkurrenz für den Tiguan

Mitsubishi greift den Klassenprimus VW Tiguan an: Der ASX soll neue Kunden gewinnen. Ein Mittel dazu ist der neue Diesel mit variabler Ventilsteuerung. Das spart Sprit und macht Dampf.
- Stephan Bähnisch
Mitsubishi hat den Diesel neu erfunden. Er hört auf das kryptische Kürzel 1.8 DI-D MIVEC und ist der erste Diesel weltweit mit variabler Ventilsteuerung (MIVEC). Und weil die Japaner mächtig stolz sind auf ihre Erfindung, ist er erstmal der einzige Motor, der den neuen Crossover ASX befeuern darf. Und das macht er richtig gut: Er leistet 150 PS, erfüllt die Euro 5-Abgasnorm und agiert in Kombination mit manuellem Sechsgang-Getriebe und automatischem Start-Stopp-System extrem sparsam. Auf dem Papier sollen 5,5 Liter/100 km reichen, in der Praxis waren es 6,5 Liter bei flotter Fahrt. So wird der 4,30 Meter lange ASX regelrecht zum Sportler, spurtet in 9,7 Sekunden auf Tempo 100 und zieht dann zügig weiter bis 200 km/h. Glücklicherweise haben die Ingenieure den Begriff Sportlichkeit nicht zu wörtlich genommen. Zwar lenkt der Japaner knackig ein und geht dabei ein wenig in die Knie, bügelt aber Unebenheiten der gröberen Art souverän weg. Von der Härte einiger Konkurrenten bleiben die Insassen hier verschont. Die Lenkung ist extrem leichtgängig, ohne allerdings auf der Autobahn nervös zu wirken.
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News und Tests zu Mitsubishi
Der ASX steht bereits zu Preisen ab 17.990 Euro beim Händler. Dafür rollt die Basis mit einem 117 PS starken 1,6-Liter-Benziner in Kombination mit Frontantrieb zum Kunden. Theoretisch jedenfalls, denn der Benziner steht erst ab September 2010 zur Verfügung. Angaben zu den Fahrleistungen macht Mitsubishi noch nicht. Zur Basis-Ausstattung gehören unter anderem sieben Airbags inklusive Fahrer-Knieairbag, Stabilitäts- und Traktionskontrolle, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, eine Berganfahrhilfe, elektrische Fensterheber, CD-Radio mit MP3-Funktion sowie eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Das ist ordentlich, der ASX ist ein veritables Angebot. Wer den Diesel wählt und auf den teuren (und außer in Alpenregionen überflüssigen) Allradantrieb verzichtet, bekommt den Japaner ab 20.990 Euro. In der Linie "Intense" (24.990 Euro) gibt es nicht nur das Glasdach, sondern auch Xenon-Scheinwerfer mit "Wide-Vision"-Technik. Sie bündeln das Streulicht mit einer Linse und leuchten die Straße in einem Winkel von 160 Grad (Standard sind 85 Grad) aus und machen laut Mitsubishi Kurvenlicht überflüssig. Dazu enthält das Paket unter anderem Privacy Glass und Parksensoren hinten. Wer das Alles bei einem VW Tiguan an Bord haben möchte, ist mindestens 5000 Euro mehr los.
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