Mitsubishi-Bilanz 2004/05

Mitsubishi-Bilanz 2004/05

— 23.05.2005

Katastrophales Jahr

Mitsubishi hat noch mal 3,5 Milliarden Euro Verlust gemacht – trotz neuem Sanierungsprogramm.

Mitsubishi Motors (MMC) muß für 2004/05 die höchsten Verluste seiner Geschichte ausweisen: Obwohl das vierte Sanierungsprogramm in fünf Jahren angelaufen ist, rutschte der Konzern 3,5 Milliarden Euro Minus. Grund sind vertuschte Qualitätsmängel – Mitsubishi-Manager hatten notwendige Rückrufe durch Täuschungen vermieden.

Als Folge dieser Geschäftspolitik sackte der Absatz in Japan um 50 Prozent nach unten, in den USA um 37 Prozent und weltweit um 11 Prozent. Obwohl sich die Japaner auf dem europäischen und speziell dem deutschen Markt mit neuen Modellen wie dem Colt höhere Marktanteile sichern konnten, ist eine Erholung nicht in Sicht. Experten beziffern den Finanzbedarf zur Rettung der Autosparte auf weitere 2,7 Milliarden Euro, nachdem das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Euro erhalten hatte.

Der neue Rettungsplan steht unter der Federführung der Mitsubishi Heavy Corporation, die inzwischen der größte Aktionär des Autobauers ist. Die gesamte Mitsubishi-Gruppe führt ihren MMC-Anteil schrittweise an die 50-Prozent-Marke heran. Sollte sich die Sanierung der Autosparte auch künftig als schwierig herausstellen, könnte MMC notfalls als abgespeckte Variante im Konzern weitergeführt werden.

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