Mitsubishi Eclipse Cross (2017): Fahrbericht

Mitsubishi Eclipse Cross (2017): Test und alle Infos

Außen schräg, innen brav

Mitsubishi legt den Eclipse neu auf – und zwar als SUV! Der Eclipse Cross ist optisch unangepasst und kommt mit viel Serienausstattung. AUTO BILD ist ihn gefahren!
Mit eigenständigem Auftreten soll der Mitsubishi Eclipse Cross den Markt aufmischen. Eclipse? Moment, da war doch was! Das Sportcoupé gab es zwei Generationen lang auch bei uns, bis er aus der Modellpalette verschwand – wohl auch, weil die zweite Generation keinen großen Erfolg mehr brachte. Nun feiert der Name seine Auferstehung – als SUV-Coupé im Format à la Nissan Qashqai oder Mazda CX-4. Optisch fährt der Eclipse Cross eine scharfe Linie und erinnert stark an das Showcar XR-PHEV II vom Genfer Autosalon 2015. Ein markanter Kühlergrill und ein ausgeprägt gestaltetes Heck mit den Rückleuchten seitlich der Heckscheibe à la Volvo schaffen es in die Serie. Geblieben sind auch die zwei charakteristischen Linien an der Seite.

Innenraum: Wenig Platz im Fond

Das abfallende Dach, das Passagieren über 1,80 Meter im Fond die Luft über der Frisur dünn werden lässt, birgt zusammen mit den niedrigen Türausschnitten Kopfnussgefahr. Die Kniefreiheit hingegen ist einwandfrei, zudem ist die Rückbank nicht nur teil-, in mehreren Stufen klapp-, sondern auch längs verschiebbar. Vorne genießen Fahrer und Beifahrer massig Platz nach oben. Und auch der Kofferraum ist je nach Sitzkonfiguration 378 bis 485 Liter groß – maximal sind 1159 Liter drin.

Neue SUVs: Kompaktklasse (2018, 2019 und 2020)

Das Cockpit gibt sich deutlich bodenständiger als das schräge Äußere.

Das Cockpit gibt sich deutlich bodenständiger als das schräge Äußere: Analoge, gut ablesbare Skalen vor dem Fahrer, ein logisches Bedienkonzept mit einigen typisch japanischen Eigenheiten wie den Kippschaltern für die Sitzheizung und ab der Ausstattung Plus (ab 25.490 Euro) ein Infotainmentsystem, das auch Apple Carplay und Android Auto koppelt. Tipp: Wenn Sie nicht unbedingt ein festes Navi brauchen, sondern auch mit auf dem Display gespiegelter Handynavigation gut fahren können, verzichten Sie auf die 400 Euro Aufpreis für das Festeinbaugerät – dieses war in unserem Testfahrzeug verbaut und ist deutlich altmodischer als das Infotainmentsystem, das auch mit einem Touchpad in der Mittelkonsole aufwartet. Für die höheren Ausstattungen gibt es serienmäßig auch ein Head-up-Display, damit der Fahrer weniger abgelenkt wird. Einige Flächen wirken einfacher als bei der Konkurrenz – die Verarbeitung allerdings ist tadellos.

Fahren: CVT ist Geschmacksache

Technisch ist der Eclipse Cross entfernt verwandt mit dem Outlander – aber kürzer und breiter.

Technisch ist der Eclipse Cross entfernt verwandt mit dem Outlander. Mit 4,41 Metern ist er aber kürzer – und mit 1,80 Meter auch breiter. Neu kommt ein 1,5 Liter großer Turbobenziner mit Direkteinspritzung und 163 PS zum Einsatz. Das ist bislang der einzige Motor, zur Auswahl stehen Zwei- oder Allradantrieb, manuelles oder stufenloses Getriebe (CVT). Das CVT kam bei unserem Testwagen zum Einsatz und hat dank Softwareeinsatz acht virtuelle Stufen. Die Kombination ist Geschmacksache, denn auch wenn das Getriebe durchaus vernünftig abgestimmt ist, neigt der Motor zum gelegentlichen Aufheulen unter Last und kann seine Leistung gefühlt nicht voll entfalten. Einen deutlichen Unterschied gibt es, wenn man die Eco-Taste fürs sparsame Fahren drückt: Dann braucht der Motor deutlich mehr Gas, um an der Ampel aus dem Quark zu kommen. Wer die Möglichkeit hat, der sollte bei einer Probefahrt das sechsstufige manuelle Getriebe ausprobieren. Im Herbst soll ein 2,2 Liter großer Diesel folgen – dort ist ein achtstufiges Automatikgetriebe geplant. Möglich ist auch, dass ein Hybrid und eine elektrische Version folgen.
Beim Fahrwerk setzt der Eclipse Cross mehr auf Komfort denn auf Sportlichkeit. Er federt entgegen dem allgemeinen Trend eher angenehm weich und bequem, heftigere Wellen dringen dann aber auch spürbar durch. Die Lenkung arbeitet ausreichend direkt, dürfte in der Mittellage aber gern noch etwas präziser sein. In Kombination mit Allradantrieb ist serienmäßig das System S-AWC mit an Bord, das die Kraft nicht nur nach vorne und hinten, sondern auch auf die linken oder rechten Räder verteilt.

Ausstattung und Preise

Zum Marktstart gibt es eine "Intro Edition", die schon fast alle Features der Topausstattung mitbringt.

Ab 21.990 Euro
kommt der Mitsubishi Eclipse Cross mit guter Serienausstattung: Schon in der Basis gibt's Berganfahrhilfe, Spurhalteassistent, beheizbare Außenspiegel, Regensensor, Tempomat, Zentralverriegelung, Audiosystem, Klimaautomatik und die verschiebbare Rücksitzbank. Komfort wie Rückfahrkamera und schlüsselloses Starten gibt es ab der Ausstattung Plus (mind. 25.490 Euro). Zum Marktstart gibt es eine Intro Edition ab 28.990 Euro, die schon fast alle Features der Top-Ausstattung Top mitbringt. Unser Testwagen mit Vollausstattung CVT-Getriebe, Allrad, Glas-Panoramaschiebedach, dem nicht unbedingt zu empfehlenden Navi und Metallic-Lack kostet faire 37.180 Euro.

Mitsubishi Eclipse Cross (2017): Fahrbericht

Christopher Clausen

Fazit

Der Eclipse Cross ist technisch solide und spannend gezeichnet. Neben seiner ausgefallenen Form bietet er auch viel Praxisnutzen. Damit könnte Mitsubishi das etwas muffige Image loswerden. Und er macht neugierig auf die weiteren neuen Modelle!

Stichworte:

Kompakt-SUV

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