Mitsubishi Grandis

Mitsubishi Grandis Mitsubishi Grandis

Mitsubishi Grandis

— 01.08.2003

Das neue Raum-Fahrzeug

Abschied von einem Urgestein. 20 Jahre nach dem ersten Space Wagon präsentiert Mitsubishi eine neue, sportlichere Van-Generation. AUTO BILD fuhr die Japan-Version in Tokio.

5000 Bestellungen in zwei Tagen

Mitsubishi-Präsident Rolf Eckrodt hatte wahrlich Grund zur Freude, als er vom ersten Echo auf seinen neuen Van Grandis hörte: Nur zwei Tage nach dem Verkaufsstart in Japan lagen bereits über 5000 Bestellungen vor.

Dieser Run auf den neuen Familientransporter im Heimatland der DaimlerChrysler-Tochter ist umso erstaunlicher, als sich der ebenfalls brandneue Colt etwa nur halb so gut verkauft wie erwartet.

Am Design kann es eigentlich nicht liegen. Der Grandis sieht zwar modern aus, hat aber nichts wirklich Eigenständiges, was ihn von den Mitbewerbern unterscheidet. Im Gegenteil. Der neue Chefdesigner Olivier Boulay hat ihm ein Gesicht gegeben, das durchaus an Peugeot erinnert. Und auch hinten zeigen die hoch gesetzten Rückleuchten Ähnlichkeit mit den aktuellen Euro-Vans von Citroën, Peugeot, Fiat und Lancia.

Variabilität und Komfort

Egal, auf den Inhalt kommt es schließlich an. Aber auch da entdecken wir wenig Neues. Der Nachfolger des Space Wagon ist ein Van ohne Schiebetüren, wie wir ihn längst kennen.

Es bleibt beim konventionellen Konzept mit angehobenem Fahrzeugboden und einem eher mäßigen Raumgefühl. Der Sitzkomfort in der zweiten Reihe ist daher nicht überragend, und ganz hinten sollten allenfalls Kinder länger untergebracht werden.

Die Sitze selbst sind in acht Kombinationen zu variieren. Die in der zweiten Reihe können in Längsrichtung verschoben und vorgeklappt, aber nicht ausgebaut werden. Immerhin lassen sich die Sitze in Reihe drei wie beim Opel Zafira im Fahrzeugboden versenken.

Motor, Fahrwerk und Fazit

Auch beim Antrieb sorgt der Grandis für keine große Überraschung. Höchstens diese: Mit dem neuen Van verabschiedet sich Mitsubishi (vorerst) von der Direkteinspritzung beim Benziner. Die von ihnen einst hoch gelobten GDI-Motoren konnten die versprochenen Verbrauchsvorteile nicht realisieren und waren in der Produktion zu teuer. So sitzt im Grandis ein konventionell in das Ansaugrohr einspritzender 2,4-Liter-Vierzylinder mit 121 kW (165 PS). Und der ist keine schlechte Wahl. Er liefert schon ab Leerlaufdrehzahl überraschend viel Kraft und zieht bis 6000/min sauber durch. Einzig der hohe Geräuschpegel stört die ansonsten gute Laufruhe.

Das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung ist komfortabel und ausreichend straff abgestimmt, sorgt für sichere Straßenlage. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung ist bei niedrigen Geschwindigkeiten extrem leichtgängig, wird bei höherem Tempo aber erfreulich direkt für einen sauberen Geradeauslauf.

Fazit Wenn der Grandis im Frühjahr 2004 zu uns kommt, wird er kaum für Aufsehen sorgen. Ganz sicher aber wird er Mitsubishi bei den Vans mit seinem eher sportlichen Charakter neu ins Spiel bringen. Und darauf kann sich Rolf Eckrodt jetzt schon freuen.

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