Mitsubishi Outlander 2.0 2WD: Fahrbericht

Mitsubishi Outlander 2.0 2WD: Fahrbericht

— 18.03.2010

Erste Ausfahrt im gelifteten Outlander

Mitsubishi hat den Outlander abgespeckt. Nur mit Frontantrieb bestückt kostet er satte 5000 Euro weniger. autobild.de-Autor Stephan Bähnisch testete, ob der Verzicht verkraftbar ist.

Mitsubishi geht beim Outlander in Sachen Facelift einen ganz eigenen Weg: Die Japaner lassen einfach den kostspieligen Allradantrieb weg und drücken den Einstiegspreis mit leicht abgespeckter Ausstattung so um satte 5000 Euro. Die neue Basis ist damit ab 21.990 Euro zu haben. "Das erschließt uns neue Kunden, wir wollen so auch Kombi-Fahrer ansprechen", sagt Mitsubishi-Sprecher Helmut Bauer. Das könnte klappen, denn der Outlander paart die hohe Sitzposition und Flexibilität eines SUV mit einem üppigen Platzangebot. Mit dem Facelift kommt auch ein neuer Basis-Benziner, der aus zwei Litern Hubraum 147 PS holt. Mit 199 Newtonmetern Drehmoment bei 4200/min hat das Aggregat genug Kraft, bei Nässe drehen die Vorderräder schon mal durch. 190 km/h Spitze reichen völlig, bis Tempo 100 vergehen 10,8 Sekunden. Der Verbrauch soll bei 8,0 Litern im Schnitt liegen. Kleiner Wermutstropfen: Der Motor erfüllt nur die Euro 4-Norm.

Überblick: Alle News und Teste zum Mitsubishi Outlander

Die Armaturen sind jetzt soft eingekleidet, Leder gibt es nur für die Top-Ausstattung Instyle.

Allerdings ist der Zweiliter kein Leisetreter, bei Tempo 140 kratzt er bereits an der 4000-Touren-Marke und agiert deutlich hörbar. Hier wäre ein sechster Gang wünschenswert, doch auch der fällt der Sparpolitik zum Opfer. Besonders deutlich wird die derbe Geräuschkulisse, wenn man zum Vergleich den von PSA zugelieferten 2,2-Liter-Diesel fährt, der deutlich diskreter zu Werke geht und jetzt auch mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zu haben ist. Das schaltet flott und ruckfrei und bringt zusätzlichen Komfort. Dann kostet der Outlander allerdings mindestens 33.790 Euro und damit 13.700 Euro mehr als der Benziner. Ab der Ausstattung "Invite" hat Mitsubishi ein Sechsstufen-CVT-Getriebe für den Basis-Benziner in petto, dann steigt der Preis auf 26.690 Euro.

Ab sofort rollt der Outlander mit dem Jetfighter-Grill vor

Der Pajero kostet küftig 5000 Euro weniger und startet bei 29.990 Euro.

Wie alle neuen Mitsubishi-Modelle rollt der Outlander ab sofort mit dem markentypischen Jetfighter-Grill zu den Händlern, den wir bereits vom Lancer und vom Colt kennen. Leichte Modifikationen am Exterieur mit mehr Chrom und LED-Leuchten in den Blinkern sind kaum erkennbar. Ein aufgewerteter Innenraum mit aufgepolstertem Armaturenträger, verchromten Klimareglern oder einem neuen LCD-Info-Display soll neue Käufer locken. Auf Wunsch kann der Kunde seinen Outlander jetzt mit Bi-Xenon-Scheinwerfern mit adaptivem Kurvenlicht ausrüsten. Wie bisher gibt es das Mitsubishi-SUV mit fünf oder sieben Sitzen. Greift die Sparpolitik à la Mitsubishi? Ja! Wer auf den Ritt durchs Gelände verzichtet, wird mit der Basis nicht schlecht bedient. Und was beim Outlander funktioniert, macht auch beim Offroad-Urgestein Pajero Sinn: Mit der Einführung der neuen Basis-Variante "Inform" sinkt der Preis von zuvor 34.990 Euro für den Dreitürer auf 29.990 Euro, der Kunde muss also satte 5000 Euro weniger als vorher zahlen. Der Fünftürer ist als "Inform" ab 32.990 Euro zu haben. Bei beiden an Bord ist der überarbeitete 3,2 DI-D-Motor mit 200 PS, mit dem der Misubishi Pajero als Fünftürer bis zu 3,5 Tonnen und als Dreitürer drei Tonnen vom Hof zieht.

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