Mitsubishi Outlander

Mitsubishi Outlander Mitsubishi Outlander

Mitsubishi Outlander

— 17.04.2003

Zwischen zwei Welten

Der Mitsubishi Outlander will eine Mischung aus Geländewagen und Sportkombi sein. Erster Eindruck: eine gelungene Kombination.

Sport, Dynamik und hohe Qualität

Manchmal fehlt der deutschen Sprache einfach die richtige Bezeichnung. Zwitter oder Mischling hört sich doch schrecklich an für ein Auto, das sowohl von der Form als auch vom Nutzen her zwei in einem ist. Die Amis nennen solche Gefährte Crossover. Das klingt lässig und irgendwie auch nach Lifestyle.

Genau dies will der neue Mitsubishi Outlander sein: das Beste aus zwei Welten. Seine Stammzellen hat er von der Studie ASX, die 2000 in Detroit vorgestellt wurde. Ihm folgte der Airtrek, der aber ab 2001 nur in Japan verkauft wurde. Dessen Handicap: zu wenig Design, zu wenig Emotionen.

Also setzten sich die Mitsubishi-Designer erneut ran, schufen im kalifornischen Cypress den Outlander. Mit seinem geteilten Kühlergrill und dem frischen Drei-Diamanten-Logo soll er die neue Mitsubishi-Philosophie einleiten: Sport, Dynamik und hohe Qualität.

Cockpit gefällt mit puristischem Design

Fühl- und sichtbar ist sie bereits im Innenraum. "Nie wieder billiges Plastik", verkündet Firmensprecher Daniel Nacass. Stimmt, das Cockpit und das Armaturenbrett hinterlassen durchaus einen gediegenen Eindruck. Besonders gefällt das puristische Design. Keine Überfrachtung mit Knöpfen und Schaltern, sondern bewusste Reduzierung auf das Wesentliche, klar und sachlich, mit angenehmer Haptik.

Starten wird der permanent vierradangetriebene Outlander im Mai 2003 mit einem Zweiliter und 136 PS. Damit lässt sich gut leben, obwohl es dem Vierzylinder etwas an Durchzugskraft mangelt. Den Durchschnittsverbrauch gibt Mitsubishi mit 9,5 Litern an – das wäre ein geradezu sensationeller Wert. 10,2 sollen es beim 2,4-Liter (160 PS) sein, der Ende des Jahres kommt.

Richtig zur Sache geht es im Herbst 2004. Dann steht ein Zweiliter-Turbo mit mehr als 200 PS zur Verfügung. Dieselfreunde werden beim Outlander leider in die Röhre schauen.

Fahrwerk fehlt es an Feinabstimmung

Als sehr angenehm erweist sich, bedingt durch die 20 Zentimeter Bodenfreiheit, das Ein- und Aussteigen. Auch Sitzposition und Übersicht profitieren vom höheren Baukonzept. Weniger der Kofferraum. Er fasst lediglich 402 Liter. Die Rücksitzlehnen lassen sich 60:40 nach vorn klappen sowie dreifach in der Neigung arretieren. Legt man zusätzlich die Beifahrersitzlehne flach nach hinten, passen bis zu 2,40 Meter lange Latten vom Baumarkt in den Outlander. Maximal schluckt er 1049 Liter.

Nicht ganz so schluckfreudig zeigt sich das Fahrwerk: Kurze Unebenheiten kommen recht hart durch. Es fehlt die Feinabstimmung. Mitsubishi verspricht Besserung bis zum Serienanlauf. Unsere Testautos stammten noch aus der Vorserie.

Die Lenkung ist ausreichend präzise, kurze wie lange Kurven beunruhigen den Softroader nicht. Auch die Schaltung macht Spaß. Kurzum: Man fühlt sich schnell wohl im Outlander. Das alles zu einem Preis von 21.990 Euro. Damit rangiert der Japaner knapp unter dem Nissan X-Trail und dem Land Rover Freelander, seinen Hauptkonkurrenten. Knapp 3000 Outlander will Mitsubishi noch in diesem Jahr verkaufen.

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