Mittelklasse-Diesel im Test — 24.06.2011
So schön sparen Geizhälse
Komfort und Sicherheit? Hoch. Verbrauch? Niedrig. Das versprechen Mercedes C 180 CDI, Volvo S60 DRIVe und BMW 316d. Im Test treten die Mittelklasse-Diesel gegeneinander an.
Die Kombination aus anspruchsvollem Auto und kleinem Motor ist nicht neu – siehe etwa
BMW 518i oder Mercedes 260 SE in den 80er und 90er-Jahren. Doch allmählich kommt dieses lange vergessene Rezept wieder und verhilft Autos mit hohem Niveau zu Motoren mit kleinem Durst. Die Topversionen dieser Vergleichstest-Kontrahenten etwa sind um die 300 PS stark – und der fast schon coupéhaft gezeichnete
Volvo S60 in der Ausstattungslinie R Design sieht auch so aus, als würde er im Ernstfall nur ungern Gefangene machen. Doch unter der wuchtigen Motorhaube des S60 DRIVe arbeiten wie beim BMW 316d nur 115 PS. Mit seinen 120 PS ist der Mercedes C 180 CDI, der in der dynamischen Avantgarde-Linie antritt, nur minimal stärker. Ist das fade Diätkost? Oder sind diese drei Knauser-Diesel eine runde Sache für Geizhälse, die sich das luxuriöse Sparen leisten können? Denn billig ist keiner der drei – in der Anschaffung.
Überblick: News und Tests zu Mercedes, BMW und Volvo
Video: C-Klasse, 3er, S60
Mittelklasse-Diesel im Test
Das bieten sie: Bleiben die Motoren einmal außen vor, bieten 316d, C 180 CDI und S60 DRIVe alles, was die gehobene Mittelklasse mit Premium-Anspruch auszeichnet. Über Verarbeitungsqualität, Materialauswahl, nette Detaillösungen oder Bedienkomfort muss man daher nicht großartig reden. Da gibt es keinen Grund zur Klage. Alles sieht – mit den markentypischen Eigenheiten – gut und gediegen aus. Und selbst der
Volvo ist gut zu bedienen, obwohl anfangs seine mit kleinen Tasten gespickte Mittelkonsole irritiert. Dass seine Karosserie noch unübersichtlicher ist als die von
3er und
C-Klasse, stört den gut situierten Knauserer nicht. Einparkhilfen gibt es ja schließlich als Sonderausstattung.
Hintergrund: So testet AUTO BILD
Wer hat beim Platzangebot die Schnauze vorne? Und wie fahren sich die drei Kontrahenten, können sie ihre vollmundigen Versprechen halten? Die Antworten gibt es oben in der Bildergalerie. Den gesamten Artikel inklusive Fahrzeugdaten-, Testwert- und Wertungstabellen lesen Sie in AUTO BILD 25/2011 – ab 24. Juni am Kiosk!
Michael Harnischfeger
Fazit
Von wegen Schlaftabletten! Die Spar-Diesel liefern ausgesprochen lebhafte Leistungen, verbinden niedrigen Verbrauch mit all den Annehmlichkeiten, die ein 3er-BMW, eine Mercedes C-Klasse oder ein Volvo S60 von Haus aus bieten. Der Mercedes gewinnt die Eigenschaftswertung. Dass der günstigere BMW nur sechs Punkte dahinterliegt, zeigt, wie gut der angejahrte 3er noch ist. Den Anschluss verliert der Volvo S60 bie der Fahrdynamik ind im Karosserie-Kapitel.
Kommentare zum Artikel (33)
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I am interested on your car,What is your last price.
"Die Qualität, mit der Audi seine Modellpalette anpreist, ist Realität."
http://www.autozeitung.de/dauertest/audi-a4-3-0-tdi-quattro-im-dauertest
Ist mal wieder ein unglaublich objektiver Bericht. Natürlich ist der Mercedes und der BMW komfortabler, da der R-Design Serienmäßig mit einem Sportfahrwerk kommt(zusätzlich zu den erwähnten 18 Zoll Felgen). Auch die Aussage, wer Klimaautomatik möchte müsse die Variante Kinetic nehmen ist falsch, da auch im R-Design die Klimaautomatik serie ist. Und was die Knöpfe angeht. Man kann entweder diese benützen oder über den Dreh-Drückregler am Lenkrad arbeiten(ähnlich wie idrive).. Wenn man nachzählt kommt man im MB bestimmt auf eine ähnliche Anzahl von Knöpfen die auch nicht mit Größe punkten.
Nach vier Jahren und fast 250.000km in einem Hyundai Sonata sehe ich das vollkommen anders. Der Hyundai ist billig, aber nicht unbedingt preiswert. Ich hatte jedenfalls reichlich Streß mit dem Ding und bin froh, jetzt einen C200 CDI zu fahren. Klar ist der viel teurer aber der Mehrpreis ist auch fühl- und spürbar. Der Hyundai war nach vier Jahren wirklich ausgelutscht, das hatte ich bei meinen vorherigen Mercedes' nie. Zudem war es eine Katastrophe, den Hyundai wieder zu verkaufen.
Es muß nicht unbedingt immer "Premium" sein, aber das Billigere ist nicht zwingend das Bessere.
Sehe ich auch so wie SuperV8. Warum soll beim Kauf erst richtig Geld verbrannt werden? Sinniger ist es doch sich gleich einen Hyundai zu holen. Man hat einen deutlich besseren Service, niedrigere Unterhaltskosten und eine bessere Garantie.