Modellpflege Nissan 350Z

Nissan 350Z (Modelljahr 2006) Nissan 350Z (Modelljahr 2006)

Modellpflege Nissan 350Z

— 08.12.2005

Fisherman's Friend

Ist er zu stark, bist du zu schwach: Nissan hat den 350Z von 280 auf 301 PS geschraubt. Technische Tricks sorgen für freie Atemwege.

Was das Thema Leistungssteigerung angeht, hatte sich Nissan bei der Modellpflege des 350Z ganz eigene Regeln gesetzt: Veränderungen durch Turbolader und Kompressor waren tabu, Chiptuning kam auch nicht in Frage. Um trotzdem zusätzliche 21 PS aus dem 3,5-Liter-V6 herauszukitzeln, hat die japanische Renault-Tochter ihrem Sportler eine Art Atemtrainig verschrieben. Mit verkürztem Ansaugkrümmer und neuem Luftfilter sollen Coupé und Roadster nun "intensiver einsaugen" und "befreiter hochdrehen" – bis maximal 7000 statt bislang 6600 Umdrehungen in der Minute.

Die Folge sind 301 PS und ein Abfall des maximalen Drehmoments von 363 auf 353 Newtonmeter. Klingt kontraproduktiv – macht aber nix, meint Nissan, und verweist auf nunmehr höhere Kraftreserven im oberen Drehzahlbereich. Bei 6000 Umdrehungen stemmt das Triebwerk 20 Nm mehr auf die Kurbelwelle, und die Maximalleistung steht bei 6400 Umdrehungen zur Verfügung (vorher 6200). Spürbar mehr Vortrieb verspricht der Hersteller damit, und zwar in allen sechs Gängen. Der dritte Gang reicht jetzt bis Tempo 150 (bislang 142), der Spurt bis 100 km/h ist in 5,8 Sekunden abgehakt (Roadster 6,3). So ist der 350Z eine Zehntelsekunde fixer, wird aber wie gehabt bei Tempo 250 abgeregelt.

Zu den Änderungen am Motor gesellt sich eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung. Sie soll beim Einparken oder Wenden mehr Kraftunterstützung liefern, die mit steigender Geschwindigkeit wieder zurückgenommen wird. Für die Optik bekam die Frontpartie des 350Z neugestaltete Stoßfänger, der Kühlergrill trägt jetzt zwei statt bislang drei Querstreben und soll mit modifizierten Seitenreflektoren agressiver wirken. In den Scheinwerfern stecken serienmäßig Bi-Xenon-Lampen, die Rückleuchten bekamen je 42 LEDs verpaßt.

Im Innenraun haben sich die Designer um die Mittelkonsole gekümmert. Die Schalter für Sitzheizung und Warnblinkanlage sitzen jetzt im Bereich um den Schalthebel, sollen dort leichter erreichbar sein. Der Schaltknüppel selbst wurde in Aluminium eingefaßt, auch die Drehregler für die Klimaautomatik glänzen in Alu. Der Basispreis steigt mit der Modellpflege jeweils um 1500 Euro – für das Coupé werden mindestens 36.400 Euro fällig, der Roadster startet bei 39.050 Euro. Ab sofort darf bestellt werden, ausgeliefert wird Anfang 2006.

Autor: Michael Voß

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