Morgan, Nissan, Opel

Supersportwagen von A bis Z (Teil 5) Supersportwagen von A bis Z (Teil 5)

Morgan, Nissan, Opel

— 12.03.2003

Supersportwagen von A bis Z (Teil 5)

Diese Fahrzeuge bringen jeden Autofan zum Träumen. Exoten und Supersportwagen für den etwas größeren Geldbeutel.

Morgan Plus 8: Plus mal Plus gibt Plus

Während sich andere Hersteller Jahr für Jahr nachfragebedingten Berg-und-Tal-Fahrten ausgesetzt sehen, genießt Morgan den Umstand, seinen Kunden teils mehrjährige Lieferfristen zuzumuten. Doch diese warten gern auf den auf Basis eines Eschenholz-Rahmens (!) gefertigten Roadster. Der Plus 8 wird von einem 190 PS leistenden V8-Motor des Land Rover angetrieben, der den Hecktriebler vehement beschleunigt.

Neben dem sehr hohen Wiederverkaufswert verwöhnt der Plus 8 seine Fahrer obendrein mit einem ehrlichen Handling und einem absolut betörendem Klang. Wer mehr als zwei Sitze benötigt, kann optional bei Morgan den "4/4 Fourseater" ordern, der hinter den Vordersitzen zwei weitere vollwertige Plätze bietet. Gegen den Zugewinn an Raum steht die negativ beeinträchtigte Optik des Viersitzers. Die Kundschaft stört das kaum. Sie ordern munter weiter. Und warten.

Morgan Aero 8: Mit neuem Schwung

Vom Erscheinungsbild her wirkt der Aero 8 wie ein rund gelutschter Plus 8. Zwar sind die klassischen Elemente wie die Form des Kühlergrills und die Silhouette nach wie vor zweifelsfrei der Morgan-Formensprache zuzuschreiben, doch unter der Karosserie des Nachfolgers vom Plus 8 blieb nichts unangetastet. Der Aero 8 weist somit alle Zutaten eines modernen Sportwagens auf. Unter der langen Motorhaube verrichtet ein 4,4-Liter-V8 von BMW seine Arbeit.

Die Fahrleistungen des Morgan sind atemberaubend, denn die 286 PS haben lediglich 1000 Kilogramm Fahrzeugmasse zu bewegen. Damit der Aero 8 diese Performance auch entsprechend souverän liefert, wurde das Fahrwerk vom Inhaber Paul Morgan selbst mitentwickelt. Der Grund: Morgan fährt seit Jahren mit beachtlichem Erfolg Rennen – mit seinen eigenen Autos. Diese Erfahrungen flossen in die Entwicklung des Aero 8 ein.

Nissan 350Z: Bolide mit breiten Schultern

Vor 33 Jahren verzauberte der Datsun 240Z Automobilfans in aller Welt. Heute heißt die Firma Nissan. Auch sie verzückt die Sportwagengemeinde. Mit dem 350Z. Der neue "Z" zeigt sich traditionsbewusst und hat vieles mit seinem Urahn gemein: sechs Zylinder, Heckantrieb und zwei Sitze sowie eine lange Motorhaube und ein kurzes Heck. Wies das Design des 240er noch Ähnlichkeiten mit italienischen Nobelsportwagen auf, so wirkt die Linienführung des breitschultrigen 350Z eher teutonisch wie beim Audi TT.

Innen besteht aber kein Zweifel. Das futuristische Cockpit mit schräg stehender Mittelkonsole zeigt sofort, dass man in einem neuen Nippon-Flitzer sitzt. Und der hört sich an wie ein Porsche Boxster. Nissans Klangdesigner haben ganze Arbeit geleistet. Neben gutem Sound entwickelt die 3,5-Liter-V6-Maschine 287 PS. Im Spätherbst rollt sie zu den Händlern.

Opel Speedster: Spartanisches Lustobjekt

Wer einen komfortablen Roadster mit allen Annehmlichkeiten der Neuzeit sucht, sollte einen großen Bogen um den Opel Speedster machen. Denn der technische Bruder des Lotus Elise übt sich im Verzicht auf alles Unwesentliche. So beschränkt sich der "Komfort" wegen der Gewichtsersparnis auf Heizung und Radio. Allein das Einsteigen durch die schmalen Türöffnungen erfordert eine gewisse Gelenkigkeit, und das spartanische, nicht immer wasserdichte "Segeltuch" als Wetterschutz muss mühsam hingefummelt werden.

Einmal auf der Strecke, sind diese Unbilden schnell vergessen. Denn der Speedster entschädigt mit agilem Handling und entpuppt sich als wahrer Kurvenfresser, der so manchen Porsche in den Serpentinen stehen lässt. Fast etwas zu brav klingt dabei der Vierzylinder-Mittelmotor mit 147 PS. Doch ab Frühjahr 2003 gibt es auch eine aufgeladene Turbo-Version mit rund 200 PS.

Pagani Zonda C 12 S: Gigolo mit Sportlerherz

Der argentinische Designer Horacio Pagani hat seinen eigenen Traum verwirklicht. Er entwarf nicht nur die extravagant gestylte Zonda-Karosserie, sondern das gesamte Konzept des Zweisitzers. Die Motor- und Fahrwerkstechnologie sind vom Feinsten. Aus satten 7,3 Liter Hubraum werden dem Fahrer 555 PS zur Verfügung gestellt, bei Bedarf sind 340 km/h möglich. Dass dieses Tempo zuverlässig erreicht wird, garantiert die Quelle: Der Zwölfzylinder stammt aus Mercedes-AMG-Beständen.

In internationalen Vergleichstests machte der Pagani eine überraschend gute Figur. Überraschend deshalb, weil der Exot wegen seiner zahlreich im Innenraum verstreuten, liebevollen Detaillösungen den Verdacht nahe legt, nur mit seinen optischen Reizen überzeugen zu wollen. Doch der C 12 S ist mehr als nur hübsch. Er ist so gelungen, dass er sogar den Konkurrenten Ferrari und Lamborghini die Stirn bieten kann.

Zum Teil 6 geht es hier lang!

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