Stefan Bradl, Kiefer-Racing, Grizzli Aprilia

MotoGP 2008: GP von Spanien

— 31.03.2008

Bradl, der Pilot der Stunde

Stefan Bradl hat im zweiten Rennen der Motorrad-Weltmeisterschaft in Jerez seinen zweiten Podiumsplatz nur knapp verpasst. In der 250er-Klasse siegte Mika Kallio und die MotoGP-Klasse entschied Daniel Pedrosa für sich.

Den Kampf der Youngster knapp verloren, den Handschlag mit König Juan Carlos auf dem Siegerpodest verpasst, aber weitere Erfahrungen auf dem Weg nach ganz oben gewonnen: Der Zahlinger Stefan Bradl bleibt die Überraschung der Motorrad-Weltmeisterschaft. Nach seinem dritten Platz beim WM-Auftakt in Katar kam der Aprilia-Pilot am 30. März 2008 beim Großen Preis von Spanien in Jerez in der 125-ccm-Klasse nur denkbar knapp vom Briten Bradley Smith geschlagen als Vierter ins Ziel. Am Ende fehlten ihm 36/1000 Sekunden zum zweiten Grand-Prix-Podium seiner Laufbahn. Dennoch verbesserte sich Bradl auf Platz zwei der WM-Wertung hinter dem Italiener Simone Corsi, der auf Aprilia sein erstes Saisonrennen gewann. Der Berkheimer Sandro Cortese (Aprilia) belegte Platz zehn. Einen finnischen Erfolg dank einer Karambolage zwischen den Führenden Marco Simoncelli (Italien) und Alvaro Bautista (Spanien) gab es in der Viertelliter-Kategorie. Mika Kallio (KTM) war der lachende Dritte. Den Sieg in der "Königsklasse" MotoGP sicherte sich der Spanier Daniel Pedrosa (Honda). Bei seinem Start-Ziel-Erfolg verwies der Honda-Pilot die Yamaha-Fahrer Valentino Rossi aus Italien und Jorge Lorenzo aus Spanien auf die Plätze.

Mit seinem Sieg in der MotoGP-Klasse übernahm Honda-Pilot Daniel Pedrosa die Führung in der WM-Wertung.

Das Motorrad mit dem höchsten Speed half Bradl diesmal nicht, da seine Reifen in der entscheidenden Situation nicht mehr genügend Grip hatten. So kosteten ihn mehrere Rutscher nicht nur wertvolle Zeit, sondern immer wieder gleich mehrere Plätze. "Der Hinterreifen hatte abgebaut, aber ich habe es probiert. In der letzten Kurve bin ich dem Bradley fast auf den Höcker gefahren. Aber wie auch immer: Es war ein sehr schönes Rennen und ich bin über Platz vier glücklich", berichtete Bradl, der nun glaubt, oben angekommen zu sein. "Die Konstanz ist da, ich habe bewiesen, dass Katar keine Eintagsfliege war." Dennoch sieht er immer noch Steigerungsmöglichkeiten, besonders im Zweikampfverhalten. "Die Luft für die anderen da oben wird aber dünner", meinte Bradl angriffslustig. Sandro Cortese haderte vor allem mit dem Start. "Ich bin gut weggekommen, aber in der ersten Kurve hatte ich ein Problem mit der Bremse", erzählte der Berkheimer, dessen Mechaniker noch lange nach dem Rennende den Fehler suchten. Sein Potenzial bewies der Italo-Schwabe im weiteren Verlauf des Rennens, in dem er bis auf Platz zehn vorfuhr. "Ich habe mich nach dem Anfangsproblem konzentriert, den Kopf ausgeschaltet und nur noch gefightet. Insofern bin ich mit dem Ausgang noch ganz zufrieden", sagte der Aprilia-Pilot.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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