Auch die FIM würde begrüßen, wenn die MotoGP mit größeren Motoren fährt

MotoGP 2009

— 02.12.2009

Ippolito: "1.000 ccm sind die Zukunft der MotoGP"

Laut FIM-Präsident Vito Ippolito hat sich der Wechsel zu 800ern nicht bewährt - Er unterstützt Carmelos Ezpeletas Idee von der Rückkehr zum größeren Hubraum

Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta bekommt bei seiner Idee, in der MotoGP ab 2012 1.000-ccm-Serienmotoren einzuführen, Unterstützung von FIM-Präsident Vito Ippolito. Der Italiener sieht in den Ein-Liter-Motoren die Zukunft der MotoGP. "Die MotoGP-Hersteller wollen 1.000-ccm-Motoren, also führt der Weg dorthin", sagte Ippolito dem italienischen Magazin 'Motosprint'.

Erst zur Saison 2007 war der Hubraum für MotoGP-Motoren von maximal 990 auf 800 Kubikzentimeter beschränkt worden. Ziel war damals, Kosten zu sparen und den Kurvenspeed zu verringern. Doch dieser Plan ist laut Ippolito nicht aufgegangen: "Die 800er haben sich nicht bewährt, weil die Leistung mehr oder weniger gleich geblieben ist, aber der Kurvenspeed gestiegen ist. Und die Kosten sind auch gestiegen."

Ippiloto sieht in der Einführung von 1.000-ccm-Motoren in der MotoGP auch kein Konfliktpptenzial mit der Superbike-Weltmeisterschaft. Ezpeletas Pläne waren bei Superbike-Promoter Infront auf Widerstand gestoßen. Denn bei Infront fürchtete man, dass sich die beiden Weltmeisterschaften dann zu ähnlich werden.

Diese Sorgen sind dem FIM-Präsidenten zufolge aber unbegründet. Schließlich mache die Homologation den Unterschied aus - in der MotoGP wird mit Prototypen gefahren, in der Superbike-WM mit eher seriennahen Maschinen. "Eine Maschine ist homologierbar oder nicht. Es ist egal, ob der Motor 1.000, 1.200 oder 750 Kubikzentimeter hat - die MotoGP kann nicht homologiert werden. Deshalb kann sie mit jedem Motor fahren, den sie will. Der unterscheidende Faktor ist ein anderer", so Ippolito.

Und abschließend betont der FIM-Präsident, dass es zwischen MotoGP und Superbike-WM eigentlich gar keine Konkurrenz geben sollte - denn jede Serie habe ihre eigene Botschaft und spreche ihre eigene Zielgruppe an.

"Wir sind mit beiden Serien zufrieden, weil sie den Bedürfnissen der Fans gerecht werden", so Ippolito. "Die Superbikes bietet jenen, die über weniger Ressourcen verfügen, die Möglichkeit, Rennsport zu betreiben und sich zu präsentieren. Die MotoGP dagegen bildet das weltweite Image des Motorradrennsports. Wir brauchen also beide, aber es ist wichtig, dass es weiter Unterschiede gibt. Jemand, der Superbike-Rennen anschaut, schaut seiner eigenen Maschine beim Racen zu. Die MotoGP ist anders, und wer dort zuschaut, möchte auch etwas anderes sehen."

Fotoquelle: Bridgestone

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