Masao Furusawa hegt noch Misstrauen gegenüber den Sparmaßnahmen

MotoGP 2009

— 26.02.2009

Yamaha fürchtet Kostenspirale

Bei Yamaha hegt man die Befürchtung, dass die beschlossene Begrenzung an verwendeten Motoren den gegenteiligen Effekt hat, als eigentlich beabsichtigt

Ab dem Großen Preis von Tschechien dürfen für die verbleibenden acht Rennen nur fünf Motoren benutzt werden, wobei die Einteilung den Teams frei steht. Ab 2010 sind weitere Verschärfungen geplant, etwa dass ein Motor drei Rennen lang halten muss.

Doch Yamaha-MotoGP-Boss Masao Furusawa weiß: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Zwar werden durch weniger produzierte Motoren die Kosten für die Teams tatsächlich sinken, zunächst steigen sie aber an, weil gegenwärtig kaum einer der auf ein Rennen ausgelegten Motoren diesen Bedingungen standhalten würde. Ein umfassendes, kostenintensives Redesign der Maschinen ist daher notwendig, um die Aggregate auf den geforderten Level zu bringen.

"Wir werden die Motoren überarbeiten müssen. Die gegenwärtigen Aggregate haben eine begrenzte Lebensdauer. Sollten wir den Motor für zwei oder drei Rennen einsetzen wollen, würden die jetzigen Modelle nicht halten. Wir können natürlich die Drehzahl begrenzen, aber das ist nicht zwingend notwendig, um die Lebensdauer zu verlängern. Die Motoren zu überarbeiten kostet vorerst natürlich mehr, aber sobald das geschehen ist, werden unsere Ausgaben wieder sinken", so Furusawa gegenüber 'Motor Cycle News'.

Doch der Japaner ist sich nicht sicher, ob am Ende mehr, weniger, oder gleich viele Kosten wie jetzt auf die Teams zukommen: "Um einen Motor zu entwickeln, würden wir mehr Geld ausgeben müssen. Was ist jetzt die billigere Variante?" Langfristig dürfte sich die verlängerte Lebensdauer finanziell aber für alle auszahlen und die Show bleibt die selbe.

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