Wenn es Nacht wird in Katar...

MotoGP 2009

— 28.02.2009

Testvorschau Katar: Stars im Wüstensand

Dieses Wochenende beginnt der Dreitagestest in Katar und jeder Pilot reist mit individuellen Hoffnungen, Erwartungen und Problemen an die Strecke

Drei Testtage vom 1. bis zum 3. März haben die Stars zur Verfügung, um an ihren Maschinen zu tüfteln und sie auszuprobieren. Champion Valentino Rossi hofft, mit seiner neuen Yamaha M1 vertrauter zu werden und der neuesten Generation Bridgestone-Reifen auf den Zahn fühlen zu können. Sein Teamkollege Jorge Lorenzo ist mit seinen Gedanken auch ein wenig bei James Toseland. Der Tech-3-Pilot sitzt seit seinem schweren Unfall in Sepang erstmals wieder im Sattel und muss wieder einen freien Kopf bekommen.

"Ich hoffe, dass er fit sein wird. Man muss fahren, ohne anzuhalten. Nur das ist der einzige Weg, das Selbstvertrauen zurückzuerhalten", teilte der Spanier gegenüber 'Motor Cycle News' mit. Fit zu sein hofft auch ein anderer Fahrer: In Sepang hatte Ducati-Star Casey Stoner noch sehr unter den Schmerzen in seinem Handgelenk zu kämpfen, welches im November vergangenen Jahres operativ behandelt worden war.

Der Australier möchte zumindest in Katar ernsthafte Longruns unternehmen, in Malaysia hatte er darauf noch verzichten müssen. Die Strecke liegt Stoner, bei den vergangenen beiden Großen Preisen auf dieser Piste gingen die Siege jeweils auf sein Konto. Teamkollege und Neuzugang Nicky Hayden will die GP9 wieder besser in den Griff bekommen.

Generalprobe Doha

Auch die Honda-Truppe verspricht sich einiges von Katar: Dani Pedrosa erreichte hier im Vorjahr Platz drei und Neuzugang Andrea Dovizioso hielt in beeindruckender Manier Superstar Rossi in Schach, bevor er sich schließlich einen starken vierten Rang sichern konnte. Altstar Sete Gibernau wird beim Test nicht mit von der Partie sein.

Der Spanier und einstige Erzrivale des "Doctors" muss noch seine Schulter auskurieren. Dafür steigt ein anderer "Rückkehrer" in Katar wieder in den Ring: Marco Melandri kann durchatmen und sich nach all dem Tohuwabohu um seine Saison 2009 und die Zukunft des Kawasaki-Teams, welches nun unter dem Namen "Hayate" firmiert und nur noch eine Maschine ins Rennen schickt, endlich auf die Saisonvorbereitung konzentrieren.

Spannend wird es auch für Alex de Angelis, der in seiner zweiten Saison zeigen will, was er drauf hat. Der Italiener hat auf dem Losail-Kurs ein dickes Programm zu bewältigen: "Wir müssen eine volle Renndistanz fahren, weil wir das in Malaysia nicht geschafft haben", so de Angelis. "Wir werden das mindestens einmal, wenn nicht sogar zweimal fahren, damit wir unsere Performance auf den neuen Reifenmischungen einschätzen können."

"Wir haben bereits ein gutes Gefühl für die Bridgestone-Reifen und ich arbeite mit den gleichen Technikern wie im letzten Jahr - das ist gut. Die neuen Reifen sind etwas anders, aber das ist für die Ex-Michelin-Fahrer ein größeres Problem", erklärte de Angelis gegenüber 'motogp.com'. Am 10. April wird es ernst, denn dann beginnt in Doha die neue MotoGP-Saison.

Dorna

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