Stürze gehören ebenso zum Geschäft, wie das Verspritzen von Champagner

MotoGP 2009

— 28.02.2009

Lorenzo: "Man fühlt sich wie Superman"

Stürze gehören zum Leben eines Motorradrennfahrers genauso dazu, wie der Kampf um Punkte und Podestplätze - einer der es wissen muss, ist Jorge Lorenzo

"Ich hatte dafür keine Worte. Ich war sehr überrascht, nicht nur aufgrund der Höhe, sondern auch wegen der Geschwindigkeit", gab sich der Spanier gegenüber 'Motor Cycle News nachdenklich und verglich den Unfall mit seinen eigenen Unfällen. "Ich erinnere mich noch daran, wie ich damals meinen Sturz in China gesehen habe. Es ist unglaublich, wenn man unkontrolliert durch die Gegend fliegt. Das ist schrecklich."

Jorge Lorenzo war 2008 nach einem phänomenalen Einstand in der MotoGP einige Male unsanft wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen, im wahrsten Sinne des Wortes. Jetzt muss der ehemalige britische Superbike-Star diese bittere Erfahrung machen. Aber: "Bei mir war es etwas anders, weil ich zu diesen größeren Unfällen auch einige kleinere zu erleiden hatte", erinnert sich Lorenzo.

Heute kann Lorenzo über seine Stürze lachen

"Nicht groß, aber unterm Strich alles Stürze. Ich hatte etwas Angst um mich selbst und es war nicht einfach, zurückzukommen, sich auf das Bike zu setzen und die gleichen Resultate zu erzielen, wie ich es zu Beginn der Saison geschafft habe. Bei James ist es etwas anders. Es war nur ein Sturz, allerdings einer von der sehr schweren Sorte." Daher hofft der Spanier, dass sein Yamaha-Kollege in Katar wieder mit einem freien Kopf unterwegs sein kann.

Hinsichtlich seiner eigenen haarsträubenden Stürze und Unfälle kann das Lorenzo heute locker sehen: "Jetzt kann ich darüber lachen und daran denken, wie stark es war, sich wieder zu erholen, aber man denkt auch manchmal: 'Verdammt, diese Maschinen sind die Hölle'."

"Man fühlt sich wie Superman", beschreibt der Teamkollege von Valentino Rossi die Gefühle während eines Sturzes, respektive während der Flugphase. "Nein, das ist natürlich nur ein Scherz. Man denkt an nichts, man fragt sich, ob es ein Traum oder ein Albtraum ist. Man möchte nur so bald wie möglich aufkommen und seinen Körper berühren, prüfen, ob man noch okay ist. Aber wenn man fliegt, dann dauert der Flug sehr lange, er fühlt sich fast unendlich lang an."

Fotoquelle: KAWASAKI

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