Jorge Lorenzo hat immer noch einen erheblichen Rückstand auf die Spitze

MotoGP 2009

— 03.03.2009

Die Pechvögel: Pedrosa, Lorenzo und Co.

Möglicherweise entscheiden sich schon in Katar die teaminternen Hackordnungen: Pedrosa, Lorenzo, Hayden und Toseland in Nöten

"Im ersten Teil der Session lief alles gut und unsere Fortschritte waren toll", sagte Pedrosa vor seinem Abflug in die Heimat. "Der Wind wehte immer wieder Sand auf die Strecke. Dann hatte ich urplötzlich diesen Crash. Ich fuhr gerade in die zehnte Kurve ein, als mich ein Highsider unsanft abwarf und dann das Motorrad auf mir landete. Es ist sehr schade, weil wir schon am Vortag einen ganzen Tag verloren hatten. Ich werde mich jetzt erstmal durchchecken lassen."

Lorenzo verliert an Boden

Auch Jorge Lorenzo ist noch lange nicht auf Topniveau. Der Spanier tut sich nach wie vor mit der Umstellung auf die Bridgestone-Einheitsreifen schwer. "Ich war anfangs etwas eingerostet", sagte Lorenzo nach dem Auftritt am Montag. "Ich bin eigentlich zufrieden, weil das Motorrad besser zu sein scheint, vor allem der Motor. Wir haben nun mehr Schub und das Chassis sorgt dafür, dass das Bike am Kurvenausgang nicht mehr so nervös ist."

"Der Kurs ist allerdings nicht gerade optimal. In zwei Kurven gibt es Probleme, dort rutscht man viel zu stark. Das ist gefährlich. Ich schätze, dass daher einige Jungs ihre Stürze hatten. Ich habe den Testbetrieb früh beendet, weil ich viele Runden auf der Uhr hatte und erschöpft war. Hoffentlich bin ich morgen fitter", erklärte der Rossi-Teamkollege nach 63 Runden in Katar. Seine Bestzeit reichte nur für Rang sieben - fast eineinhalb Sekunden hinter Casey Stoner.

Nach seiner Spitzenzeit am Sonntag, gab es am Folgetag für Ducati-Neuzugang Nicky Hayden wieder das übliche Bild. Während Stoner vorne munter schnelle Runden fuhr, musste der Amerikaner mit Platz neun klarkommen. "Der Wind war sehr stark, aber er drehte zum Glück die Richtung. Dann konnten wir mit der Arbeit loslegen. Wir müssen noch mehr Daten sammeln. Es läuft schon besser als in Malaysia, aber ich habe noch viel Arbeit vor mir."

Edwards lacht sich ins Fäustchen

Im hausinternen Krach bei Tech-3-Yamaha bekommt die Truppe um Colin Edwards das Grinsen kaum noch aus den Gesichtern. Zwischen dem Amerikaner und seinem Teamkollegen James Toseland war ein Streit entbrannt, weil der Brite sich den Crewchief von Edwards geschnappt hatte. Kurios: Seither fährt der erfahrene Amerikaner weit vorn, Pianist Toseland stimmt bei den bisherigen Tests eher Töne in moll an.

Auch gestern kassierte der Brite eine deftige Packung. Nach 51 Runden ließ sich Toseland eine Bestzeit von 2:00.234 Minuten notieren und war damit über zweieinhalb Sekunden langsamer als Edwards. Nach seinem Sturz in Sepang kommt der frühere Superbike-Star offenbat nicht in Tritt. Auch bei Gresini-Honda war gestern ein kurioses Bild zu erkennen. Alex de Angelis fuhr seinem Teamkollegen Toni Elias vor die Nase.

"Wir haben schon an der Abstimmung für das Rennen hier in Katar gearbeitet", spielte Honda-Werksfahrer Elias den Rückstand herunter. "Wir haben aber sicherlich noch viel Arbeit, aber es kommt ja auch noch ein Testtag. Hoffentlich sind dann die Bedingungen besser." Der Spanier hatte am Montag deutlich über eine Sekunde Rückstand hinter Andrea Dovizioso auf der schnellsten Werks-Honda des Testtages.

Die Pramac-Youngster sahen nach starken Leistungen am Vortag auf dem Losail Circuit am Montag kaum Land. Mika Kallio legte einen heftigen Sturz hin und kommentierte anschließend: "Ich ging ganz normal auf die Bremse und lag sofort auf dem Boden. Allzu schlimm war der Sturz nicht. Ich werde bestimmt morgen fahren können. Dann muss ich viel aufholen." Teamkollege Niccolò Canepa stellte den Testbetrieb nach dem Crash von Kallio ebenfalls kurzfristig ein: "Ich wollte nichts mehr riskieren."

Fotoquelle: YAMAHA

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