Dani Pedrosa und Dr. Xavier Mir heute Vormittag in der Uniklinik von Barcelona

MotoGP 2009

— 07.03.2009

Pedrosa: Aus Klinik entlassen, Saisonstart fraglich

Trotz des erfolgreichen Verlaufs der beiden Operationen ist fraglich, ob Dani Pedrosa rechtzeitig für das erste MotoGP-Saisonrennen fit wird

Nach seinen beiden Operationen am Mittwoch - der gebrochene Speichenknochen wurde mit einer Titanschraube fixiert, die Fleischwunde am Knie mit einer Gewebetransplantation behandelt - durfte Dani Pedrosa heute zwar die Universitätsklinik von Barcelona verlassen, doch ob er am ersten Saisonrennen am 12. April in Katar teilnehmen kann, ist mehr als fraglich.

Heute Vormittag stellte sich der Repsol-Honda-Star gemeinsam mit seinem Vertrauensarzt Dr. Xavier Mir der Presse. Fazit: Was die gebrochene Speiche angeht, kann schon in einer Woche mit der Rehabilitation begonnen werden, das Knie könnte jedoch zu einer längerwierigen Angelegenheit werden. Im Normalfall erfordert eine solche Verletzung eine Bewegungspause von drei Wochen. Damit verpasst Pedrosa auf jeden Fall den Jerez-Test und vielleicht den Saisonauftakt.

Dr. Mir macht dem spanischen WM-Mitfavoriten jedoch Mut: "Wir wissen, dass der Heilungsprozess bei Spitzensportlern oftmals schneller vorangeht. Wir sind optimistisch, auch wenn wir nicht mit Sicherheit sagen können, ob es für das erste Rennen reichen wird. Ausschließen können wir es aber auch nicht", so der angesehene Mediziner, der Pedrosas Knochengerüst inzwischen so gut kennen dürfte wie seine eigene Westentasche.

Pedrosa fühlt sich inzwischen "viel besser" als noch am Mittwoch: "Das Knie hat ehrlich gesagt nicht besonders gut ausgesehen, aber die Operation ist gut verlaufen und ich bin zufrieden. Dr. Ferreira hat mich heute Morgen noch einmal untersucht und dabei gesehen, wie gut das Knie aussieht. Jetzt ist einmal wichtig, dass ich dem Körper eine Pause von ein paar Tagen könne. Dann muss ich mit der Rehabilitation beginnen."

"Ich kann mir vorstellen, dass es am Anfang hart wird, Haut und Knie Elastizität zu verleihen. Was den Arm angeht, so ist alles weniger kompliziert, denn den werde ich bald wieder mobilisieren können", sagt der 23-Jährige. "Wir geben alles, um für das erste Rennen in Katar fit zu werden, aber wenn der Tag kommt, werden wir sehen, ob ich fit genug bin, um das Motorrad zu fahren. Das Ziel ist jedenfalls, beim ersten Rennen dabei zu sein."

"Man sucht sich so eine Situation nicht aus", fährt er nachdenklich fort, "aber wir haben keine andere Wahl als uns der Situation zu stellen und weiterzukämpfen. Ich bin schon oft gestürzt und habe jedes Mal zurückgekämpft und werde das auch dieses Mal wieder tun. Ich werde wieder schnell fahren. Es stimmt, dass dieser Winter nicht gerade nach Wunsch verläuft, aber ich kann es nun mal nicht ändern. Ich darf nur nicht aufgeben."

Pedrosa hatte am Montag bei den Nachttestfahrten in Katar einen Highsider erlitten und flog anschließend nach Barcelona, um seine Verletzungen behandeln zu lassen. Wer ihn beim Auftaktrennen ersetzen könnte, sollte er nicht rechtzeitig fit werden, ist noch völlig unklar. Ein möglicher Kandidat wäre HRC-Testfahrer Tadayuki Okada. Auf der zweiten Repsol-Honda wird in jedem Fall Neuzugang Andrea Dovizioso sitzen.

Fotoquelle: Repsol

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