Valentino Rossi ist mit der derzeitigen Lage in der Moto GP nicht zufrieden

MotoGP 2009

— 11.03.2009

Rossi kritisiert: "MotoGP ist zu elitär geworden"

Die Kluft zwischen Werks- und Privatteams ist zu groß geworden, die Technik in der MotoGP zu komplex - Valentino Rossi fordert ein Umdenken

Die Privatteams in der MotoGP müssen mehr Unterstützung bekommen - das fordert nun Weltmeister Valentino Rossi. Damit könnte man zwei Probleme lösen, so der Yamaha-Star: Zum einen könnten mehr kleine Teams ermutigt werden, in die MotoGP einzusteigen, zum anderen hätte die Dominanz der übermächtigen Werksteams ein Ende. Der letzte Sieg eines Privatteams liegt fast drei Jahre zurück. Damals hatte Gresini Honda mit Toni Elias in Estoril gewonnen.

Rossi fordert auch, dass die hochkomplizierte Technik in der Königsklasse wieder vereinfacht wird. "Unsere Maschinen sind so komplex, dass nur wenige Hersteller sie bauen können", sagte er dem Magazin 'Motosprint'. "Deshalb gibt es auch wenige Fahrer und keine Privatiers mehr. Bis 2006 konnte ein Privatier wie Marco Melandri um den Titel kämpfen, aber seit der Einführung der 800er-Maschinen 2007 ist die Kluft zwischen Werksteams und Privatiers groß geworden. Die MotoGP ist zu elitär geworden und das ist nicht gut."

Einen Vorschlag, das Problem zu lösen, hat der Yamaha-Star auch parat. So könnten die Hersteller den kleinen Teams mehr ehemalige Werksmaschinen zur Verfügung stellen. Nicht ganz abwegig ist seine Frage: "Warum landen meine Maschinen nach der Saison in der Schrottpresse, anstatt sie an ein Privatteam zu verkaufen, dass dann zwei weitere Piloten an den Start schicken kann?"

Doch Rossi kennt die Antwort darauf: Man fahre auf einem so hohen Niveau, dass Yamaha Angst habe, dass andere herausfinden, wie die Japaner ihre Maschinen bauen, "deshalb werden sie lieber verschrottet." Der Italiener ist der Meinung, dass in der MotoGP mindestens 24 Piloten an den Start gehen sollten - in der kommenden Saison sind es gerade einmal 18.

Gerade in Zeiten der Finanzkrise müsse man alles versuchen, um Teams zu halten und neue dazuzugewinnen. Deshalb fordert Rossi, dass die Unterstützung für Privatteams auch bei den Diskussionen um die Sparmaßnahmen thematisiert wird. "Wir müssen die Kosten senken und die Bikes langsamer machen", drängte er. "Die Wirtschaftslage ist ganz schlecht, Motorräder werden nicht mehr verkauft und wir können nicht so tun, als ob nicht passiert wäre."

Fotoquelle: Yamaha

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