In Jerez geht es für alle Beteiligten noch einmal um den letzten Feinschliff

MotoGP 2009

— 24.03.2009

Testabschluss in Jerez: Feinschliff und Zeitenjagd

In Jerez schließen alle Klassen bei den offiziellen MotoGP-Testfahrten die Vorbereitung ab - Dem Schnellsten winkt wieder ein BMW - 'DSF' überträgt live

Zum Abschluss der Saisonvorbereitung noch einmal alles geben - das ist die Vorgabe für die Fahrer und Teams der Motorrad-Weltmeisterschaft. Ab morgen treffen sich in Jerez alle drei Klassen zu den letzten offiziellen MotoGP-Testfahrten vor dem Saisonauftakt Mitte April. Die Teilnahme an diesem Test ist für alle verpflichtend. Es ist das erste Mal seit dem Saisonfinale 2008, dass alle Klassen gemeinsam an einer Rennstrecke sind. Vom morgigen Mittwoch an bis zum Freitag gehört die Teststrecke den kleinen Klassen 125er und 250er.

Hier geht es auch für die deutschsprachigen Vertreter Stefan Bradl, Sandro Cortese, Michael Ranseder, Dominique Aegerter, Jonas Folger, Randy Krummenacher (alle 125er) und Tom Lüthi (250er) darum, sich und ihren Maschinen den letzten Schliff zu verpassen. Bei manchen besteht noch einiger Arbeitsbedarf: So hofft Haojue-Pilot Ranseder, für seine nagelneue Maschine noch ein paar PS zu bekommen. Kiefer-Pilot Bradl, der in dieser Saison als einer der Topfavoriten bei den 125ern gilt, muss nach zuletzt mäßigen Testzeiten auch noch zulegen. Dafür geht es bei Cortese darum, auf seine starken Leistungen bei den bisherigen Tests aufzubauen.

Am Samstag und Sonntag gehen dann die "Großen" in Jerez auf die Strecke - die MotoGP-Piloten. Wegen der massiven Testbeschränkungen im Sommer ist es für Weltmeister Valentino Rossi und seine Kollegen eigentlich die letzte Gelegenheit, noch einmal richtig an ihren 2009er-Maschinen zu feilen. Denn bei den beiden im Sommer angesetzten Tests in Barcelona und Brünn dürfen nur die Testpiloten ran - und das nur mit den 2010er-Prototypen.

Und so versammeln sich alle illustren Namen aus der MotoGP in Jerez. Nur Dani Pedrosa fehlt verletzungsbedingt. Der Repsol-Honda-Pilot wird von dem Japaner Kousuke Akiyoshi vertreten. Alle Augen werden in Jerez natürlich auf Weltmeister Valentino Rossi gerichtet sein. Der Yamaha-Star war in der bisherigen Saisonvorbereitung wieder einer der schnellsten Piloten und er ist topfit. Doch sein Rivale Casey Stoner konnte Rossi bei den bisherigen Tests mit Bestzeiten unter Druck setzen - obwohl er noch Probleme mit seinem verletzten Handgelenk hat. Das sorgt dafür, dass er noch Schwierigkeiten hat, mit seiner Ducati konstant schnelle Runden zu fahren.

Viel versprechend verlief die Saisonvorbereitung bisher auch für die Werkspiloten Jorge Lorenzo (Yamaha), Nicky Hayden (Duvati) sowie Loris Capirossi und Chris Vermeulen (beide Suzuki). Bei Suzuki gilt es noch, die GSV-R auf den Geraden schneller zu machen. Da bei Honda Pedrosa ausfällt, müssen sein neuer Teamkollege Andrea Dovizioso und Gresini-Pilot Toni Elias die Hauptarbeit mit der Werks-Honda RC212V leisten. Zwei Teams nutzen die große Aufmerksamkeit bei den Jerez-Tests auch für ihre offizielle 2009er-Präsentation: Rizla-Suzuki und Monster-Yamaha-Tech-3.

Der erste Fight des Jahres: "BMW M Award"

Der Jerez-Test wird auch gern als "GP Zero" bezeichnet. Er ist das letzte große Kräftemessen, bevor es richtig ernst wird. Und schon in Jerez herrschen Wettbewerbsbedingungen. Denn das unbestrittene Highlight des Wochenendes ist der jährliche "BMW M Award". Am Sonntag findet am 14:05 Uhr ein qualifyingähnliches Shootout statt.

Der Pilot, der die schnellste Rundenzeit hinlegt, darf in diesem Jahr einen nagelneuen BMW 135i der "BMW Sauber F1 Team Edition" mit nach Hause nehmen. Von diesem Sportwagen wurde nur eine limitierte Auflage von 135 Stück gebaut - entsprechend den 135 Punkten, die das BMW Sauber F1 Team im vergangenen Jahr in der Formel 1 geholt hat.

Zu den bisherigen Siegern des Awards gehören Rossi, Stoner, Capirossi und Sete Gibernau. Der amtierende Weltmeister Rossi konnte bereits zwei BMW Z4 mit nach Hause nehmen, Capirossi gewann schon einen BMW 330 CD, den er seinen Mechanikern schenkte und Stoner sicherte sich im vergangenen Jahr einen Z4 M Roadster. Am Ende der Saison winkt den Piloten noch einmal ein Toppreis aus München: Wie schon seit 2003 wird der "BMW Best Qualifier Award" ausgetragen. In jedem Rennen bekommen die Piloten Punkte für ihre Qualifyingposition. Wer am Saisonende die meisten Punkte gesammelt hat, bekommt einen BMW M3 Sedan.

Das Shootout am Sonntag ist auch live im 'Deutschen Sport Fernsehen' zu verfolgen. Das 'DSF', das sich für dieses Jahr die Übertragungsrechte an der MotoGP gesichert hat, berichtet am Sonntag ab 13:30 Uhr aus Jerez. Die Tests der MotoGP werden live gezeigt, über die Testfahrten in den kleineren Klassen wird in einer Zusammenfassung berichtet. Kommentator ist Edgar Mielke, als Experte fungiert Alex Hofmann.

Fotoquelle: Honda

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