Valentino Rossi muss jetzt schneller die optimale Abstimmung finden

MotoGP 2009

— 28.03.2009

Yamaha in Zeiten der Wirtschaftskrise

Dank der Erfolge konnte Yamaha wichtige Sponsoren halten - Valentino Rossi macht nur die geringere Trainingszeit Sorgen

Bevor es heute in Jerez auf die Teststrecke ging, lud das Yamaha-Team noch zu einer großen Pressekonferenz in die Teamhospitality. Eines der Hauptthemen dabei war die Wirtschaftskrise, deren Auswirkungen auch das Weltmeisterteam zu spüren bekommt. Yamaha-Rennchef Lin Jarvis räumte ein: "Die Geschäfte sind derzeit schwierig", betonte aber: "Wir bekennen uns voll zur MotoGP."

"Yamaha steht voll hinter unseren Bemühungen", fuhr Jarvis fort. Zudem hat man als Weltmeisterteam auch Vorteile gegenüber den anderen Teams: "Da wir so erfolgreich waren, konnten wir wichtige Sponsoren und Unterstützer halten. Wir möchten uns vor allem bei Fiat für die Fortsetzung des Engagements bedanken."

Gespart werden muss dennoch. Drohen auch Gehaltskürzungen für Weltmeister Valentino Rossi? "Ich hatte Glück, denn ich habe meinen Vertrag schon im Juni unterschrieben", antwortete Rossi lachend. "Ich weiß nicht, ob es etwas Neues gibt, aber ich denke, dass mein Gehalt gleich bleibt. Und von Yamaha hat mir noch keiner gesagt, dass sich da etwas ändert." Doch Rossi fuhr ernsthaft fort: "Es sind eher die anderen Teammitglieder, die Opfer bringen müssen. Meine Mechaniker müssen oft den weiten Flug von Australien machen und sie müssen vielleicht Economy fliegen. Aber für mich und all die anderen Fahrer ändert sich nichts.

Im Zuge der Sparmaßnahmen in der MotoGP wurde der Zeitplan eines Rennwochenendes komprimiert, die Trainingszeit wurde massiv gekürzt. Und das ist der Punkt, der Weltmeister Rossi mehr Kopfzerbrechen bereitet. "Am Wochenende haben wir eineinhalb Stunden weniger, um das Bike abzustimmen und die Tests während der Saison fallen weg. Die reduzierte Trainingszeit macht mir ein paar Sorgen. Denn im vergangenen Jahr haben wir die richtige Einstellung oft erst am Sonntagmorgen gefunden", so der Italiener.

"Damit wird es schwieriger für uns alle", so Rossi, der aber nochmals betonte: "Die wahren Opfer müssen andere bringen, vor allem die Leute, die in der Hospitality oder in der Box arbeiten." Sein Teamchef Davide Brivio ist jedoch davon überzeugt, dass die Spaßmaßnahmen nur hinter den Kulissen zu spüren sein werden: "Die Fans werden nicht an solche Probleme denken, wenn sie sich um zwei Uhr hinsetzen und die Rennen anschauen."

In Zeiten der Finanzkrise muss man näher zusammenrücken und enger zusammenarbeiten. Das gilt auch für das Yamaha-Team. Die Trennwand zwischen den Bereichen von Rossi und Teamkollege Jorge Lorenzo bleibt jedoch stehen. Dieses Thema sorgt für endlose Fragen der Journalisten. Lorenzo kann es zwar bald nicht mehr hören, blieb aber gelassen: "Ich habe Valentinos Telemetrie und er hat meine. Aber jeder Fahrer muss sich auf seine eigene Arbeit konzentrieren, sonst wird er nie gewinnen."

Fotoquelle: Yamaha

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.