Valentino Rossi fordert wieder mehr Zeit zum Trainieren und Testen

MotoGP 2009

— 28.03.2009

Rossi: Lieber mehr Training und weniger Rennen

Sparmaßnahmen: Valentino Rossi würde es lieber sehen, wenn weniger Rennen im Kalender stehen, es dafür aber mehr Zeit zum Trainieren geben würde

In Zuge der Sparmaßnahmen wurde die Trainingszeit in der MotoGP massiv gekürzt. Die Session am Freitagvormittag fällt weg, die anderen Sessions wurden gekürzt. Insgesamt haben die Piloten in diesem Jahr pro Rennwochenende eineinhalb Stunden weniger Trainingszeit zur Verfügung, um ihre Maschinen rennfertig zu machen. Doch die Kürzungen könnten noch weiter gehen: Heute wird in Jerez darüber beraten, ob der Freitag 2010 ganz gestrichen wird.

Für Weltmeister Valentini Rossi gehen diese Sparmaßnahmen in die faslche Richtung. "Für uns als Fahrer wäre es besser, wenn wir weniger Rennen fahren, aber wieder so viel Trainingszeit bekommen wie früher", sagte der Yamaha-Star. In dieser Saison stehen 17 Rennen im Kalender - 1997 waren es noch 14, damals endete die Saison bereits im September. Heutzutage wird das letzte Rennen im November gefahren.

Rossi ist auch klar, dass es für die Fernsehübertragungen wichtig ist, mehr Rennen zu haben. Doch er bemängelt, dass es nun weniger Zeit für die Rennvorbereitung gibt: "Es kann des Öfteren vorkommen, dass man an den Start gehen muss, ohne das perfekte Setup gefunden zu haben." Er schränkte jedoch ein: "Mit den Einheitsreifen hat man in diesem Bereich weniger Arbeit, damit könnte es etwas einfacher werden."

Davon, den Freitag ganz zu streichen, hält Rossi nichts: "Vielleicht machen wir dann Autogrammstunden für die Fans - das ist wichtig für die Zuschauer, die an die Strecke kommen. Aber ich finde die Idee, den Freitag zu verlieren, nicht gut. Denn in nur zwei Stunden am Samstag ist es fast unmöglich, eine gute Abstimmung zu finden. Und wenn wir am Freitag nicht fahren, ist die Strecke am Sonntag noch dreckiger und hat weniger Grip - und das könnte gefährlich werden."

Doch Rossi sieht bei den Kürzungen nicht nur Probleme auf sich selbst zukommen, sondern vor allem auf die Rookies. Zumal die Einsatzpiloten im Sommer auch nicht mehr zwischen den Rennen testen dürfen. "Wenn junge Fahrer in die MotoGP kommen, müssen sie viele Kilometer abspulen, um die Maschinen kennenzulernen und um an ihre Grenzen zu kommen", erklärte der Weltmeister.

"Für die Youngsters wird es in Zukunft schwieriger sein als bisher", ist sich Rossi sicher. "Als ich 2000 in die 500er-Klasse eingestiegen bin, bin ich im Winter davor sehr viele Kilometer gefahren - und noch einmal so viele Kilometer während der Saison. Das ist nun nicht mehr möglich. Die Jungen haben es nun schwerer und vielleicht wird jetzt noch wichtiger, wie viel Erfahrung jemand hat."

Fotoquelle: Yamaha

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