Um Kosten zu sparen, wurde das Reglement der MotoGP weiter geändert

MotoGP 2009

— 29.03.2009

MotoGP: Die Regeländerungen im Überblick

Die FIM hat die komplette Liste mit den Änderungen für 2009 und 2010 veröffentlicht: Kostensparen im Mittelpunkt, auch bei der Technik

Am gestrigen Samstag haben FIM-Präsident Vito Ippolito und Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta in Jerez bereits einen Überblick über die wichtigsten Regeländerungen in der MotoGP gegeben. Nun hat die FIM die komplette Liste der Änderungen für 2009 und 2010 veröffentlicht. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht das Ziel, die Kosten in der MotoGP weiter zu senken.

Gelockert wurde das Testverbot während der Saison 2009. So dürfen die Einsatzpiloten nun in Barcelona und Brünn doch auf die Strecke. Allerdings wird es im Winter nur noch insgesamt acht Testtage geben. Die Anzahl der Motoren pro Fahrer wird weiter beschränkt. Zudem darf jeder Fahrer 2010 nur noch eine Maschine haben, keine Ersatzmaschinen mehr. Gespart wird auch im Bereich Technik. Die Änderungen im Überblick:

MotoGP 2009:

1. Beschränkung der Motorenanzahl ab dem Tschechischen Grand Prix (inkl.):
a) Ein Fahrer darf bis zum Saisonende maximal fünf Motoren einsetzen.
b) Neue Motoren müssen vor dem Einsatz (Training, Warm Up, Rennen) versiegelt werden.
c) Ein neuer Motor gilt als benutzt, wenn das Motorrad die Boxengasse verlässt.
d) Die Auspufföffnungen aller benutzten Motoren werden nach jeder Veranstaltung zusätzlich verzögert.
e) Ein versiegelter Motor kann jederzeit wieder eingesetzt werden.
f) Für die Nutzung eines nicht genehmigten Motors wird ein Fahrer mit dem Abzug von zehn Punkten seiner Gesamtpunktzahl in der Weltmeisterschaft bestraft.

2. Winterstests 2009 - 2010: Acht Tage insgesamt. Orte und Termine werden noch bekanntgegeben.

3. Keramik-Verbundwerkstoffe werden für Bremsscheiben und Bremsklötze nicht zugelassen.

4. Jegliche unter Druck stehende Hydraulik-Systeme sind verboten. Auch Motorenschmieröle dürfen nicht für andere Zwecke verwendet werden.

5. Elektronisch kontrollierte Aufhängungen sind nicht erlaubt.

6. EGR (Abgasrückführung) ist nicht erlaubt.

7. Nicht unter Vertrag stehende Piloten dürfen jederzeit auf jeder Strecke testen, dabei müssen aber folgende Beschränkungen beachtet werden:
a) Zugelassen sind nur Reifen des Exklusivlieferanten. Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember dürfen inclusive den After-Race-Tests nur 240 Reifen pro Hersteller verwendet werden.
b) Nachdem die MotoGP-Saison begonnen hat, wird das Testen vor einem Rennen der MotoGP-Meisterschaft auf zwei Strecken begrenzt. Sie müssen mindestens 14 Tage vor dem Rennen stattfinden.

8. Testen für Fahrer mit Vertrag (Einsatzpiloten)
a) Einsatzpiloten dürfen zwei After-Race-Tests absolvieren. Die Reifen, die sie dabei benutzen, werden nicht gezählt.
b) Das Wintertestverbot wird bis 31. Januar verlängert.


MotoGP 2010:

1. Pro MotoGP-Veranstaltung darf nur eine Maschine pro Fahrer eingesetzt werden.

2. Ein Fahrer darf während der gesamten Saison maximal sechs Motoren einsetzen.

3. Ein Zeitplan für die Rennwochenenden wird noch bekanntgegeben.

4. Karbon-Bremsscheiben dürfen nur den Durchmesser von 320 Millimetern und zwei verschiedene Massen haben.

5. Der maximale Kraftstoff-Einspritzdruck beträgt 10 bar.

6. MMC (Metall-Matrix-Verbundstoffe) und FRM (Faser-Matrix-Materialien) werden nicht zugelassen.

7. Temperatursensoren für die Reifen werden nicht zugelassen.

8. Von 2010 bis 2010 wird die Felgenbreite pro Hersteller auf zwei Größen für Vorder- und eine Größe für Hinterräder beschränkt. Reifendurchmesser werden auf 16,5 Zoll beschränkt.

9. Variable Auspuffsysteme werden nicht zugelassen.

10. Systeme zur variablen Motorsteuerung und elektrisch oder per Flüssigkeit betriebene Ventilhub-Systeme werden nicht zugelassen.

11. Die Pleuelstange darf keine Hohlstruktur haben, aber ein Ölleitungsrohr von weniger als zwei Millimetern ist erlaubt.

12. Das Doppelkupplungssystem (DSG) wird nicht zugelassen.

13. Automatikgetriebe werden nicht zugelassen. Aber Handschaltgetriebe, unterstützt von kleiner Kraft, werden erlaubt.

14. Stufenlose Getriebe werden nicht zugelassen.

15. Nur die Dorna kann GPS-Einheiten bereit stellen, die einzig Unterhaltungszwecken wie TV-Berichterstattung dienen und die nicht mit der CPU verbunden werden können.

16. Elektrische / elektronische Lenkungsdämpfer werden nicht zugelassen.

17. Das Minimalgewicht des Motorrads liegt beim bestehenden + 2 Kilogramm. (Beispiel: 150 Kilogramm für Vierzylinder).

18. In den Boxen dürfen nur fünf Personen an der Maschine arbeiten.

19. Piloten, die zum ersten Mal in der Meisterschaft fahren (Rookies), müssen in einem Nicht-Werksteam antreten.


Moto2:

Die MSMA hat einstimmig vorgeschlagen, Einheitsmotoren eines Herstellers einzusetzen. Hersteller werden kontaktiert, um herauszufinden, ob sie Interesse haben.

Fotoquelle: Honda

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