Valentino Rossi wurde auf seiner Zeitenjagd immer wieder aufgehalten

MotoGP 2009

— 29.03.2009

Rossi: "Ich hatte viel Pech"

Jerez-Shootout: Valentino Rossi wurde bei seiner Jagd auf Casey Stoner immer wieder ausgebremst - Yamaha reist dennoch zufrieden aus Spanien ab

Im ersten offiziellen Kräftemessen der Saison 2009 musste sich Weltmeister Valentino Rossi seinem Erzrivalen Casey Stoner geschlagen geben. Rossi wurde in Jerez im Qualifying-Shootout um den "BMW M Award" Zweiter - mit sieben Zehntelsekunden Rückstand auf Stoner. Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo, der bis zum heutigen Sonntagmittag die Testbestzeit des Wochenendes gehalten hatte, wurde im Shootout Vierter.

Es war die erste "Qualifying"-Session nach dem neuen Reglement mit Einheitsreifen und ohne Qualifyer. Das Shootout wurde zunächst nach dem schweren Sturz von James Toseland für mehrere Minuten unterbrochen. Dann begann es in den letzten Minuten zu regnen. Die beiden Yamaha-Piloten waren enttäuscht, dass sie die Session nicht voll ausnutzen konnten. Sie reisen aber dennoch mit einer zufriedenen Testbilanz aus Spanien ab. Die nächste Aufgabe ist der Saisonauftakt am 12. April unter den Flutlichtern von Katar.

In der Session am Vormittag belegte Rossi den dritten Platz. Der Italiener arbeitete in diesem letzten Test vor der Saison an der Feinabstimmung seiner M1. Teamkollege Lorenzo war am Morgen noch schneller als Rossi und belegte Rang zwei hinter Stoner. Eigentlich hatte sich das Yamaha-Duo darauf gefreut, am Nachmittag richtig zuzuschlagen. Doch dann kam es anders.

"Ich hatte mir ganz ehrlich den zweiten Platz zum Ziel gesetzt, weil ich nicht glaube, dass unser Sponsor Fiat gewollt hätte, dass ich ein anderes Auto gewinne", kommentierte Rossi mit einer großen Portion Galgenhumor. "Spaß beiseite - ich bin mit diesem Test doch ganz zufrieden, weil wir gestern Nachmittag und heute Morgen sehr gut gearbeitet haben. Wir haben gute Fortschritte gemacht und das Wichtigste: Wir waren schnell! Wir haben eine gute Abstimmung für das Rennen hier gefunden, meine Rennpace und mein Speed sind gut."

"Heute Nachmittag hatte ich viel Pech", erklärte der "Doktor" weiter. "Kurz vor der roten Flagge war ich auf einer schnellen Runde unterwegs und wurde blockiert. Dann kam die rote Flagge und damit hatte ich nicht mehr viel Zeit, bevor der Regen kam. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich Stoner hätte schlagen können. Er war auf einer Runde einfach schneller als ich."

Ein Qualifying ohne Qualifyer zu fahren, sei "seltsam" gewesen, berichtete Rossi weiter: "Der Grip ist nicht der selbe. Aber Bridgestone hat einen guten Job gemacht. Man kann immer noch pushen, deshalb denke ich, dass man durchaus Spaß haben kann. Jetzt haben wir die Tests abgeschlossen, und ich kann es kaum erwarten, endlich wieder Rennen zu fahren. Ich denke, dass wir in guter Form sind und vom Start weg pushen können."

Rossis Teammanager Davide Brivio sprach ebenfalls von einem "positiven Test": "Wir haben unser Programm weitgehend durchgearbeitet und am Ende waren wir gut in Form. Wir haben die Maschine weiter verbessert. Ganz wichtig ist, dass Valentinos Rennpace jetzt sehr gut ist. Es war schade, dass wir die 'Qualifying'-Session heute nicht gewonnen haben, denn das ist immer ein schöner Start in die Saison. Aber Casey war sehr stark, Gratulation. Wir reisen sehr zufrieden hier ab. Für Katar müssen wir noch an ein paar Kleinigkeiten arbeiten, aber grundsätzlich sind wir ready to race."

Lorenzo rechnet mit schwierigen Qualifyings

Lorenzo hatte nach seiner Bestzeit am gestrigen Samstag heute Probleme mit den kühleren Temperaturen und den daraus resultierenden anderen Bedingungen. Der Spanier erwartet sich auch, dass die Qualifyings in dieser Saison für ihn recht schwer werden: "Ich war immer ein Spezialist mit Qualifyern, diesen Vorteil habe ich jetzt nicht mehr. Deshalb muss ich mich umgewöhnen. Mein Fahrstil passt besser zu den härteren Reifen, deshalb wird es für mich schwer, in diesem Jahr im Qualifying wieder so schnell zu sein!"

Stoner sei heute mit den weichen Reifen einfach "so schnell" gewesen, erklärte Lorenzo weiter: "Ich hatte keine Chance, ihn einzuholen. Aber das Wichtigste ist, dass ich mich hier an beiden Tagen wirklich gut gefühlt habe. Ich war konstant schnell und bin definitiv bereit, beim Saisonauftakt in Katar um das Podium zu kämpfen."

Lorenzos Teammanager Daniele Romagnoli hatte nach den Tests gestern und heute Vormittag eigentlich erwartet, dass sein Schützling näher an der Spitze ist. "Aber da sind wir heute nicht hingekommen", sagte er. "Wir haben den härteren Reifen gewählt, mit dem Jorge gestern seine beste Performance gezeigt hat. Aber leider war es heute kühler, deshalb hätte der weiche Reifen mehr Potenzial gehabt. Unsere Rennpace ist gut, aber wir müssen noch daran arbeiten, an Casey heranzukommen, denn er ist sehr schnell. Jetzt kommt es in Katar darauf an. Dort hatten wir einen sehr guten Test und wir sind zuversichtlich, dass Jorge dort an die Spitze fahren kann."

Fotoquelle: Yamaha

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