Die Titelverteidigung ist das ganz klare Ziel: Weltmeister Valentino Rossi

MotoGP 2009

— 06.04.2009

Vor dem Auftakt: Rossi denkt von Rennen zu Rennen

Yamaha vor dem Saisonstart in Katar: Valentino Rossi ist "in Topform" und neugierig, Jorge Lorenzo hat sich an die Bridgestone-Reifen gewöhnt

Bei Yamaha ist alles klar für den Auftakt 2009. Zum zweiten Mal in Folge beginnt die MotoGP-Saison mit einem Flutlichtrennen in Katar. Weltmeister Valentino Rossi und Teamkollege Jorge Lorenzo gehen voller Zuversicht ins neue Jahr, auch wenn sie wissen, dass mit Duacti-Mann Casey Stoner ein harter Gegner auf sie wartet.

Rossi startet mit insgesamt 97 Siegen in der Königsklasse auf seinem Konto in die neue Saison. Zwei davon hat er auf der Wüstenstrecke in Katar geholt. Doch im vergangenen Jahr lief es in Losail gar nicht für den Italiener. Er wurde "nur" Fünfter, sein zweitschlechtestes Ergebnis der ganzen Saison 2008. Das will der "Doktor" in diesem Jahr ändern.

"Katar ist nicht gerade eine unserer stärksten Strecken, aber wir haben noch ein paar Pfeile im Köcher und ich hoffe, dass wir uns mit ein bisschen mehr Arbeit für das erste Rennen noch verbessern können", sagte Rossi. "Sobald die Rennen anstehen, haben die Tests wirklich keine Bedeutung mehr. Die Situation ist nun eine ganz andere und wir werden wirklich nicht wissen, was passiert, bis wir dort hinkommen, es ist sehr aufregend!"

Er sei sehr zuversichtlich, betonte Rossi: "Wir sind in Topform, auch wenn wir auf dieser Strecke unseren schlechtesten Testfahrten. Generell bin ich mit der Performance meiner M1 zufrieden. Yamaha hat einen großartigen Job gemacht und das macht mich happy."

"Mit den neuen Einheitsreifen werden die Taktiken von Rennen zu Rennen klarer", fuhr der "Doktor" fort. "Ich denke, dass viele neue Faktoren eine Rolle spielen werden und dass die Strategie recht entscheidend sein wird in der Frage, wo man das Rennen startet. Ich denke auch, dass das Glück im Qualifying eine große Rolle spielen wird, mehr als bisher! Ich bin recht neugierig darauf, was mit so wenigen Reifen in einem 45 Minuten langen Rennen passieren wird, das wird sehr interessant. Ich habe die vergangene Woche genutzt, um zu entspannen, neue Kraft zu tanken und zu trainieren. Es wird eine sehr lange Saison und wir müssen konstant 100 Prozent geben. Wir werden es Rennen für Rennen angehen und uns auf unser Ziel konzentrieren, das natürlich ist, wieder die Weltmeisterschaft zu gewinnen."

Rossi Teammanager Davide Brivio schloss sich dem Optimismus des Italieners an: "Valentino war bei den Testfahrten sehr stark und wir machen uns wegen Katar überhaupt keine Sorgen. Wir werden noch verschiedene Dinge ausprobieren und wir sind zuversichtlich, dass er schnell genug sein wird, um dort um den Sieg zu kämpfen."

Auch Brivio findet das neue Reifenreglement "aufregend": "Damit kommt im ersten Rennen etwas Neues auf uns zu, aber wir sind recht zuversichtlich, denn wir sind schon ein Jahr lang mit dem Bridgestones gefahren und es ist auch klar, dass sie mit den neuen Reifen einen guten Job gemacht haben. Es wird recht komisch sein, am Freitag kein Training zu haben. Wir müssen sicherstellen, dass wir sehr konzentriert sind und die uns verfügbare Zeit optimal nutzen. Glücklicherweise haben wir das erfahrenste Team im Fahrerlager! Was die Saison im Allgemeinen angeht: Konstanz wird der Schlüssel zum Titelgewinn sein. Unser Ziel ist, in Katar gleich richtig anzufangen."

Lorenzo: Schöne Erinnerungen an Katar

Rossis Teamkollege Lorenzo feierte im vergangenen Jahr in Katar einen sensationellen Einstand in die MotorGP: Der junge Spanier holte sich bei seinem Debütrennen die Pole Position und den zweiten Platz. Zwar baute er während der Saison auch einige Unfälle, er war am Ende aber bester Rookie. Nun hat er ein Jahr Erfahrung und seine Leistungen aus den Tests stimmen das Team zuversichtlich. Man erwartet sich von dem 21-Jährigen in diesem Jahr Rennensiege.

"Ich fühle mich gut und bin heiß darauf, dass die Saison beginnt", sagte Lorenzo. "In der Vorsaison haben wir hart gearbeitet, aber letzten Endes habe ich doch herausgefunden, wie man mit dem neuen Bridgestonereifen schnell fahren kann. Nach dem letzten Tag in Katar und dem Test in Jerez bin ich zuversichtlich, dass sich einen guten Start in die Saison haben kann. Die Reifen sind ganz anders und ich musste meinen Fahrstil ändern, aber Schritt für Schritt habe ich mich an sie gewöhnt. Für die Qualifikation ist die neue Regel natürlich schade, denn ich war ein Fahrer, der auf Qualifyern immer schnell war. Aber die Regel gilt für alle und wir werden uns daran gewöhnen."

Lorenzo denkt noch nicht an den Titel

"Ich fühle mich jetzt wesentlich erfahrener, als das vor einem Jahr der Fall war. Und ich fühle mich auch stärker, obwohl ich bei diesem Rennen im vergangenen Jahr auf der Pole stand! Mein Ziel für die Saison ist es, meinen vierten Platz aus dem vergangenen Jahr zu verbessern. Ich möchte mich Jahr für Jahr steigern", blickte Lorenzo voraus. "Den Titel holen zu wollen, wäre jetzt noch ein zu großes Ziel. Jetzt konzentriere ich mich nur auf Qatar. Ich habe auch eine neue Startnummer - 99 - und ich hoffe, dass sie mir Glück bringt."

"Das Hauptziel der Wintertests war, eine gute Grundabstimmung für die neue Yamaha M1 von Jorge zu finden. Das ist uns gelungen, deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir in Katar ein gutes Ergebnis holen können", ergänzte Lorenzos Teammanager Daniele Romagnoli. "Aber wir müssen weiter arbeiten, denn es ist klar, dass unsere Rivalen in diesem Jahr sehr stark sind. Katar ist eine gute Strecke für uns, wie wir im vergangenen Jahr gesehen haben. Wenn wir das wiederholen könnten, wäre es perfekt!"

Für das erste Rennen nach dem neuen Reifenreglement müsse man noch daran arbeiten, die Reifennutzung in der Qualifikation zu optimieren, erklärte Romagnoli, "aber das ist kein großes Problem, denn wie ich bereits sagte, haben wir eine gute Basis. Das Team freut sich darauf, dass es endlich wieder losgeht und nun warten wir nur noch darauf, dass wir am Freitagnachmittag mit unserer Arbeit beginnen können!"

Fotoquelle: Yamaha

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