Casey Stoner ist sehr schnell, aber er will vor der Saison nicht übermütig werden

MotoGP 2009

— 06.04.2009

Stoner: Siegeshungrig - aber immer auf der Hut

Ducati vor dem Saisonstart: Casey Stoner sieht sich bestens gerüstet, will aber Fehler aus dem Vorjahr vermeiden - Nicky Hayden hätte gern noch mehr getestet

Wenn die Wintertests die Weltmeisterschaft entscheiden würden, dann könnte sich Ducati-Pilot Casey Stoner bereits jetzt entspannt zurücklehnen. Der Australier war in der Vorsaison klar der schnellste Mann, obwohl er teilweise noch durch seine Handgelenksverletzungen behindert wurde. Doch die Testergebnisse zählen nun nichts mehr, jetzt wird es richtig ernst: Am kommenden Wochenende startet die MotoGP-Saison mit dem Nachtrennen in Katar.

"Ich lasse die Sommerferien in Australien nun hinter mir, aber um die Wahrheit zu sagen, kann ich es kaum erwarten, dass die neue Saison startet", erklärte Stoner. "Ich bin mit den Fortschritten, die wir hinter den Kulissen zusammen mit dem Ducati-Ingenieuren gemacht haben, wirklich zufrieden - und natürlich auch mit den Tests, die wir auf der Strecke gefahren sind."

Die GP9 habe sich in vielen Bereichen verbessert und sei nun wesentlich einfacher zu fahren, berichtete der Weltmeister von 2007: "Die Kraftübertragung vom Motor ist besser, der Karbonrahmen ist stabiler geworden und ich bin auch mit der Karbonschwinge zufrieden, obwohl wir sie erst bei den letzten beiden Tests ausprobiert haben und hier noch ein bisschen damit arbeiten müssen, bevor wir sie voll nutzen können."

Doch Stoner bemüht sich, nicht allzu euphorisch in die neue Saison zu gehen: "Die Testfahrten waren positiv, aber wir wissen, dass die Rennen eine neue Geschichte sind. Wir können uns einfach nicht erlauben, irgendwann nicht auf der Hut zu sein - wir müssen hart weiter arbeiten, damit wir nicht dieselben Fehler machen wie in der vergangenen Saison. Damals sind wir mit zu viel Selbstvertrauen an den Start gegangen. Katar ist keine besonders aufregende Strecke, sie ist sehr flach, aber auch nicht allzu schlecht. Wir hoffen einfach, dass es wärmer ist als beim Test."

Haydens 100. Grand Prix

Stoners neuer Teamkollege Nicky Hayden fährt in Katar seinen 100. Grand Prix. Der Amerikaner hat im Winter hart daran gearbeitet sich an eine völlig neue Maschine, eine neue Reifen und an ein neues Team zu gewöhnen. "Es ist schön, endlich wieder Rennen fahren zu können", erklärte Hayden. "Die Saison beginnt in diesem Jahr wesentlich später als normal und trotzdem haben wir nicht viel getestet. Um ehrlich zu sein, hätte ich in der Vorsaison gerne noch etwas mehr Zeit mit dem Bike verbracht, aber damit müssen wir leben und jetzt wird es ernst."

"Wenn ich die Wahl gehabt hätte, wo ich mein Debüt auf der Ducati geben möchte, dann hätte ich Qatar ausgewählt. Denn hier hatten wir vor ein paar Wochen einen sehr guten Test, ich hatte also Glück", fuhr Hayden fort. Er räumte aber auch ein: "Ich kann nicht leugnen, dass ich gerne etwas näher an der Spitze wäre, als das im Moment der Fall ist und dass ich mit der Arbeit, die noch vor uns liegt, lieber schon weiter vorangekommen wäre. Aber ich freue mich trotzdem, dass die Saison beginnt, denn ich liebe die Rennen, ich liebe das Racen und ich liebe es, gegen diese anderen Jungs anzutreten."

"Ich freue mich darauf, nach Katar zukommen", erklärte der Amerikaner. "Es sollte dort jetzt etwas wärmer sein als beim Test und wir werden versuchen, gleich richtig in die Saison zu starten, indem wir ein gutes Ergebnis holen und ich so viel Spaß haben wie möglich. Ich kann es nicht glauben, dass es schon mein 100. Start bei einem Grand Prix ist - ich habe sie alle genossen... naja, manche mehr als andere! Aber es war eine Ehre gegen all diese tollen Piloten, auf den tollen Strecken und vor den wunderbaren Fans auf der ganzen Welt zu fahren! Ich weiß, dass es nicht einfach wird, aber ich hoffe wirklich, dass meine besten Grand Prixs noch vor mir liegen."

Ducati-Teamchef Livio Suppo teilt die allgemeine Vorfreude: "Endlich fahren wir wieder Rennen! Es war ein langer Winter, beginnend im Oktober, als wir uns wegen Caseys Verletzungen Sorgen machen mussten, mit der neuen Situation der globalen Wirtschaftskrise zurecht kommen mussten, einen neuen Fahrer im Team hatten und in dem der Einheitsreifen eingeführt wurde."

"Jetzt ist Casey auf dem Weg, wieder völlig fit zu sein, wir haben neue Regeln, die die Kosten reduzieren, Nicky fühlt sich auf unserem Bike schon ganz wohl und der Einheitsreifen funktioniert gut", sagte der Teamchef weiter. "Wir können nur zufrieden sein und zuversichtlich in die neue Saison gehen. Wir wissen aber auch, dass sie schwierig wird, weil unsere Konkurrenz ebenfalls sehr stark ist. Aber wir können sicher sein, dass wir wieder zu den Spitzenteams gehören werden."

Fotoquelle: Ducati

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