Casey Stoner hat volles Vertrauen in Ducatis Kohlefaser-Chassis

MotoGP 2009

— 09.04.2009

Stoner vertraut Ducati und Ärzten in der Schweiz

Casey Stoner ist zuversichtlich, dass Ducatis neues Kohlefaser-Chassis einen Schritt in die richtige Richtung darstellt - Erneute Handgelenks-OP droht

Der MotoGP-Champion des Jahres 2007, Casey Stoner, ist sich sicher, dass das neue Kohlefaser-Chassis seiner Ducati in der kommenden Saison für Erfolg sorgen wird. Die neue Werks-Ducati verfügt über einen Rahmen und eine Schwinge aus Kohlefaser - ein Ansatz, den bisher noch kein Hersteller im Rennsport erfolgreich umsetzen konnte, wie die gescheiterten Versuche von Cagiva und Bimota in der Vergangenheit zeigten.

"Mir ist bewusst, dass es bisher noch niemand wirklich geschafft hat, mit Kohlefaser-Rahmen wettbewerbsfähig zu sein", sagte Stoner 'Motor Cycle News'. "Viele Leute haben es schon ausprobiert, aber sie waren damit nie schnell genug. Wir müssen auch noch ein paar Sachen daran verbessern, wir brauchen mehr Traktion am Hinterrad. Aber ich bin diesbezüglich zuversichtlich."

Den Vorwurf, Ducati sei mit der Einführung der Kohlefaser-Technologie ein zu großes Risiko in der Entwicklung ihres Motorrads eingegangen, kontert Stoner so: "2007 dachten die anderen doch auch, sie seien mit ihren Motorrädern auf dem richtigen Weg und Ducati habe mit seinem Motor alles falsch gemacht. Dann hat Ducati alle eines Besseren belehrt und etwas zustande gebracht, was niemandem sonst gelungen ist."

"Ich bin stolz darauf Teil dieser Entwicklung zu sein und auch sehr froh darüber, dass ich mit meinem Feedback zum Bau dieses Motorrads beigetragen habe. Ich hoffe, es wird ein erfolgreiches Bike sein, mit dem ich unter sämtlichen Bedingungen und auf allen Strecken vorne mit dabei sein kann", meinte Stoner.

Heilungsprozess verläuft sehr langsam

Inwieweit Stoner mit der Ducati des Jahrgangs 2009 um Siege kämpfen kann, hängt allerdings nicht bloß von der Performance seines Motorrads ab. Schließlich unterzog sich Stoner im vergangenen November einer Operation an seinem linken Handgelenk. Um sein beschädigtes Kahnbein zu reparieren, musste ein Stück Knochen transplantiert werden.

Nun gab Stoner zu, dass der Heilungsprozess nur sehr langsam voranschreitet: "Seitwärts kann ich das Handgelenk nach wie vor nicht bewegen. Aber seit einer Untersuchung in der Schweiz weiß ich wenigstens, warum das so ist. Der Knochenspan ist etwas zu groß und schränkt dadurch die Beweglichkeit ein."

Weitere Operation nicht auszuschließen

Der Australier, der 16 seiner 36 Rennen für Ducati gewinnen konnte, übte zudem Kritik an den operierenden Ärzten: "Die sagten immer nur, das sei normal und es würde Zeit brauchen. Aber ich wollte es genau wissen." Deshalb entschloss sich Stoner Experten in der Schweiz zu konsultieren. "Die Ärzte in der Schweiz konnten mir dagegen direkt nach den Röntgenaufnahmen sagen was los ist", so Stoner.

Der Ducati-Pilot gibt zu, dass er froh darüber ist, genau zu wissen, was mit seinem Handgelenk los sei. Inzwischen hat er einen genauen Zeitplan aufgestellt: "Wenn es in den nächsten drei Monaten nicht von selbst besser wird, muss ich wohl nach dem Ende der Saison einen weiteren Eingriff vornehmen lassen, bei dem der Kochenspan abgeschliffen wird. Dadurch käme die Beweglichkeit zurück."

Fotoquelle: Ducati

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